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Interview mit Patrick Haendly, Eidex, über das Münchner Oktoberfest

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Patrick Haendly

Nicht nur für die Bayern ist das Münchner Oktoberfest eine feste Institution – aus allen Teilen der Welt reisen Liebhaber von Dirndl, Brezn und einer zünftigen Maß Bier zur Wiesn-Saison an. 2013 wurden rund 6,4 Mio. Besucher gezählt, die der Region Schätzungen zufolge innerhalb von zwei Wochen über eine Mrd. Euro Umsatz einbrachten. Bei einigen im Umkreis ansässigen Werbeartikelagenturen geht es rund um die Großveranstaltung auf der Theresienwiese ebenfalls betont bayerisch zu. Die WA Nachrichten sprachen mit Patrick Haendly – gemeinsam mit Thomas Gottschall Geschäftsführer der Baierbrunner Werbeartikelagentur Eidex – über Lebkuchenherzen, Nuckelkrüge und Akquise auf der Wiese.

Herr Haendly, wie wichtig ist das Oktoberfest für die Region, und wie nutzen die ansässigen Unternehmen das Event?

Patrick Haendly: Die Wiesn ist wie eine fünfte Jahreszeit, auf die sich jeder Münchner freut, ein Großereignis, dem man gemeinsam entgegenfiebern kann und das für jeden emotional besetzt ist – egal, ob man eher den Traditionen verhaftet ist oder das Feiern im Vordergrund steht.
Für viele Wirtschaftszweige stellt die Veranstaltung ohne Zweifel eine wichtige Einnahmequelle dar. Neben den Betreibern der Festzelte, Fahrgeschäfte und Verkaufsstände auf der Theresienwiese profitieren Einzelhandel, Hotellerie, Gastronomie und Transportunternehmen wie Taxifirmen und städtische Verkehrsbetriebe. Außerdem sind die Einnahmen aus Umsatz- und Gewerbesteuer für die Stadt München sicherlich nicht zu unterschätzen. Unbezahlbar ist der Marketing-Effekt: Das Oktoberfest hat ein positives Image und bringt den Münchnern weltweit hohe Sympathiepunkte ein. Sowohl Großkonzerne als auch kleine und mittelständische Betriebe laden Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden auf die Veranstaltung ein. Die Plätze in den Festzelten sind sehr rar und teuer, daher ist eine Einladung ein Zeichen großer Wertschätzung und bietet eine tolle Gelegenheit, Kontakte auf persönlicher Ebene zu vertiefen. Es geht darum, abseits steifer Geschäftsessen und zäher Meetings mal nicht alles bierernst nehmen zu müssen, und gerade diese Atmosphäre eignet sich wiederum bestens, um konkrete Projekte voranzubringen.

Welche Werbeartikel dominieren auf der Festwiese?

Patrick Haendly: Im Rahmen von schriftlichen Einladungen sind Maßkrugbänder sehr beliebt. Mit verschiedenen Stoffen und Anhängern aus Metall, Holz oder Horn lassen sich individuelle Looks z.B. in CI-konformen Firmenfarben kreieren. Mit Süßigkeiten gefüllte Bierseidl sind ebenfalls ein beliebtes Einladungstool – man bedient sich gerne traditioneller Artikel. Generell spielen Farbgebung und Symbolik eine große Rolle. Typisch bayerisch sind weiß-blaue Designs in Anlehnung an die bayerische Rautenflagge und Motive wie Edelweiß, Hirschgeweih, Brezn, Bierkrug und Lebkuchenherz. Die Lebkuchenherzen, die sich an manchen Ständen mit individuellen Sprüchen aus Zuckerguss verzieren lassen, dominieren seit Jahr und Tag. Einzig die Sprüche haben sich im Laufe der Jahre geändert. Die Abkürzung „HDL“ für „Hab dich lieb“ oder die Aufschrift „Wiesnluder“ sind neueren Datums. Zu den aktuellen Verkaufsschlagern zählen weiß-blaue Babyschnuller und Nuckelkrüge – das sind reguläre Babyfläschchen, die optisch einem Bierkrug nachempfunden sind.

Wie wichtig ist das Oktoberfestgeschäft für die Werbeartikelagenturen in der Region?

Patrick Haendly: Das Event ist für werbende Unternehmen ein willkommener Anlass, sich bei der Zielgruppe in Erinnerung zu rufen und Kunden auf emotionaler Ebene anzusprechen – dazu werden auch die passenden Werbeträger geordert, die Oktoberfest-Saison hat aber i.d.R. noch lange keine so große Bedeutung wie z.B. das Weihnachtsgeschäft. Viel wichtiger ist das Kundenbindungsmoment. Auch wir laden jedes Jahr Kunden und Mitarbeiter zum Oktoberfest ein.

Seit 2007 richten Sie die WerbeWiesn aus, eine Produktschau, die Sie gemeinsam mit vier Händlerpartnern organisieren. Wie setzen Sie das Oktoberfestthema auf der Messe um, und welche Reaktionen erhalten Sie von den Besuchern?

Patrick Haendly: Die Veranstaltung geht auf unsere Hausmesse zurück, die wir anfangs noch in unseren Firmenräumen ausgerichtet haben. Schon damals haben wir Tracht getragen, mittlerweile fordern wir auch Aussteller und Besucher auf, in Dirndl und Lederhose zu kommen. Damit heben wir uns nicht nur optisch von ähnlichen Veranstaltungen ab, die lockere Kleiderordnung wirkt sich auch positiv auf die Stimmung aus, das hören wir immer wieder von den ausstellenden Lieferanten und unseren Gästen. Die Messe findet nur wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung des Oktoberfests statt, und das Wiesn-Flair zieht sich durch die gesamte Veranstaltung – angefangen bei der Location, dem Paulaner am Nockherberg, über das bayerische Buffet inklusive traditionellem Fassanstich bis hin zum offiziellen Oktoberfest-Maßkrug, den wir als Abschiedspräsent überreichen. Außerdem können Eidex-Kunden an einem Gewinnspiel teilnehmen – dieses Jahr winkt als Preis einer der begehrten Wiesn-Zelt-Tische, und somit schließt sich der Kreis zwischen dem Original und unserer eigenen Veranstaltung.

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2016-10-21T11:33:51+00:0027. Juni 2014|