Im Insolvenzverfahren über Kahla Porzellan, Kahla, steht seit dem 30. September 2026 fest, dass der Geschäftsbetrieb zum Ende des Jahres eingestellt wird. Nach Bekanntwerden der Insolvenz wurden, so der Insolvenzverwalter Rolf Rombach, zahlreiche Investorengespräche geführt, die jedoch ohne Ergebnis blieben. Nun sieht der Rechtsanwalt keine Möglichkeit mehr, den Geschäftsbetrieb über das Jahresende hinaus fortzuführen. Bestehende Aufträge sollen im Rahmen der verbleibenden Möglichkeiten abgearbeitet werden, um das Unternehmen entsprechend seiner Bedeutung würdevoll zu verabschieden, so der Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter. Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Lage belasten insbesondere die hohen Energiekosten den Betrieb. Auch notwendige Preiserhöhungen seien am Markt nur eingeschränkt durchsetzbar, sodass dem Unternehmen die wirtschaftliche Grundlage für die energieintensive Herstellung von hochwertigem Porzellan fehlt.
„Wir haben alle realistischen Möglichkeiten geprüft und ausgeschöpft“, erklärt Insolvenzverwalter Rolf Rombach. „Am Ende muss ein Insolvenzverwalter aber auch anerkennen, wenn eine Fortführung wirtschaftlich nicht mehr verantwortbar ist. Auch als Insolvenzverwalter kann man Lösungen nicht einfach herbeiwünschen.“





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