Schließen [x]

https://www.suesse-werbung.de/de/neuheiten.html?___store=de
http://www.senator.com/de_de/
www.uma-pen.com
www.wv-versand.de
www.europeansourcing.com/free
http://www.reeko.com/_shop2017/index.php?language=de
www.stickereimerkel.de
www.print-tattoo.com
www.pfconcept.com

Pharma-Werbung: Bundeskartellamt segnet Werbeartikelverbot ab

GWW_IMG_0138_WebDas Bundeskartellamt hat den Einspruch des Gesamtverbandes der Werbeartikel Wirtschaft e.V. (GWW) gegen den so genannten Transparenzkodex des europäischen Verbands der Arzneimittelhersteller, EFPIA (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations), zurückgewiesen. Dieser am 24. Juni 2013 verabschiedete Kodex sieht u.a. ein vollständiges Verbot des Einsatzes geringwertiger Werbeartikel für die Bewerbung verschreibungspflichtiger Medikamente bei medizinischem Fachpersonal ab Juli 2014 vor.

Der vom GWW geltend gemachten Sichtweise eines wettbewerbsbeschränkenden Verhaltens, das aus dem EFPIA-Beschluss resultiere, schloss sich die Aufsichtsbehörde nicht an: „Das Bundeskartellamt vertritt nach wie vor die Auffassung, dass der neugefasste Transparenzkodex der EFPIA keinen Verstoß gegen den § 1 des GWG (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) darstellt.“ Der GWW hatte zur Unterfütterung seiner Argumente das Kölner Institut für Handelsforschung damit beauftragt, Marktdaten zu erheben, um den möglichen Schaden für die Branche beziffern und darlegen zu können. Diese Daten wurden jedoch von der Behörde als nicht ausreichend stichhaltig bewertet. Als Gründe wurden die geringe Teilnahmequote der Branche (ca. 5,8%) und das Fehlen einer jahresübergreifenden Erhebung im Sinne einer Vorher-Nachher-Betrachtung aufgeführt.

Auch die durch den Transparenzkodex entstandene Gesetzeslücke im HWG (Heilmittelwerbegesetz) wurde vom Gesetzgeber mittlerweile durch eine am 13. August 2013 beschlossene und am 28. Oktober 2013 in Kraft getretene Novellierung geschlossen. Diese – nach Aussage des GWW „offensichtlich auf Betreiben des EFPIA erfolgte“ – nachgelagerte Novellierung des HWG ist laut Bundeskartellamt unerheblich, da der EFPIA-Transparenzkodex seinen Mitgliedern bis zum 31. Dezember 2013 Zeit für die Implementierung des Kodexes auf nationaler Ebene lasse.

Der GWW-Vorsitzende Patrick Politze kritisierte die Einflussnahme der organisierten Pharma-Industrie auf den Gesetzgeber: „Die dem EFPIA-Beschluss nachgelagerte Novellierung des HWG ist ein Produkt funktionierender Lobbyarbeit. Auf diese Weise lassen sich natürlich drohende Verstöße gegen das GWG umgehen, das dadurch aber seines ursprünglichen Sinns entledigt wird.” Im Übrigen weise der GWW die abschließende Feststellung des Bundeskartellamtes, dass aus der eingereichten Studie „keine faktische Wirkung des Änderungsbeschlusses der EFPIA entnommen werden kann”, als in dieser Form nicht haltbar zurück. „Es ist bereits auf der Basis der vorliegenden Zahlen ersichtlich, dass der EFPIA-Beschluss allein für die deutsche Werbeartikelbranche einen Umsatzverlust im höheren dreistelligen Millionenbereich nach sich ziehen wird – jährlich”, so Politze. Mit Blick auf die eigene Branche fordert der GWW-Präsident ein Umdenken und mehr Engagement. „Unser Markt muss sich gegen die allgegenwärtigen Tendenzen dieser Art besser wappnen. Eine starke Interessenvertretung der Branche braucht nicht nur ein möglichst großes Mitgliederpotenzial, sondern u.a. auch ein kontinuierlich aktualisiertes Zahlenwerk, eine Transparenz der generierten Umsätze und weitere wissenschaftlich fundierte Belege dafür, dass es sich bei Werbeartikeln um eine effiziente Werbeform handelt.“

www.bundeskartellamt.de

www.gww.de

Print Friendly, PDF & Email
2016-10-21T11:34:31+00:0005. November 2013|