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Bangladesch: Textilfabrikbesitzer rebellieren gegen Sicherheitsabkommen

Bangladesch Fotolia_6276532_M 250x368Gut ein Jahr nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch, bei dem 1.129 Arbeiter getötet wurden, drohen Fabrikbesitzer in Bangladesch jetzt mit einer Klage vor Gericht. Grund dafür sind Schließungen aufgrund von Sicherheitsgefährdungen. Nach Aussage der Fabrikeigentümer könne man nicht gleichzeitig für Reparaturarbeiten und Arbeiterlöhne aufkommen, wenn die Fabriken monatelang geschlossen seien.

Auf Betreiben zahlreicher Retail-Unternehmen im Juli letzten Jahres waren zwei Abkommen geschlossen worden: Die „Alliance for Bangladesh Worker Safety“ wird von mehreren kanadischen und US-amerikanischen Unternehmen finanziert, darunter Fruit of the Loom, Gap und Walmart. Das Abkommen „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“ wiederum wurde von mehr als 150 internationalen Import- und Retailunternehmen unterzeichnet, darunter auch etliche deutsche. Während das amerikanische Abkommen bislang fünf Fabriken zur Stilllegung angehalten hat, mahnte „Accord“ ein Dutzend zur Verbesserung ihrer Produktionsbedingungen.

Der Besitzer von Softex Cotton, einer Textilfabrik in Dhaka, hat jetzt gerichtliche Schritte gegen den „Accord“ angedroht und 100 Mio. US-Dollar (ca. 75 Mio. Euro) Entschädigung gefordert, nachdem seine Fabrik wegen angeblicher struktureller Probleme geschlossen worden war. Während das Abkommen fordert, dass Markenhersteller Aufträge mit ihren Lieferanten – auch während einer Schließung – für zwei Jahre aufrechterhalten, befürchten Fabrikbesitzer, dass sie Aufträge verlieren, wenn sie ihre Anlagen schließen müssen. Wer die Arbeiter während der Reparaturarbeiten, wenn die Fabriken geschlossen sind, bezahlen soll, ist weiterhin ungeklärt.

Die „Alliance“ hat währenddessen 5 Mio. US-Dollar (ca. 3,7 Mio. Euro) bereitgestellt, um Fabrikarbeiter für die Zeit zu entlohnen, in der ihre Arbeitsstätten verbessert werden.

www.bangladeshaccord.org

www.bangladeshworkersafety.org

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2016-10-21T11:33:53+00:0002. Juni 2014|