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Esad Ahmet Özdem, Promotürk-Präsident: „Wir wollen die Plattform weiter ausbauen“

Es tut sich was bei der Promotürk: Nachdem die Werbeartikelmesse des gleichnamigen türkischen Branchenverbands drei Jahre lang unter dem Claim „powered by PSI“ mit dem PSI (Promotional Product Service Institute) als Lizenzgeber veranstaltet wurde, wird die Kooperation 2014 nicht fortgesetzt. Zudem organisiert der Promotürk die Veranstaltung im kommenden Jahr nicht mehr in Zusammenarbeit mit EUF, einer türkischen Tochter des internationalen Messeunternehmens ITE Group, sondern setzt auf Fiera Milano Interteks, eine türkische Tochter der Mailänder Messe. Zu guter Letzt findet die Promotürk bereits vom 3. bis 6. April statt und wird in einer neuen Halle ausgerichtet. Promotürk-Präsident Esad Ahmet Özdem über die Zukunft der traditionsreichen Messe und den Promotürk als Brückenbauer.

Esad Ahmet Özdem Promtürk Präsident Werbeartikel Nachrichten WN

Esad Ahmet Özdem

Herr Özdem, die Kooperation mit dem PSI ist beendet. Wie lautet Ihre Bilanz?
Esad Ahmet Özdem: Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Das PSI organisiert seit 52 Jahren eine Messe, und wir sind seit vielen Jahren die Drehscheibe zwischen Ost und West – da liegt eine Zusammenarbeit nahe. Der wichtigste Bestandteil der Kooperation war, dass wir für drei Jahre die Datenbank des PSI nutzen durften. Damit konnten wir die Promotürk in ganz Europa präsentieren und bewerben – aber auch darüber hinaus: Viele Besucher aus dem Mittleren Osten, dem Balkan oder von der Arabischen Halbinsel, die aufgrund von Visumproblemen nicht zur PSI nach Deutschland reisen konnten, sind in den letzten Jahren stattdessen nach Istanbul gekommen. Hier haben wir mit Hilfe der PSI deutlich dazugewonnen. Dem PSITeam und besonders Michael Freter gebührt daher unser Dank.
Aber auch wir haben unseren Beitrag geleistet: Die Zahl der türkischen Aussteller auf der PSI-Messe ist in den vergangenen drei Jahren von 28 auf 75 gestiegen, und auch die Anzahl der Besucher aus der Türkei hat stark zugenommen. Meine Prognose ist, dass sich die Zahlen mit Ablauf der Kooperation auf Besucher- wie auf Ausstellerseite halbieren werden.

Warum haben Sie sich denn überhaupt entschieden, die Kooperation nicht fortzuführen?
Esad Ahmet Özdem: Der Vertrag mit dem PSI war auf drei Jahre terminiert und lief in diesem Jahr aus. Wir haben ihn aus mehreren Gründen nicht verlängert. Zum einen – und das ist schlicht und ergreifend großes Pech – koinzidierte der Zeitraum der Kooperation mit der Krise. Deshalb haben sich einige unserer Erwartungen nicht erfüllt. Die PSI-Messe hatte in den letzten Jahren mit schwindenden Besucher- und Quadratmeterzahlen zu kämpfen – besonders drastisch bei der letzten Ausgabe. Dadurch hat das PSI nicht zuletzt auch an Effizienz verloren, weshalb wir letztlich in einer Kooperation keine Vorteile mehr gesehen haben und uns aufgrund der momentanen Lage dazu entschlossen haben, auszusteigen.
Hinzu kommt: Deutsche treffen sehr langfristige Entscheidungen, während wir Türken im Allgemeinen sehr schnell entscheiden und pragmatisch handeln. Es ist vielleicht richtig, behutsam vorzugehen, aber wir denken gerne praktisch. Das ist ein Mentalitätsunterschied, der stellenweise zu Problemen geführt hat.
Die PSI-Messe muss sich erneuern – das haben die Verantwortlichen erkannt, und daran arbeiten sie.
Das PSI hat unsere Entscheidung akzeptiert, und man weiß nie, was die Zukunft bringt. Wenn es eine Wendung zum Positiven gibt, besteht vielleicht auch die Chance, weiterzumachen.

Wie sieht es mit der Promotürk-Messe aus? Bei der letzten Ausgabe im September gab es einen Rückgang auf Ausstellerseite.
Esad Ahmet Özdem: Das stimmt, wir hatten etwa 20% weniger Aussteller. Außerdem haben wir uns aus Kostengründen entschlossen, die Messe nicht wie im Vorjahr in zwei Hallen, sondern nur noch in einer Halle auszurichten. Auf Besucherseite hat sich nichts geändert.
Für uns steht jedoch fest: Auch wir müssen uns ständig erneuern. Deshalb leiten wir einige einschneidende Veränderungen ein.

Eine davon ist ein Terminwechsel: 2014 findet die Messe erstmals nicht im September, sondern bereits im April statt – warum?
Esad Ahmet Özdem: Es war nicht einfach für uns, nach 28 Jahren diese Entscheidung zu treffen, aber sie beruht auf intensivem Austausch mit unseren Mitgliedern, mit Branchenrepräsentanten und Besuchern. Es ist für viele Besucher komfortabler, im April zu kommen, wenn die meisten großen internationalen Messen stattfinden, als im September, wenn das Jahresendgeschäft ansteht. Der wichtigste Beweggrund für den Terminwechsel ist jedoch, dass wir unseren Mitgliedern auf Herstellerseite prootürk esa ahmet zözdem werbeartikel nachrichtenden Export nach Europa erleichtern wollen. Viele große Hersteller – ich rede hier von Unternehmen mit 500 oder 1.000 Mitarbeitern – konnten in der Vergangenheit nicht teilnehmen, weil sie bereits ausgelastet waren und keine Möglichkeit sahen, in den verbleibenden drei Monaten zum Jahresende noch umfangreiche Exportaktivitäten zufahren. Diesen Mitgliedern wollen wir die Teilnahme ermöglichen, und davon werden auch die Besucher profitieren.
Wir wollen die Promotürk als Kontaktplattform zwischen Orient und Okzident weiter ausbauen. Besucher aus Europa, die in der Türkei alternative Produzenten suchen, sollen eine Vielzahl interessanter und bedeutender Hersteller für Produkte aller Art vorfinden, die bis dato nicht wahrgenommen wurden, weil sie nicht nach Istanbul gekommen sind.

Auch der Partner, mit dem Sie die Promotürk veranstalten, wird nächstes Jahr ein anderer sein.
Esad Ahmet Özdem: Nach Jahren der Zusammenarbeit mit EUF kooperieren wir ab 2014 mit der Fiera Milano Interteks. Das Unternehmen verfügt über eine umfangreiche Datenbank, und wir erhoffen uns auch durch den Veranstalterwechsel Zuwächse auf Ausstellerund Besucherseite.

Welche Rolle spielt der für 2014 geplante Ortswechsel?
Esad Ahmet Özdem: Wir nehmen innerhalb der CNR Expo einen Hallenwechsel vor. Damit bleiben wir zwar auf dem gleichen Messegelände, die neuen Hallen werden jedoch von einer neuen Gesellschaft betrieben, die uns wesentlich bessere Konditionen bietet.

Während der Kooperation mit dem PSI gab es Sonderkonditionen für PSI-Mitglieder, die nach Istanbul kommen wollten. Wird es in Zukunft ähnliche Modelle geben?
Esad Ahmet Özdem: Wir treffen, wie gesagt, sehr schnelle Entscheidungen, und wir sind für alles offen.

Gibt es von Seiten des Promotürk Aktivitäten im Sinne einer Vernetzung, die über die Messe hinausgehen?
Esad Ahmet Özdem: Eine Menge sogar. Unser verbandseigenes Promotürk Magazine erscheint auf Türkisch und Englisch und wird sowohl digital publiziert als auch an 3.500 Empfänger aus unserer Datenbank verschickt. Es gibt nicht viele promotoürk präsident iterview werbeartikel nachichten wnBranchenmagazine, die zweisprachig erscheinen, und wir sehen die Publikation als Beispiel für unsere internationale Ausrichtung.
Darüber hinaus stehen wir Unternehmen, die auf der Suche nach türkischen Herstellern sind, mit Rat und Tat zur Seite. Es gibt viele Produzenten, aber nicht jeder ist gut. Deshalb empfehlen wir Interessenten, uns zu schreiben, und wir schicken ihnen eine Liste mit Herstellern, die Mitglied im Promotürk sind und die wir deshalb als Partner empfehlen.
Als Mitglied des EPPA sehen wir uns als Teil der europäischen Branche – was uns von unseren europäischen Kollegen unterscheidet, ist die Tatsache, dass es in der Türkei echte Produktionskapazität gibt. Viele europäische Player sind auf der Suche danach. Den Kontakt zu forcieren ist unser Ziel, und hier sehen wir noch viel Potenzial.

Wie ist die Stimmung im Allgemeinen in der Türkei?
Esad Ahmet Özdem: Dass es der türkischen Wirtschaft sehr gut geht, ist bekannt. Es gibt weder in der Branche noch in der Gesamtwirtschaft schlechte Nachrichten, und es geht schnell voran, auch im Vergleich zu vielen Nachbarländern.
Und natürlich ist auch politisch vieles im Aufbruch: Die Ereignisse um den Gezi-Park waren die größte Prüfung im Namen der Demokratie, die es in unserem Land in den letzten Jahren gab. Die junge Generation hat der Weltöffentlichkeit gezeigt, dass sie anders denkt. Es stehen bald Lokalwahlen an, und ich denke, es wird sich einiges ändern – auch mit Blick auf die landesweiten Wahlen.

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2016-10-21T11:34:31+00:00 11. November 2013|