Neue Location, bewährtes Konzept: Nach zwei Ausgaben in der Kölnmesse fand die diesjährige Herbstausgabe der GWW-Trend am 22. September 2026 in der Xpost im Kölner Agnesviertel statt. Der Locationwechsel war aufgrund des Umzugs der PSI nach Köln erforderlich geworden, die ab 2027 in der Kölnmesse stattfinden wird.

Die Kölner Xpost bot der Trend nach dem erforderlichen Locationwechsel ein neues Zuhause.
Die Xpost, ein ehemaliges Paketzentrum, bot dem Veranstalter GWW (Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft e.V.) einen ebenso stimmungsvollen (für die Party am Vorabend im historischen Erdgeschoss) wie zweckmäßigen Rahmen (für die Messe selbst in der oben gelegenen Eventhalle). Dass ein ganzes Parkdeck aufgrund einer baufälligen Rampe gesperrt werden musste, war bei der Planung des Events nicht bekannt gewesen, führte jedoch zu Engpässen bei der Parksituation, sodass viele Besucher auf weiter entfernte Parkplätze zurückgreifen mussten. Auch die Tatsache, dass es zu wenig Aufzüge gab, um Stände und Material in die 1, Etage zu befördern, wurde seitens einiger Aussteller bemängelt.
All das tat der Bedeutung der Herbst-Trend als „Familientreffen“ der Branche jedoch keinen Abbruch. Während der GWW entschieden hat, die Frühjahrs-Trend 2027 nicht zu veranstalten, bleibt die Herbstausgabe eine zentrale Messeplattform vor dem Jahresendgeschäft. Mit 134 Lieferanten bewegte sich die Ausstellerzahl in etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Nicht nur für Hersteller und Importeure aus der DACH-Region, sondern auch für viele internationale Anbieter ist die GWW-Trend ein Pflichttermin, um Kontakte zum deutschen Werbeartikelhandel zu pflegen. „Der deutsche Markt wird für uns immer wichtiger, hier treffen wir die Multiplikatoren, um uns und unsere Produkte bekannter zu machen“, meint Joris Jansen van den Berg vom niederländischen Taschenspezialisten SL Bags. Aneta Niciak vom polnischen Hersteller Refloactive ergänzt: „Das Interesse an unseren reflektierenden Produkten ist enorm, es ist gut, dass wir hier sind.“
Werbeartikelberater aller Größenordnungen und aus ganz Deutschland nutzten die Gelegenheit, in entspanntem Rahmen ihre Lieferantenpartner zu treffen. Nach eigenen Angaben begrüßte der GWW 433 Besucher. Damit blieb die Besucherzahl leicht hinter der Zahl von 2025 zurück (544). Die Erwartungen der Teilnehmer wurden jedoch allem Anschein nach dennoch erfüllt. „Ein Meet and Greet mit guten Gesprächen“, konstatiert Martin Gauger, Protorio. „Die Frequenz stimmt, wir können mit vielen Händlerpartnern die Projekte der kommenden Monate einstielen“, meint Linus Böll, Troika. Auch die Stimmung auf den Gängen war z.T. bemerkenswert gelöst – angesichts eines weiterhin sehr angespannten Marktes keine Selbstverständlichkeit. Insgesamt zeigte sich die Branche routiniert und unaufgeregt.
Offensichtlich besteht weiterhin ein hoher Bedarf an einem Closed Shop-Format für Lieferanten und Agenturen, wie sie die Trend seit inzwischen 40 Jahren bietet. Ein Jubiläum, das der GWW nicht verstreichen ließ, sondern am Vorabend der Messe mit seinen Mitgliedern gebührend feierte. Dass dabei auch der DJ aus Branchenkreisen rekrutiert wurde, ist ein schönes Symbol für die Selbstwirksamkeit eines Sektors, der sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer wieder gegenseitig getragen hat. // Till Barth
Fotos: Till Barth, Mischa Delbrouck, Michael Scherer, © WA Media





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