Schließen [x]

https://www.suesse-werbung.de/de/neuheiten.html?___store=de
www.print-tattoo.com
http://www.reeko.com/_shop2017/index.php?language=de
www.uma-pen.com
www.pfconcept.com
http://www.senator.com/de_de/
www.stickereimerkel.de
www.europeansourcing.com/free
www.wv-versand.de

Bangladesch: Strengere Arbeitsgesetze verabschiedet

Bangladesh

Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Bangladesch hat das Parlament in Dhaka am 15. Juli 2013 schärfere Arbeitsgesetze verabschiedet. Die neue Gesetzgebung legt u.a. die Einrichtung eines zentralen Fonds fest, der den Lebensstandard der Arbeiter verbessern soll. Zudem schreibt das Gesetz Fabriken vor, eine Abgabe von 5% des Jahresgewinns an die Sozialkassen zu leisten. Gewerkschaftsmitglieder, die an Protestaktionen beteiligt waren, dürfen nicht mehr in andere Fabriken des gleichen Eigners verlegt werden. Das Parlament reagiert mit diesen Maßnahmen auf Forderungen der EU, die mit Strafmaßnahmen gedroht hatte, falls die Sicherheitsstandards im Land nicht verbessert würden. Die Regierung verhandelt darüber hinaus derzeit mit Arbeitergruppierungen und Fabrikbesitzern über einen neuen Mindestlohn. Das gesetzliche Mindesteinkommen in Bangladesch liegt z.Zt. bei 38 US-Dollar (ca. 29 Euro) pro Monat.

17 nordamerikanische Retail-Unternehmen, darunter Gap, Walmart und Hudson Bay, haben sich darüber hinaus dazu verpflichtet, in einem Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 42 Mio. US-Dollar (ca. 32 Mio. Euro) in die Verbesserung der Sicherheits- und Arbeitsbedingungen in Textilfabriken in Bangladesch zu investieren. Der Sicherheitspakt wurde allerdings bereits kurz nach seiner Veröffentlichung von zahlreichen Organisationen als nicht weitreichend genug kritisiert. Die Arbeiter selbst erhielten faktisch keinerlei Möglichkeit der Einflussnahme. Kritiker beriefen sich auch auf den Sicherheitspakt, den rund 70 internationale Modeketten unterzeichnet haben. Letzterer enthält u.a. weitreichende Maßnahmen zum Brand- und Gebäudeschutz nach internationalen Standards. Ein Trainingsprogramm soll außerdem Angestellte für den Ernstfall schulen. Die unterzeichnenden Modefirmen unterstützen das Programm finanziell, wobei die Summe von der jeweiligen Produktionsmenge in Bangladesch abhängt.

Am 24. April 2013 waren beim Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza am Rande der Hauptstadt Dhaka 1.129 Menschen ums Leben gekommen. Das Gebäude, in dem auch internationale Konzerne Kleidung anfertigen ließen, war ohne Genehmigung um mehrere Etagen aufgestockt worden. Die Textilindustrie bildet mit rund 4 Mio. Arbeitsplätzen den größten Arbeitgeber im Land. Die jährliche Exportsumme liegt bei ca. 21 Mrd. US-Dollar (16 Mrd. Euro), wobei rund 60% der Ausfuhren nach Europa gehen.

 

Print Friendly, PDF & Email
2016-10-21T11:34:47+00:0017. Juli 2013|