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Einheitsverband: Stand der Dinge

Verband

Auch auf der PSI-Messe wurde am BWL-Stand das Thema Gesamtverband intensiv und kontrovers diskutiert

 

[box] Am 21. November 2012 erteilten die Mitglieder des Lieferantenverbandes BWL (Bundesverband der Werbeartikel-Lieferanten e.V.) dem Vorstand des BWL das Mandat, Maßnahmen für die Gründung eines Einheitsverbandes einzuleiten, der alle Berufsgruppen der Werbeartikelbranche (Importeure, Hersteller, Markenartikler, Händler und Dienstleister) umfasst. Derzeit wird in der Branche über das Vorhaben debattiert – insbesondere die anderen Verbände sind aufgefordert, sich ein Meinungsbild zu verschaffen. Die WA Nachrichten fassen den aktuellen Diskussionsstand zusammen und beantworten die wichtigsten Fragen zum Gesamtverband.[/box]

 

Wie sieht die aktuelle Verbandslandschaft aus?

Derzeit sind in Deutschland – anders als in den meisten anderen europäischen Ländern – die einzelnen Marktteilnehmer in mehreren Interessensverbänden organisiert. So gibt es zwei Verbände für Werbeartikel-Lieferanten, zum einen den BWL (Bundesverband der Werbeartikel-Lieferanten e.V.; ca. 160-170 Mitglieder), zum anderen den AKW (Arbeitskreis Werbemittel e.V., ca. 40-50 Mitglieder) für die Markenartikler – übrigens der älteste Verband der deutschen Werbeartikelbranche. Es gibt einige Unternehmen, die eine Doppelmitgliedschaft in AKW und BWL haben. Die Werbeartikelhändler dagegen haben sich im bwg (Bundesverband der Werbemittel-Berater und -Großhändler e.V., ca. 90-100 Mitglieder) zusammengeschlossen. Um gemeinsame Brancheninteressen wie die politische Lobbyarbeit zu vertreten, wurde 1993 der Dachverband GWW (Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft e.V.) ins Leben gerufen. Der GWW wird gebildet aus den drei Verbänden AKW, bwg und BWL sowie dem Unternehmen PSI (Promotional Product Service Institute).

 

Wie will der BWL die Verbandslandschaft umstrukturieren?

Der BWL möchte einen Einheitsverband, der die gesamte Branche widerspiegelt. Daher können ab sofort auch Berater, Markenartikler und Dienstleister dem BWL beitreten, um gemeinsam den Einheitsverband zu gestalten. Auf diese Weise soll ein Verband weiterentwickelt werden, der die Branche mit einer Stimme repräsentiert. Verbandsintern sollen verschiedene Sektionen gegründet werden, die an die jeweilige brancheninterne Positionierung innerhalb der Wertschöpfungskette angelehnt sind.

 

Gibt es neue Entwicklungen?

Am 27. Februar trafen sich die Vorstände des BWL, des AKW und des bwg sowie als Vertreter für das PSI Michael Freter, Reed Exhibitions Deutschland, und Manfred Schlösser, Edit Line, in Frankfurt zur Diskussion über Chancen und Risiken des Einheitsverbandes. Das Gespräch wurde mehrheitlich begrüßt und positiv bewertet. Mitte April will man in einer erweiterten GWW-Runde erneut über die Problematik diskutieren.

 

 

Wie reagieren die Vorstände AKW und bwg?

Der AKW-Vorstand hält sich mit einer offiziellen Stellungnahme noch zurück und wird erst nach dem Treffen in April entscheiden, ob und in welcher Form die Gründung eines Einheitsverbandes zum Thema auf der Jahreshauptversammlung Mitte Juni wird. Der bwg lädt seine Mitglieder im Rahmen des bwg-Forums Anfang Mai zu einer Informations-Veranstaltung, auf der auch BWL- und GWW-Präsident Patrick Politze als Gast Fragen zum Gesamtverband beantworten wird. Der bwg-Vorstand hat sich in einem Rundschreiben an seine Mitglieder inzwischen klar gegen die Gründung eines Einheitsverbandes positioniert.

 

Was sind die Argumente für einen Einheitsverband?

Die Befürworter des Einheitsverbands erhoffen sich insbesondere mehr Schlagkraft. Mehr Mitglieder bedeuten zum einen mehr finanziellen Spielraum, zum anderen mehr Gewicht bei den Entscheidungsträgern in Politik, Medien und Marketing. Zudem sollen sich so die Außendarstellung verbessern und Synergieeffekte erzielen lassen, es gebe mehr konstruktiven Austausch anstelle von Grabenkämpfen. Nicht zuletzt biete ein Einheitsverband bessere Voraussetzungen für die Vertragsgestaltung mit Dienstleistern der Branche (Airlines, Versicherungen etc.)

 

Und was sind die Argumente der Kritiker?

Gegner des Einheitsverbands verweisen darauf, dass sich die Ziele, die nun mit dem Einheitsverband angestrebt werden, auch mit dem GWW als Dachkonstruktion erreichen ließen, im Einheitsverband jedoch die Interessen einzelner Gruppierungen nicht so zur Geltung kämen.

 

Der BWL hat ein Organigramm entwickelt, wie so ein Einheitsverband strukturiert werden könnte. Ist dieser Entwurf verbindlich?

Nein, GWW- und BWL-Präsident Patrick Politze hat mehrfach betont, dass er die Konzeption als Diskussionsgrundlage betrachtet.

 

Ist mit einer schnellen Entscheidung zu rechnen?

Eher nicht. Der BWL hat seinem Vorstand zwei Jahre Zeit gegeben, das Projekt mit Leben zu füllen, die anderen Verbände müssen erst ihre Mitglieder befragen. Hinzu kommt: Im Arbeitsalltag bleibt für die Verbandsarbeit wenig Zeit. Das Thema wird die Branche sicher noch länger begleiten.

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2016-10-21T11:35:01+00:0011. April 2013|