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50. PSI-Messe, Düsseldorf

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Dynamisch, praktisch, gut

Vom 11. bis zum 13. Januar ging die mit Spannung erwartete 50. Ausgabe der PSI-Messe in Düsseldorf über die Bühne. Zum Jubiläum gab es einen neuen Ausstellerrekord: 993 Lieferanten präsentierten ihre Produkte. Auf Besucherseite dagegen mussten die Verantwortlichen einen Rückgang von ca. 5,6 % hinnehmen. Ein professionelles Erscheinungsbild und eine positive Grundstimmung  trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen in einigen europäischen Staaten prägten die PSI 2012, die erneut ihren Anspruch als europäische Leitmesse für Werbeartikel untermauerte.

 

Der 50. Geburtstag ist vielen Menschen ein wichtiger Einschnitt, der mit einem rauschenden Fest begangen wird. Vielleicht waren deshalb auch die Erwartungen an die diesjährige – die 50. – PSI-Messe, die vom 11. bis 13. Januar in den Hallen 9 bis 13 der Messe Düsseldorf über die Bühne ging, besonders hoch geschraubt. Die Anzeigenkampagne im Vorfeld ließ buchstäblich „etwas Großes“ erwarten. „Let’s celebrate something great. 50 Jahre PSI-Messe“ stand dann auch auf dem Banner, mit dem die Besucher im Eingangsbereich empfangen wurden. Nun, soviel sei vorweg genommen, ein rauschendes Fest war die Jubiläums-PSI eher nicht, dafür eine grundsolide, hochprofessionelle Businessplattform. Wenn sie auch nicht mehr eine solche Aufbruchstimmung erzeugte, wie es bei früheren Veranstaltungen bisweilen der Fall gewesen war, so versprühte die Jubiläumsausgabe doch zumindest in Teilen den PSI-typischen Spirit und stellte unter Beweis, dass die Grand Dame unter den europäischen Werbeartikelmessen kein Face Lifting nötig hat. Und das, obwohl – oder gerade weil? – sie sich nicht selbst feierte: Nur vereinzelte Displays und Aufsteller zierte die Zahl 50, ansonsten wurde das Jubiläum kaum thematisiert. Es gab weder Gold noch Glitter, keine Reminiszenzen an die erfolgreiche Geschichte. Stattdessen wurde der Blick nach vorne gerichtet und auf das Thema fokussiert, das alle Marktteilnehmer am meisten interessiert: den Werbeartikel.

Positives Stimmungsbild

IMG_6638Schon die Eröffnungsfeier – gleichzeitig Pressekonferenz (siehe Bericht ab S. 64) – machte deutlich, dass man nicht gewillt war, sich allzu lange mit der Vergangenheit aufzuhalten. In seiner Ansprache begrüßte und zitierte PSI-Chef Michael Freter selbstverständlich auch PSI-Gründer Walter G. Jung, der es sich trotz gebrochenen Beins nicht hatte nehmen lassen, auf die PSI-Messe zu kommen und in Augenschein zu nehmen, wie sich sein „Baby“ entwickelt hat. Doch dann lenkten die anwesenden Redner den Blick auf Gegenwart und Zukunft. Tatsächlich ist einiges auf den Weg gebracht worden: eine Werbeartikelwirkungsstudie (s. Bericht ab S. 136), ein Ehrenkodex der Branche (s. Bericht ab S. 140) oder die Eingliederung des PSI in den ZAW, die dazu beiträgt, den Werbeartikel auch in der Werbewirtschaft stärker zu verankern. Dass ZAW-Hauptgeschäftsführer Manfred Parteina davon sprach, dass die „anachronistische Blockade“ der 35 Euro-Wertgrenze abgeschafft gehöre, darf die Branche als Zeichen werten, einen prominenten Fürsprecher in dieser brisanten Angelegenheit gewonnen zu haben. Und auch die vom GWW-Vorsitzenden Patrick Politze vorgelegte Bilanz für das Jahr 2011 fällt positiv aus: Abermals konnte die deutsche Werbeartikelbranche ihren Rekordumsatz von 2010 – wenn auch nur leicht – steigern: von 3,43 auf 3,46 Mrd. Euro. Angesichts von Eurokrise und drohenden Staatspleiten ein weiterer Beleg für die Robustheit der deutschen Wirtschaft im Allgemeinen und der deutschen  Werbeartikelbranche im Speziellen.

Die diesjährige PSI-Messe – als Auftakt in die Werbeartikelsaison traditionell immer auch so etwas wie ein Stimmungsbarometer für die Befindlichkeiten der Branche – bestätigte diesen Eindruck. Die Stimmung war positiv, fokussiert auf die eigenen Stärken und konzentriert auf das Wesentliche: das tägliche Geschäft. „Wenn der Euro weg ist, dann bezahlen wir unsere Ware halt in einer anderen Währung“ – diese Einschätzung der Lage bringt das allgemeine Stimmungsbild zumindest der deutschen Werbeartikelbranche auf den Punkt.

Ausstellerrekord

IMG_6829Wenn in den offiziellen Verlautbarungen vor und während der Messe häufiger vom „Jubiläum mit Goldrand“ zu lesen war, bezog sich das weniger auf eine wie auch immer geartete festliche Stimmung als vielmehr auf den außergewöhnlich guten Ausstellerzuspruch. 993 Aussteller präsentierten ihre Produkte – das bedeutet Rekordbeteiligung in einem halben Jahrhundert PSI-Geschichte. Denkbar knapp wurde das im Vorfeld von PSI-Chef Michael Freter ehrgeizig formulierte Ziel, die Tausender-Ausstellermarke zu knacken, verfehlt. Freter zeigte sich dennoch zu Recht „stolz“ auf sein Team, dem es gelungen war, in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld nicht nur zahlreiche Erstaussteller, sondern auch viele Altkunden, die für einige Jahre ausgesetzt hatten, zu einer Beteiligung zu bewegen.  

Wie immer in den letzten Jahren war das Ausstellerbild sehr gemischt: Vom kleinen Start-up-Unternehmen bis zum Big Player, vom Spezialisten für Nischenprodukte bis zum Vollsortimenter, vom No-Name bis zum Markenartikler reichte die Spannbreite, die damit die Branche in ihrer Vielseitigkeit umfassend repräsentierte. Auch der internationale Zuspruch auf Ausstellerseite war gewohnt hoch, wobei die Stärke der Beteiligung mit der wirtschaftlichen Gesamtlage in den einzelnen Ländern korrespondierte. Während z.B. aus Spanien aufgrund konjunktureller Schwierigkeiten weniger Werbeartikellieferanten zugegen waren als noch vor drei bis vier Jahren, ist die Zahl der Aussteller aus der Türkei in den vergangenen Jahren stetig gewachsen – für viele Produktsparten ist die Türkei mittlerweile eine interessante Alternative zu Fernost geworden. Auch die intensive Zusammenarbeit des PSI mit internationalen Verbänden und Institutionen machte sich bemerkbar. Zahlreiche Länderpavillons boten vor allem kleineren Lieferanten eine Möglichkeit, sich im Rahmen der PSI kostengünstig zu präsentieren, mehr als 30 internationale Verbände waren auf der Messe vertreten.

Hochwertige Optik

Auch mit der verkauften Ausstellungsfläche – für Messeveranstalter der wirtschaftlich entscheidende Faktor – dürften die Verantwortlichen zufrieden gewesen sein. Immerhin war es gelungen, die Lücke, die der Nürnberger Importeur Macma hinterlassen hatte – Macma stellte dieses Jahr ausschließlich auf den beinahe parallel stattfindenden RemaDays in Nürnberg aus –, zu kompensieren. Das ist umso bemerkenswerter, da generell bei den sogenannten „Biggies“ eine Tendenz zum „Downsizen“ zu beobachten ist. Die riesigen Standburgen vergangener Jahre sind fast vollständig von der Bildfläche verschwunden. Das „Wettrüsten“ zwischen den großen Namen getreu dem Motto: „Je größer der Stand, desto größer die Marktanteile“ scheint dem Prinzip der wirtschaftlichen Vernunft gewichen zu sein.

Das jedoch ging keineswegs zu Lasten der Messeoptik. Sehr ansprechend präsentierte sich die Branche in Düsseldorf, viele Messestände hatten ein Re-Design erfahren, manche wurden komplett neu inszeniert. Liebevolle Produktpräsentationen trugen ein Übriges dazu bei, dass sich auch branchenfremde Gäste begeistert von der Performance der Werbeartikelbranche zeigten. Auch ASI-Präsident Timothy Andrews – Andrews sprach wie Parteina auf der PSI-Eröffnungsfeier – schien beeindruckt und lobte angesichts der hochwertigen Standinszenierungen generell die europäische Designqualität. Fast ein bisschen schade, dass dem Industriekunden diese Leistungsschau der Werbeartikelbranche vorenthalten bleibt – nirgendwo sonst präsentiert sich die Branche so ansprechend.

Doch nicht nur dem Auge wurde einiges geboten. Auch kulinarisch konnten es sich die Händler gut gehen lassen. Wie schon in den vergangenen Jahren bewirteten viele Aussteller ihre Besucher während der drei Messetage kostenlos und fuhren dabei z.T. exzellentes Catering auf. Von Currywurst bis zum Lachs, von Maultaschen bis zu Antipasti reichte das Verwöhnprogramm. Mancher Aussteller begrüßte an allen drei Tagen dieselben Kunden zur Mittagszeit – und wertete das als Zeichen, dass sich die Kunden offenbar wohlfühlen.

IMG_5505Um Neukunden an den Stand zu locken, wurden Zauberkünstler, Promiköche oder Wii-Animateure aufgeboten, die sich jedoch eher im Hintergrund aufhielten und dezenter um Aufmerksamkeit warben, als es noch vor fünf bis zehn Jahren der Fall war. Dass zu viele Jahrmarkteinlagen den Businesscharakter der Messe nur stören würden, scheint Common Sense zu sein.

Auch in punkto Abendveranstaltungen gaben sich die Lieferanten deutlich verhaltener als sonst. Während mancher Händler in den vergangenen Jahren regelrechtes Partyhopping betrieb, waren die großen Events dieses Jahr an wenigen Fingern abzuzählen. Stattdessen trafen sich viele Lieferanten nur mit einigen ausgewählten Kunden zu Abendessen und Gedankenaustausch in intimerer Atmosphäre.

 

 

Besucherrückgang

Dass es trotz der hervorragenden Auslastung bei den Ausstellern nicht zu einer PSI der Superlative langte, lag an den Besucherzahlen. Nach der Vorregistrierung zeigte sich Freter noch optimistisch, an die Bestmarken aus den Jahren 2008 (19.200 Besucher) und 2009 (18.600) heranreichen zu können. Letztlich wurden jedoch an den drei Messetagen insgesamt 16.167 Besucher und damit gut fünf Prozent weniger Besucher als 2011 (17.122) gezählt. Die Besucherquote pro Aussteller war somit zwangsläufig rückläufig. Viele Aussteller registrierten die insgesamt etwas schwächere Frequenz an den Ständen: Während Aussteller in Halle 11 – also genau in der Mitte der beiden Eingänge von Halle 9 und Halle 13 – vor allem am ersten Messetag erst ab nachmittags etwas zu tun bekamen, bemerkten einige Stammaussteller, dass auch der sonst so starke Donnerstag schwächer besucht war als üblich. Vor allem große Importeure, die aufs Neukundengeschäft angewiesen sind, konnten weniger Kataloge unter das PSI-Volk bringen als in den vergangenen Jahren – die Laufkundschaft war weniger geworden. Wer jedoch auf qualifizierte Gespräche setzte, im Vorfeld intensives Einladungsmarketing betrieben hatte und die Messe als Plattform nutzte, um bestehende Kundenkontakte zu vertiefen, kam voll auf seine Kosten.

Dass die Gänge vor allem am Mittwoch augenscheinlich leerer waren als gewohnt, hatte wohl weniger mit der Konkurrenz aus Nürnberg – auch bei den RemaDays war gerade der Mittwoch eher schwach besucht (s. Bericht ab S. 94) – als vielmehr mit der Besucherführung zu tun. Die Busse fuhren die beiden Eingänge in Halle 9 und in Halle 13 gleichermaßen an, so dass sich keine langen Schlangen an den Eingängen bildeten und sich die Besuchermassen gleichmäßig verteilten. Da auch die Frequenz der Busse wie angekündigt offenbar erhöht wurde, konnten Besucherstaus und damit verbundene Wartezeiten fast gänzlich vermieden werden – ein Umstand, der von vielen Händlern wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde, wie überhaupt die Organisation und Logistik der Messe fast einhellig gelobt wurden.

Der Veranstalter führt die geringere Besucherzahl auf die angespannte Wirtschaftslage in einigen europäischen Staaten zurück: „Ein Tribut, der noch immer der schwachen Nachfrage in einigen Euro-Ländern geschuldet ist und von den Zugmaschinen Deutschland und Frankreich allein nicht kompensiert werden konnte“, so Freter. In der Tat werden einige Händler aus Nord-, Süd- oder Osteuropa die Reise nach Düsseldorf aus Kostengründen gestrichen haben und sich stattdessen auf eine der vielen nationalen Veranstaltungen, die kurz nach der PSI-Messe in großer Zahl stattfinden – von Jönköping über Mailand, Coventry und Warschau bis Lyon –, über Werbeartikelneuheiten informieren.

Es wird daher eine der Hauptaufgaben des PSI für die nahe Zukunft sein, das verloren gegangene internationale Klientel auf Besucherseite zurück zu gewinnen. Denn es ist gerade dieses internationale Flair, das die Veranstaltung in Düsseldorf so einzigartig und – für viele Marktteilnehmer – unverzichtbar macht. Die Verantwortlichen scheinen das erkannt zu haben. Schon in diesem Jahr wurde Händlern aus Süd- und Osteuropa ein Kontingent von 700 kostenlosen Hotelzimmern zur Verfügung gestellt, um sie erstmals oder nach Jahren der Abwesenheit wieder zu einem Besuch der Messe zu bewegen.

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Auch die Tendenz, die PSI-Messe nur noch an zwei, statt an drei Tagen zu besuchen, ist ein Grund für den Besucherrückgang, der sich auch in der Statistik bemerkbar macht. So wird bei großen Messen wie der PSI nicht die Zahl der Personen, sondern die Zahl der Besuche gemessen. Eine Person, die an drei Tagen zur Messe geht, zählt daher als drei Besucher.

Allerdings stellt sich schon die Frage, wie Händler an ein oder zwei Messetagen die Flut von 993 Ausstellern bewältigen können. Straffe Organisation, Aufteilung der Hallen unter der Belegschaft und der regelmäßige Besuch bei den Dezember- und Februar-Roadshows lauten die häufigsten Antworten. Viele Händler kennen die Sortimente ihrer Standardlieferanten ohnehin schon und sind auf der PSI-Messe selbst vor allem auf der Suche nach außergewöhnlichen Neuheiten. 

Dass es diese nicht mehr gäbe, ist eine häufig unter Händlern gehörte Klage, die jedoch eher den Charakter einer Mär hat: Wer an den Ständen nicht nur vorbei flaniert, sondern sich vom geschulten Personal die Sortimente vorführen lässt, ist immer wieder erstaunt, welche Innovationen es auch bei Produktklassikern gibt.

Dass man Kugelschreiber, Kalender oder Kaugummi nicht neu erfinden kann, ist eine Binsenweisheit – aber mit neuen Individualisierungstechniken und Verpackungen präsentierten viele Lieferanten neue Möglichkeiten der Werbeanbringung.

Angesichts der Vielzahl ausgestellter Produkte fällt es schwer, so etwas wie den Mega-Trend der Branche auszumachen. Viel Platz in den Programmen nimmt die digitale Welt ein: Produkte für Smartphones und Tablet-PCs sind ebenso gefragt wie haptische Werbeträger, die – z.B. durch die Integration von QR-Codes – den Bogen von Offline zu Online schlagen. Zudem bestätigten sich die Trends der Vorjahre: „Made in Germany“ ist weiter auf dem Vormarsch, grüne Produkte dagegen nehmen nicht mehr ganz so eine dominante Stellung ein, sind aber vielfach selbstverständlich in die Programme integriert worden. Materialien wie Silikon oder Filz setzen ihren Siegeszug im Werbeartikelmarkt anscheinend weiter fort. Bei den Textilien – wie immer einer der dominanten Ausstellungsbereiche – geht die Tendenz weiter in Richtung Funktionalität und Diversifikation der Sortimente. Auffallend zudem: Immer mehr Anbieter setzen auf Exklusivlizenzen für den Werbeartikelmarkt – von „Hello Kitty“ bis zu „Tim und Struppi“ – und auf Eigendesigns. Sich über einzigartige Produkte ein Alleinstellungsmerkmal zu verschaffen wird für viele Lieferanten offenbar immer wichtiger. 

Halle 13

IMG_6610Auch das PSI als Veranstalter der Messe hatte das Thema Neuheiten stark akzentuiert, insbesondere durch ein verändertes Konzept für Halle 13. Diese Halle war früher so etwas wie Stiefkind und Geheimtipp zugleich. Hier fanden sich immer schon Spezialisten und kleine Newcomer, die ihre oft noch unbekannten Produkte dem Werbeartikelmarkt vorstellten. Das Ambiente in Halle 13 war in den vergangenen Jahren jedoch dem dort herrschenden Innovationsgeist nicht angemessen – die Halle wirkte abweisend und wenig liebevoll gestaltet.

Das hatte sich in diesem Jahr geändert. Das PSI hatte einen großen Loungebereich in der Mitte installiert und sowohl den Start-up-Pavillon als auch das vom BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) gesponserte Areal für junge deutsche Unternehmen mit „Made in Germany“-Produkten in dieser Halle platziert.

Aufgewertet wurde Halle 13 zudem durch die Kooperation mit der Erfindermesse iENA in Nürnberg. So stellten erstmals 30 Erfinder ihre Erfindungen auf der PSI aus. Manche der vorgestellten Ideen hatten zwar noch keine Marktreife und erwiesen sich bei genauerer Betrachtung aufgrund zu hoher Mindeststückzahlen oder Preise als wenig geeignet für den Werbeartikelmarkt – aber allein schon der Enthusiasmus, mit dem die Erfinder ihre Ideen präsentierten, hatte in all der Messeroutine etwas angenehm Erfrischendes. Die Integration der Erfinderstände in die Messe wurde daher auch einhellig gut aufgenommen – viele Händler erhielten so in Halle 13 wertvolle Anregungen für ihr tägliches Business.

Ebenfalls neu im Ausstellungsportfolio der PSI war „The Wall“ – eine ca. 80 m lange Wand in Halle 13, die die alten Neuheitenvitrinen ablöste. Die Produkte, die in „The Wall“ gezeigt wurden, wurden zuvor von einer Expertenjury auf ihren Neuheitenwert überprüft – manch einem Händler erschloss sich der innovative Charakter jedoch nicht bei jedem der dort ausgestellten Artikel. Und auch der angekündigte „Shuttle-Service“, der Besucher, die sich für ein Produkt aus „The Wall“ besonders interessierten, zum Stand des jeweiligen Ausstellers bringen sollte, funktionierte nach Aussage einiger beteiligter Aussteller nicht.

Auch weitere Angebote des PSI – z.B. das Vortragsprogramm oder die Guided Tours – fanden wenig Anklang und wurden kaum oder z.T. gar nicht von den Besuchern genutzt. Das Interesse richtete sich offenbar mehr auf die Aussteller und ihre Programme als auf begleitende Randaktivitäten.IMG_0327

Dazu blieb letztlich auch zu wenig Zeit. Die 50. PSI-Messe war wie immer in den letzten Jahren eine Arbeitsmesse, die wenig Platz ließ für Beiwerk. Gut organisiert und mit der größtmöglichen Vielfalt an Ausstellern ausgestattet, bot sie allen Teilnehmern ausreichend Spielraum, um aus ihr für die eigenen, spezifischen Belange Nutzen zu ziehen. Die PSI 2012 entzündete vielleicht kein Feuerwerk, aber sie war durchaus dynamisch, praktisch, gut – und damit eine würdige Jubiläumsveranstaltung. Del

www.psi-network.de

 

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2016-10-21T11:35:36+00:0009. Februar 2012|