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50 Jahre Werbebonbon: Vom Nudelpeter zu Candy Can

Jung

 
Einen ganz besonderen Geburtstag feiert Jung Bonbon in diesem Jahr: 1962 lieferte das Unternehmen die erste Charge Bonbons mit individuell bedrucktem Wickelpapier aus. Damit waren die Schwaben laut eigener Aussage die Erfinder des Werbebonbons und legten den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert.

 

Als Walter Kühlbrey 1962 erstmals eine Wickelmaschine mit anderen Bonbonpapieren als gewöhnlich bestücken ließ, war sein Unternehmen bereits über 130 Jahre alt. 1828 gegründet, hatte die Jung Bonbonfabrik bereits etliche Generationen, Epochen und Turbulenzen überdauert. Der Wirtschaftswundermarkt der Nachkriegszeit war jedoch für Bonbon-Hersteller kurioserweise nicht gerade ein einfacher: „Wir haben niemals direkt verkauft, sondern immer an den Einzelhandel geliefert. Dieser wiederum befand sich seinerzeit im Umbruch“, erklärt Geschäftsführer Jörg Dennig, der das Unternehmen seit 1985 leitet, seit 1998 zusammen mit Walter Kühlbreys Sohn Stefan. „Es fand auf der Seite der Händler eine Konzentration statt, die den Wettbewerb erhöhte, denn Bonbonfabriken gab es seinerzeit noch viele.“ Auf der Suche nach einer Überlebensstrategie hatte Walter Kühlbrey die Idee, ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen und werbenden Unternehmen etwas ganz Neues zu bieten: Bonbons mit Geschmacksrichtung nach Wahl aus dem Jung-Sortiment, umwickelt mit individuell bedrucktem Papier. Das Werbebonbon war geboren, und Kühlbreys Unternehmen, das bereits seit 1828 Konditoreiwaren, Dragées und Pfefferminztabletten herstellte und später auch im Schokoladen- und Süßwarengroßhandel tätig war, hatte sich ein zukunftssicheres Standbein geschaffen. Die erste Charge der neuartigen Werbebotschafter ging an ein Unternehmen aus der Region: den Waiblinger Spätzle-Spezialisten Nudelpeter. Der musste jedoch direkt eine halbe Tonne „Nudelpeter“- Bonbons abnehmen, denn der seinerzeit für Jung arbeitende Lohndrucker richtete seine Flexodruckmaschinen erst ab 500 kg Bonbons neu ein.
 

Durchbruch

JungDieser Umstand trug sicherlich maßgeblich dazu bei, dass der Bereich der Werbebonbons zunächst nur langsam und tröpfchenweise anwuchs. Auch Nachahmer hatte die Idee, so Dennig, lange Zeit nicht. „Der große Durchbruch kam Anfang der 1980er Jahre, als neue Maschinen und eine bessere Infrastruktur es uns ermöglichten, auch Kleinauflagen anzubieten.“ 1985 dann schaffte Jung außerdem die ersten Druckmaschinen an und führt seitdem über den kompletten Produktionsprozess selbst Regie. Dieser hat sich seit 1962 immens beschleunigt: Wurden seinerzeit pro Minute noch 100 Bonbons gewickelt, schaffen moderne Maschinen in der gleichen Zeit 1.500 Stück. Und wer es ganz eilig hat, dem bietet Jung eine Express-Variante an und liefert individuelle Motive vierfarbig und in gestochen scharfer Fotoqualität innerhalb von weniger als fünf Tagen – dank Digitaldruck, der seit einigen Jahren eine wichtige Ergänzung zum Flexo-, Tampon- oder Offsetdruck darstellt und bei zahlreichen Produktinnovationen der Schwaben eine wichtige Rolle spielt. Jubiläum | 57 Neben Papieren und Folien bietet Jung eine Vielzahl von Dosen und anderen Behältern an, die nicht nur bedruckt, sondern auch geprägt, beflockt oder mit Hilfe der Sleeve- Technik, bei der eine bedruckte Folie um einen Behälter geschrumpft wird, individualisiert werden. All das geschieht seit 2006 nicht mehr nur in Vaihingen/Enz, sondern insbesondere im Druckzentrum im thüringischen Arnstadt, wo 35 Mitarbeiter beschäftigt sind.
 

Apfelstrudel und Chili

Auch das Bonbon-Sortiment selbst ist im Laufe der Jahrzehnte erheblich gewachsen. Neben rund zehn verschiedenen Bonbon-Größen, -formen und Verpackungsvarianten kann der Kunde zusätzlich aus etwa 20 Geschmacksrichtungen wählen. Zu den klassischen Sorten wie Fruchtmix, Pfefferminz oder Eiskristall haben sich in den letzten Jahren weitere gesellt – etwa ein Energy-Bonbon für Energieunternehmen, ein Schwarzwälder Kirschtorte-Bonbon für regional ausgerichtete Firmen oder ein Apfelstrudel- Bonbon für einen sympathischen Werbekontakt auf der Skihütte. Selbst Wünsche nach eigenen Geschmacksrichtungen oder Farben kann das Unternehmen erfüllen: So wurde vor einigen Jahren für die Einführung eines besonders „scharfen“ Audi-Modells eigens die Sorte Himbeer-Chili entwickelt. Und als Mercedes Benz seine Bonbons in edlem Grau wünschte, konnte diesem Wunsch ebenfalls entsprochen werden. Werbende Süßigkeiten bilden heute das Hauptgeschäft von Jung Bonbon, und der rasante Boost, den die technischen Neuerungen in den 1980er Jahren ermöglichten, ebnete den Weg für zahlreiche weitere süße – oder auch pikante – Werbeideen, die stets aufs Neue für Aufmerksamkeit beim Empfänger sorgen: vom scheckkartengroßen Pfefferminzspender Cool-Card® über Adventskalender, Fruchtgummis und Tees bis hin zu den weichen Werbedosen drinkbaX®. Teilweise mehrfach preisgekrönte Innovationen, mit denen Jung nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen internationalen Märkten erfolgreich aktiv ist.
 

Nach wie vor ein Klassiker

JungEinblicke in die Geschichte der Bonbonproduktion in Vaihingen an der Enz gibt derweil das im Jahr 2000 eingeweihte Bonbonmuseum im Vaihinger Teilort Kleinglattbach. Dort findet sich auch einer von mehreren Werksverkäufen, die das Unternehmen mittlerweile unterhält. Besucher aus der Region und von weit her können dort Jung- Produkte frisch aus der Produktion erstehen, z.B. Schokoladen, Pfefferminz-Produkte, Fruchtgummis und – natürlich – Bonbons. Letztere verkauft Jung auch im Werbeartikelhandel nach wie vor in stabilen Mengen: Werbebonbons machen heute noch einen wesentlichen Umsatzanteil aus. „Als Streuartikel sind Bonbons absolute Klassiker“, weiß Dennig. „Im Unterschied zu Fruchtgummis, die nach einem Jahr hart werden, halten sich Werbebonbons drei Jahre.“ Selbst wenn es nicht überliefert ist, kann man also annehmen, dass auch der Bonbon- Werbepionier Nudelpeter nicht auf seiner halben Tonne Naschwerk sitzen geblieben ist.

www.jung-europe.de

 

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2016-10-21T11:35:22+00:0009. November 2012|