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Pharmabranche: Werbeartikelverzicht wird diskutiert

Hat für „Reklamin“ und „Responsum“ bald die Stunde geschlagen?

Hat für „Reklamin“ und „Responsum“ bald die Stunde geschlagen?

Nachdem bekannt geworden ist, dass der europäische Verband der Arzneimittelhersteller EFPIA (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations) im Rahmen des von ihm ausgearbeiteten Transparentkodex‘ einen kompletten Werbeartikelverzicht seiner Mitglieder anstrebt, wird dieses Vorhaben derzeit auf vielen Ebenen zwischen Vertretern der Pharmaindustrie und der europäischen Werbeartikelbranche diskutiert. Der EFPIA plant, dass alle ihm angeschlossenen Pharmaunternehmen vollständig auf den Einsatz von Werbeartikeln verzichten – bislang sind Werbeartikel mit einem Wert bis zu fünf Euro zugelassen.

Dem Vernehmen nach wurden die dem EFPIA angeschlossenen Pharmaunternehmen bereits darauf hingewiesen, dass Streuartikel im nächsten Jahr nicht mehr als Werbematerial zugelassen sind. Restbestände könnten dann noch bis zum 30. Juni 2014 abgegeben werden. Allerdings muss der Vorschlag zunächst einmal formal auf der Mitgliederversammlung des EFPIA am 24. und 25. Juni d.J. verabschiedet und anschließend von den nationalen Mitgliedsorganisationen bis Ende des Jahres in die jeweiligen nationalen Codes integriert werden. Dabei zeichnet sich ab, dass die nationalen Verbände den angeregten Werbeartikelverzicht unterschiedlich handhaben wollen. So soll sich das deutsche Mitglied des EFPIA, der VFA (Verband Forschender Arzneimittelhersteller e. V.), für einen Komplettverzicht ausgesprochen haben, während andere Landesvertretungen ihren Mitgliedern einen gewissen Spielraum beim Einsatz von Werbeartikeln überlassen wollen. Im VFA sind die meisten großen Pharmaunternehmen organisiert, allerdings gibt es weitere Pharmaverbände in Deutschland, die nicht dem EFPIA angehören und bislang noch keine Anstalten machen, einen Werbeartikelverzicht anzuregen.

Aus der Pharmaindustrie selbst gibt es bislang noch kein einheitliches Meinungsbild. Während einige „Biggies“ angekündigt haben sollen, weiterhin Werbeartikel einsetzen zu wollen, haben andere ihre laufenden Order bei Werbeartikelhändlern und -lieferanten fürs erste gestoppt.

Auch der europäische Werbeartikel-Dachverband EPPA (European Promotional Products Association) hat sich in die Diskussion eingeschaltet. Intransparenz in Bezug auf Werbeartikel, so der EPPA, herrsche vor allem deshalb vor, weil es keine einheitliche, genau definierte Wertgrenze gebe. Ein vollständiges Verbot würde jedoch nur zu einer Verlagerung der Marketingbudgets und damit zu höherem Preisdruck, aber keineswegs zu mehr Transparenz führen. Deshalb will der EPPA den EFPIA davon überzeugen, eine für alle angeschlossenen nationalen Verbände verbindliche Wertgrenze zu definieren, und hat sich sowohl an die Mitgliedsorganisationen als auch an den EFPIA-Hauptgeschäftsführer Richard Bergström gewandt. Man sei zuversichtlich, dass es noch vor der Mitgliederversammlung am 24. und 25. Juni zu einem Treffen mit Bergström komme, so EPPA-Präsident Hans Poulis.

www.efpia.eu
www.vfa.de
www.eppa-org.eu

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2016-10-21T11:34:55+00:0023. Mai 2013|