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BWL-Jahreshauptversammlung

Mitglieder stimmen für Gesamtverband

IMG_4975Der Bundesverband Werbeartikel-Lieferanten e.V. (BWL) hat sich auf seiner Jahreshauptversammlung am 21. November 2012 in Offenbach die Bildung eines branchenumfassenden Gesamtverbandes innerhalb der nächsten zwei Jahre auf die Fahnen geschrieben: Mit dieser Bestrebung, an deren Ende die Selbstauflösung des BWL in seiner heutigen Form stehen soll, will man der Werbeartikelbranche zu einem einheitlichen, starken und die Interessen aller Marktteilnehmer vertretenden Verband verhelfen. BWL-Vorsitzender Patrick Politze erklärte dazu: „Unsere vergleichsweise kleine Branche leistet es sich derzeit, von drei verschiedenen Verbänden sowie einem Dachverband vertreten zu werden. Insgesamt sind etwa 290 Unternehmen aktiv in diesen drei Verbänden organisiert, die finanziellen Mittel sind nicht üppig. Um diese Kräfte zu bündeln, empfehlen der BWL-Vorstand sowie der Beirat dringend eine Neuausrichtung.“ Politze will die Überlegungen des BWL ausdrücklich als Angebot an die gesamte Branche verstanden wissen: „Wir wollen keine Konfrontation, wir wollen überzeugen und mitnehmen“.

Die Teilnehmer der BWL-Jahreshauptversammlung stellten sich hinter das Vorhaben: Sie bestätigten am Vormittag im nicht-öffentlichen Teil der Versammlung den BWL-Vorstand einstimmig in seinem Amt und übertrugen ihm damit das Mandat, die Gründung des Gesamtverbandes voranzutreiben. Alle Gruppierungen der Branche – Hersteller, Importeure, Händler, Berater und Dienstleister – sollen gleichberechtigte Mitglieder des Verbandes sein, durch Sektionen innerhalb des Verbandes – so schlägt es der BWL im ersten Entwurf einer Verbandsstruktur vor – soll den spezifischen Themen und Bedürfnissen der einzelnen Marktteilnehmer Rechnung getragen werden. Als Name brachte Politze die bereits existierende Bezeichnung „Gesamtverband Werbeartikelwirtschaft (GWW)“ ins Spiel, er könne aber auch anders lauten.

Am Nachmittag, im öffentlichen Teil der Versammlung, zu dem auch Gäste anderer Verbände – namentlich des Markenartiklerverbandes Arbeitskreises Werbemittel e.V. (AKW) und des Bundesverbandes der der Werbemittel-Berater und – Großhändler e.V. (bwg) – Händlervereinigungen sowie Pressevertreter eingeladen waren, stieß der BWL mit der Idee eines Gesamtverbandes auf Gesprächsbereitschaft. Joachim Schulz, Vorsitzender des Händlerverbandes bwg, betonte den partnerschaftlichen Aspekt eines solchen Vorhabens: „Voraussetzung für einen gemeinsamen Verband ist gegenseitiges Vertrauen zwischen Händlern und Lieferanten.“ Im Übrigen habe auch der bwg das Thema eines Einheitsverbandes bereits intern diskutiert. Klaus Rosenberger, Vorsitzender des AKW, verwies in einer kurzen Stellungnahme auf noch viele offene Fragen.

Pragmatismus beim ProdSG

Ein weiteres Schwerpunktthema der Jahreshauptversammlung war das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG), das seit einem Jahr in Kraft ist: Als Gastrednerin hatte der BWL Rechtsanwältin Dr. Helena Melnikov, Leiterin der Abteilung Recht und Wettbewerb des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), eingeladen. Der BWL ist einer von 43 Bundesfachverbänden im BGA, der die Interessen von 120.000 Unternehmen in Deutschland vertritt und im direkten Kontakt mit dem Ausschuss für Produktsicherheit im Bundesministerium für Arbeit und Soziales steht.

Melnikov fasste nochmals die für Händler und Lieferanten relevanten Aspekte des neuen Gesetzes zusammen und ermutigte die Unternehmer zur aktiven Mitgestaltung bei der Umsetzung: „Es müssen noch viele Detailfragen geklärt werden, aber das Ministerium ist mehr als offen für Anregungen der Lieferanten und Händler, wie mit Einzelfällen umgegangen werden soll.“ Sie empfahl Händlern und Lieferanten, ihre spezifischen Herausforderungen bzgl. der Produktkennzeichnung über den BGA einzubringen und dort auch eigene Lösungsvorschläge zu machen. Derzeit werde seitens des Ministeriums ein Leitfaden für die Auslegung des Gesetzes erarbeitet, der 2013 vorliegen soll.

Politze ergänzte, dass auch der BWL inzwischen im direkten Kontakt zu den Verfassern des Gesetzes stehen: „Ich kann Entwarnung geben, dort arbeiten Leute mit gesundem Menschenverstand, da wird nach pragmatischen Lösungen gesucht.“

Den Anwender im Blick

Diskutiert wurden von den BWL-Mitgliedern außerdem die jüngsten Entwicklungen in der Messelandschaft: BWL-Vorstandsmitglied Thomas Hertranft (Lediberg) sprach von einer gewissen Verwirrung und „Messemüdigkeit“ angesichts der Vielzahl von Angeboten sowie der Diskussion um die Einbeziehung der Industrie in Messekonzepte. Zu diesem Punkt wurde PSI-Chef Michael Freter, der am Nachmittag als Gast der Versammlung beiwohnte, um eine kurze Stellungnahme zum zunächst geplanten, dann jedoch auf Druck aus der Branche wieder verworfenen „Tag des Werbeartikels“ im Rahmen der PSI-Messe gebeten. Freter: „Wir wollten auf keinen Fall der Branche schaden, denn damit würden wir uns selber schaden.“

Im Anschluss bekam Michael Scherer, Geschäftsführer des WA-Verlages, die Gelegenheit, den Mitgliedern des BWL Aspekte der neuen Veranstaltung HAPTICA® live als gemeinschaftliche Anstrengung von Lieferanten und Händlern für die Aufwertung des Werbeartikels beim Anwender vorzustellen. Politze: „Eine Einbeziehung des Anwenders in unsere Branchenaktivitäten halte ich für unumgänglich, wichtig ist allerdings, dass es eine saubere Trennung der Konzepte gibt. Die PSI hat ihre Daseinsberechtigung als Leitmesse für die Branche, Veranstaltungen wie die BWL Newsweek, die HAPTICA live und mit Einschränkung auch die Promotion World sind sinnvoll als Plattform für die Vermarktung des Werbeartikels Richtung Anwender.“

Weitere Punkte auf der Tagesordnung waren die Themen Energieeffizienz – ein Beitrag dazu kam vom Hamburger Energieberater Dirk Knipp – sowie der europäische Code of Conduct, den der EPPA derzeit ausarbeitet: Hierzu referierte EPPA-Präsident Hans Poulis und kündigte den Launch des neuen Codes sowie eines dazugehörigen Gütesiegels für die PSI 2013 in Düsseldorf an. BM

 

www.bwl-lieferanten.de

 

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2016-10-21T11:35:17+00:0009. Dezember 2012|