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RemaDays Europe, Nürnberg

Einstand mit Potenzial

Kontrovers diskutiert, mit Spannung erwartet: Vom 9. bis zum 11. Januar 2012 feierten die RemaDays Europe in Nürnberg Premiere. Die im Vorfeld avisierten Aussteller- und Besucherzahlen wurden nicht erreicht, dennoch war der Einstand der neuen Messe durchaus solide.

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1Dass die RemaDays keine neue PSI werden würden, stand bereits im Vorfeld fest. Eine Totgeburt, wie von einigen Branchenmitgliedern prophezeit, war die Erstausgabe, die vom 9. bis zum 11. Januar 2012 – und damit am letzten Tag zeitgleich zur PSI – über die Bühne ging, jedoch keineswegs. Sowohl die Veranstalter selbst (s. dazu das nebenstehende Interview mit Sławomir Giefing, dem Geschäftsführer des RemaDays-Veranstalters GJC Intermedia) als auch zahlreiche Aussteller und Besucher (s. S. 97) ziehen ein positives Resümee.

Spezialisten und Generalisten

Die von den Veranstaltern im Vorfeld angestrebte Marke von 200 Ausstellern wurde nicht erreicht. Nach offiziellen Angaben nahmen 167 Werbeartikel-Lieferanten an der Erstausgabe teil, eine Zahl, die jedoch auch Unternehmen beinhaltet, von denen lediglich einzelne Produkte auf einer Vitrinenfläche ausgestellt wurden. Die tatsächliche Anzahl der Messestände dürfte zwischen 140 und 150 liegen. Es wurden daher nicht, wie ursprünglich geplant, Halle 1 und 2, sondern lediglich Teile der Halle 1 der NürnbergMesse bespielt, Stellwände kaschierten freie Flächen.

3Mit Ausnahme der teilweise unschönen Randbereiche gab die Messe jedoch ein attraktives und professionelles Bild ab – besonders einige große Importeure waren mit großzügigen und aufwendigen Ständen angereist. Die Organisation des GJC-Teams wurde vielerorts gelobt.

Aufgrund der Nähe, die GJC Intermedia zum osteuropäischen Markt besitzt, hatte das Unternehmen viele Aussteller aus Polen und angrenzenden Ländern gewinnen können. Ein Großteil dieser osteuropäischen Lieferanten stellt auch in Warschau aus, ist aber nicht Mitglied im PSI. Für Händler bestand also die Gelegenheit, einige interessante neue Kontakte zu knüpfen, denn viele osteuropäische Lieferanten können mit kleinen Stückzahlen und kurzen Lieferzeiten interessante Alternativen bieten. Neben unbekannten, kleinen Unternehmen stellten auch bekannte deutsche Spezialisten und Markenunternehmen aus sowie mehrere große Vollsortimenter.

Insbesondere der Nürnberger Importeur Macma, dessen Stand die Messe unübersehbar dominierte und der in diesem Jahr ausschließlich in Nürnberg und nicht in Düsseldorf ausstellte, hatte die Messe im Vorfeld massiv unterstützt. Zum Besuchermarketing, das GJC, teilweise mit Hilfe von Ausstellern, durchgeführt hatte, gehörte eine Einladungs-Kampagne: So wurden z.T. ganze Gruppen von Händlern aus Osteuropa mit Bussen nach Nürnberg gefahren.

Mehr Frequenz erforderlich

Trotz breit angelegter Marketingmaßnahmen wurde die im Vorfeld angepeilte Besucherzahl von 10.000 bis 15.000 Besuchern bei weitem nicht erreicht: 3.011 Fachbesucher wurden nach offiziellen Angaben gezählt. Als Besucher zu den RemaDays Europe zugelassen sind Werbeartikelhändler und Werbeagenturen, der Besuch ist nicht an eine Mitgliedschaft gebunden.

2Nach einem guten Auftakt – die meisten Aussteller waren mit der ersten Hälfte der Messe zufrieden – nahm die Besucherfrequenz am zweiten Messetag spürbar ab. Dass am dritten Messetag bereits zeitgleich die PSI stattfand, war nicht zu übersehen – auf den Gängen herrschte teilweise Leere. Eine Tatsache, die nahe legt, dass viele Besucher entweder im Vorfeld der PSI gekommen waren, um sich ein Bild von der neuen Messe zu machen, oder auf der Durchreise zur PSI einen Zwischenstopp in Nürnberg einlegten. Nach Angaben von GJC Intermedia waren etwa 40% der Besucher PSI-Mitglieder. Seitens der nicht im PSI organisierten Händler hätten sich die Veranstalter sicherlich mehr Zuspruch erhofft – ebenso wie aus der Agenturszene: Nach offiziellen Angaben waren lediglich 5 bis 10% der Besucher Werbeagenturen.

Last but not least brauchen die RemaDays Europe für eine als „international” deklarierte Messe wesentlich mehr Internationalität: Schätzungen zufolge waren 70% der Besucher Deutsche. Ein Großteil davon wiederum kam aus der Region – für Händler aus Bayern und Baden-Württemberg bietet sich ein Tagesausflug nach Nürnberg natürlich an.

Die Veranstalter kündigen an, die RemaDays auch 2013 wieder auszurichten und rechnen nach eigenen Angaben mit einem Aussteller-Zuwachs. Deutlich wachsen, das steht fest, müssen jedoch auch Anzahl und Internationaliät der Besucher. Gleichzeitig wird es wohl im kommenden Jahr noch schwerer werden, solide Besucherzahlen zu erreichen. Denn der Neugier-Bonus der RemaDays Europe ist aufgebraucht. TB

www.remadays-europe.com

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2016-10-21T11:35:36+00:0009. Februar 2012|