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Andrea Rossi, Moleskine: „Es ist der Name, der den Unterschied macht.“

Oft kopiert, nie erreicht: Die Notizbücher der italienischen Marke Moleskine sind eine Ikone der Schreibkultur und haben auch im B2B-Bereich seit einigen Jahren Kultstatus. Andrea Rossi, Worldwide Director von Moleskine Customs Editions, über Moleskine im Werbeartikelmarkt.

Andrea Rossi, Worldwide Director von Moleskine Customs Editions.

Andrea Rossi, Worldwide Director von Moleskine Customs Editions.

Herr Rossi, was hat Moleskine zu der Entscheidung bewogen, 2004 eine eigene Unternehmenssparte zu gründen, die sich um den Werbeartikelmarkt kümmert?

Andrea Rossi: Nach dem Markenlaunch 1997 war Moleskine so bekannt geworden, dass es zunehmend Nachfragen aus dem B2B-Bereich gab. Die Marke hatte ein gutes Image und wurde zum Kultprodukt, und immer mehr Unternehmen merkten, dass sie besonders gut zu ihnen passt. Um dieser Nachfrage besser Herr zu werden und den speziellen Anforderungen, die der Werbeartikelmarkt mit sich bringt, besser gerecht werden zu können, haben wir Moleskine Customs Edition gegründet.

Wie hat sich der Bereich B2B im Folgenden entwickelt?

Andrea Rossi: Zunächst waren wir damit beschäftigt, die Nachfrage zu bedienen, die sich durch spontane Kontakte ergeben hatte. Seit 2009 akquirieren wir selbst. Unser wichtigster Markt sind die USA, wo wir über eine Filiale verfügen. Auch in Europa sind wir nun bereit, über lokale Vertretungen, die unsere Produkte nach unseren Richtlinien individualisieren dürfen, mit dem Werbeartikelhandel zusammenzuarbeiten. Seit 2011 arbeiten wir in Großbritannien und Deutschland mit Vertretungen zusammen – Partner in Deutschland ist das Hamburger Unternehmen Exclusive Gifts. Unsere Partner sind die einzigen, die unsere Produkte selbst individualisieren dürfen und verfügen über das entsprechende Know-how. Der Rest der Aufträge aus Europa wird derzeit noch in Italien individualisiert. Zur Zeit liegt der Anteil des Werbeartikelmarkts am Gesamtumsatz zwischen 40 und 50% – Tendenz steigend.

Steigend ist auch die Anzahl der Kopisten. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Me-too-Produkten auf dem Markt, die einige der Charakteristika von Moleskine – Format, Einband, Lese- und Verschlussbändchen, Farbe des Papiers und Einsteckfach im Rückeinband – übernommen haben und um einiges preiswerter sind als ein Moleskine-Buch. Wie gehen Sie damit um?

Andrea Rossi: Zunächst legen wir sehr viel Wert auf eine hochwertige Verarbeitung. Damit heben wir uns von vielen Nachahmer-Produkten – auch wenn diese vielleicht auf den ersten Blick sehr ähnlich aussehen – ab. Der wichtigste Unterschied jedoch ist die kleine „Moleskine“-Prägung auf der Rückseite: Wir sind eine international etablierte Marke mit einem kulturellen Erbe und einem renommierten, weltweit bekannten Image. Wer an Moleskine denkt, denkt an all die bekannten Schriftsteller und Künstler, die mit unseren Produkten assoziiert werden. Dieses Image ist natürlich auch dem Empfänger bewusst, und das schafft einen Mehrwert, den kein Imitator bieten kann.

Es ist der Name, der den Unterschied macht, vor allem im Werbeartikelmarkt. Und wer ein Moleskine-Buch will, ist auch bereit, dafür zu bezahlen.

Gibt es Branchen, für die sich Moleskine-Produkte aufgrund ihres Images besonders eignen?

Andrea Rossi: Generell kann jeder unsere Produkte einsetzen. Aber viele unserer guten Kunden sind z.B. kulturelle Einrichtungen, etwa Museen. Einige der weltweit bekanntesten Häuser, darunter das MoMA in New York, die London National Gallery oder das Centre Pompidou in Paris verkaufen individualisierte Moleskine-Bücher in ihren Shops. Darüber hinaus realisieren wir viele Projekte mit Unternehmen aus den Bereichen Finanzwesen, Telekommunikation, Lebensmittelbranche und Brauereiwesen sowie an die Automobilindustrie – letzteres vor allem in Deutschland.

Kommt es denn umgekehrt auch vor, dass Sie einen Kunden ablehnen, weil er nicht zum Markenimage passt?

Andrea Rossi: Durchaus. Und das behalten wir uns auch vor, schließlich können wir nur so die Reputation unserer Marke sichern. Wir verkaufen grundsätzlich nicht an die Rüstungs- oder Waffenindustrie und auch nicht an politische Parteien oder an Unternehmen, die als Umweltverschmutzer bekannt sind. Da haben wir strikte Richtlinien.

Zwischenablage021 300x250 - Andrea Rossi, Moleskine: „Es ist der Name, der den Unterschied macht.“Gibt es auch Richtlinien zur Art und Weise und dem Grad, in dem ihre Bücher individualisiert werden dürfen?

Andrea Rossi: Absolut. Alles muss zum Original passen, die „Ikone“ muss erkennbar bleiben, und zwar auch, um den Wert beim Empfänger zu erhalten – schließlich freut sich dieser umso mehr, wenn er erkennt, dass er ein echtes Moleskine-Produkt erhalten hat. Die kleine Broschüre über die Geschichte von Moleskine, die jedem Büchlein beiliegt, darf nicht weggelassen werden. Es muss einfach so konsistent mit der Marke sein wie möglich. Ein farbiger Umschlag z.B. ist jedoch OK. Neben dem Hauptquartier in Italien sind unsere Partner in Großbritannien und Deutschland bislang die einzigen, die selbst individualisieren dürfen. Ihnen bieten wir regelmäßige Trainings und Updates an.

Welche Veredelungstechniken bieten Sie konkret an?

Andrea Rossi: Der Umschlag kann nach Wunsch eingefärbt und mittels Prägung oder Siebdruck gestaltet werden. Außerdem können Kunden einen individuell gestalteten Extra-Beileger oder eine Banderole hinzufügen. Zudem besteht die Möglichkeit, die Innenumschläge komplett nach Wunsch zu gestalten. Unsere Bücher können auf vielfältige Art und Weise gestaltet werden – und zwar bei unserem deutschen Partner je nach Aufwand bereits ab 10 Stück!

Können Sie Beispiele geben, für welche Zwecke das Ganze dann zum Einsatz kommt?

Andrea Rossi: Neben den erwähnten Einsatzbereichen, etwa in Museen, vor allem als Beziehungsgeschenk und kommunikatives Produkt – bei Events, anlässlich der Neueinführung eines Produkts, in der internen Unternehmenskommunikation oder als hochwertiges Präsent bzw. Marketing-Tool.

Moleskine bietet unter dem Titel WTR (Writing, Travelling & Reading) inzwischen eine Reihe von Produkten, die über das Kerngeschäft Notizbücher und Kalendarien hinausgehen. Spielen auch diese eine Rolle im B2B-Markt?

Andrea Rossi: Noch nicht, aber bald: 2013 werden wir mit einer Reihe von Artikeln aus der WTR-Kollektion in den Werbeartikelmarkt gehen. Dann sind auch für B2B-Kunden eine Vielzahl von Accessoires mit „Moleskine-Spirit“ erhältlich – von Schreibgeräten über Taschen bis hin zu Kofferanhängern und Laptop-Hüllen.

Gibt es eigentlich Synergieeffekte zwischen dem B2B- und dem Retailbereich?

Andrea Rossi: Recht häufig sogar. Wenn etwa Mercedes – wie kürzlich geschehen – bei einem Event gebrandete Moleskine-Bücher an die Anwesenden verteilt, profitiert der Retail erheblich. Denn nicht wenige Kunden werden, wenn Sie ihr Buch vollgeschrieben haben bzw. wenn ihr Kalendarium nicht mehr gültig ist, im Retail einen Folgekauf tätigen. Und so schließt sich der Kreis.

www.moleskine.com
www.exclusive-gifts.de

Zwischenablage011 - Andrea Rossi, Moleskine: „Es ist der Name, der den Unterschied macht.“ [box] Über Moleskine: Die Marke Moleskine wurde 1997 von dem Mailänder Unternehmen Modo&Modo SpA ins Leben gerufen und geschützt. Notizbücher gleichen Typs wie die heutigen Moleskine-Bücher waren ein beliebter Standard im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts und wurden von vielen Literaten und Künstlern geschätzt, darunter Picasso, van Gogh, Hemingway, Oscar Wilde – und der britische Schriftsteller Bruce Chatwin, auf den der Name Moleskine zurückgeht. 2007 wurde das Unternehmen Moleskine gegründet, das die weltweiten Rechte besitzt. Für den Vertrieb im deutschen B2B-Markt ist das Hamburger Unternehmen Exclusive Gifts zuständig, das am Unternehmenssitz über eine eigene Veredelungsabteilung verfügt.[/box]

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2016-10-21T11:35:22+00:0012. November 2012|