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Werbeartikelverzicht der Pharmabranche: EPPA und GWW intervenieren

Hat für „Reklamin“ und „Responsum“ bald die Stunde geschlagen?

Der europäische Werbeartikel-Dachverband EPPA (European Promotional Products Association) sowie der deutsche GWW (Gesamtverband der Werbeartikel Wirtschaft e.V.) haben sich aktiv in die Diskussion um den Werbeartikelverzicht in der Arzneimittelbranche eingeschaltet.

Der EPPA stellt seinen Mitgliedern ein Schreiben zur Verfügung, mit dem sie ihre Kunden aus der Pharmaindustrie über die aktuelle Situation unterrichten können. Vor allem kleinere Pharmaunternehmen seien, so der EPPA, nicht über die vom europäischen Verband der Arzneimittelhersteller EFPIA (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations) geplanten Änderungen aufgeklärt. Der Vordruck informiert über den beabsichtigten Komplettverzicht, verweist auf die hohe Wirksamkeit gegenständlicher Werbeträger im Marketingmix und ruft zur Ablehnung der vorgesehenen Maßnahmen auf. Das in Englisch verfasste Schreiben kann über die dem EPPA angeschlossenen Verbände angefordert werden. Zudem hat der Dachverband, der sich für die Festlegung einer verbindlichen Wertgrenze stark macht, für die erste Juniwoche eine Telefonkonferenz mit dem EFPIA-Hauptgeschäftsführer Richard Bergström geplant.

Der GWW hat sich ebenfalls eingeschaltet und in Berlin beim deutschen Mitglied des EFPIA, dem VFA (Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V.) vorgesprochen. Neben dem GWW-Vorsitzenden Patrick Politze und BWL-Geschäftsführer Ralf Samuel beteiligten sich Florian Mansard (mansard werbemittel gmbh) als Vertreter der Werbeartikelagenturen sowie Michael Nick (Senator GmbH & Co. KGaA) als Vertreter der Werbeartikel-Lieferanten und in seiner Funktion als Gesellschafter des Pharmaunternehmens Merz an dem Gespräch. Die Gruppe appellierte an den VFA, die bestehenden Regelungen beizubehalten – bislang sind Werbeartikel mit einem Wert von bis zu fünf Euro zugelassen – und zog die Werbeartikel-Wirkungsstudie des GWW sowie die Praxis im deutschen Steuerrecht, bei Streuartikeln bis zu 10 Euro auf die Aufzeichnungspflicht zu verzichten, zur Argumentation heran. Der GWW bezeichnet den beabsichtigten Komplettverzicht als einen „gefährlichen Eingriff in unverzichtbare Grundstrukturen der Kommunikation, auf die die angeschlossene heimische Pharmaindustrie angewiesen“ sei. Ein Verzicht auf Werbeartikel habe zudem höhere Werbeausgaben zur Folge, die die Kostenspirale forcierten und dem Image der Pharmabranche schadeten. Die Argumente zeigten jedoch wenig Wirkung. Offenbar ist der Komplettverzicht von Werbeartikeln für den Bereich „verschreibungspflichtige Arzneimittel“ bereits beschlossene Sache. Parallel zu diesen Maßnahmen lässt der GWW rechtliche Schritte gegenüber den Plänen des EFPIA prüfen.

Der europäische Verband der Arzneimittelhersteller EFPIA strebt im Rahmen des von ihm ausgearbeiteten Transparentkodex einen kompletten Werbeartikelverzicht seiner Mitglieder ab dem 1. Januar 2014 an. Die dem EFPIA angeschlossenen Pharmaunternehmen wurden bereits über den Vorschlag informiert, der auf der kommenden Mitgliederversammlung des EFPIA am 24. und 25. Juni d.J. behandelt wird. Von der Regelung ausgenommen sind OTC-Präparate und Produkte ohne Werbeaufdruck, die z.B. bei Tagungen und Konferenzen eingesetzt werden.

www.efpia.eu
www.vfa.de
www.eppa-org.eu
www.gww.de

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2016-10-21T11:34:54+00:0005. Juni 2013|