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60 Jahre Fare: Schirmwerk mit Zukunft und Geschichte

Innovationskraft, Design- und Qualitätsbewusstsein, Fernost-Know-how und Marktnähe haben Fare zu einem der führenden europäischen Schirmspezialisten gemacht. Zum 60. Geburtstag warten die Remscheider mit einer Weltneuheit auf.

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Regenschirme sind Produktklassiker, die man der landläufigen Meinung nach nicht neu erfinden kann. Kann man nicht? Kann man doch! Der Remscheider Schirmspezialist Fare zeigte jüngst auf der 60-Jahr-Feier des Unternehmens, wie das geht, und präsentierte den Besuchern eine echte Weltneuheit: iAuto ist der nach Unternehmensangaben erste Taschenschirm, der sich per Tastendruck nicht nur öffnen, sondern auch vollständig wieder schließen lässt. Möglich macht das ein im Griff eingebautes, spritzwassergeschütztes Elektronikmodul, das – mit einem Akku ausgestattet – an der Steckdose wieder aufgeladen werden kann. Mehr als vier Jahre Entwicklungsarbeit stecken in der Neuheit, die sich nicht nur als absolut funktional erweist, sondern auch ein eleganter Hingucker mit Hightech-Verarbeitung und damit idealer Repräsentant der Fare-Familie ist – schließlich verkörpert iAuto den Innovationsgeist der Remscheider, die jedes Jahr rund zehn echte Neuheiten in ihre Kollektion integrieren und sich damit eine Vorreiterrolle im Schirmsegment gesichert haben.

„Anfang der 1990er Jahre, als ich das erste Mal Kontakt mit der Branche hatte, bestanden die meisten Schirmsortimente noch aus gerade mal fünf oder sechs vergleichsweise günstigen, einfach produzierten Modellen“, erinnert sich Fare-Geschäftsführer Volker Griesel. „Es galt als Innovation, wenn man eine neue Farbe für den Bezug herausgebracht hat. Heute sind die Programme wesentlich vielfältiger und qualitativ besser. Schirme sind echte Designerstücke, die mit anderen Markenartikeln um den Einsatz als Werbebotschafter konkurrieren.“ Eine Entwicklung, an der Fare nicht unerheblichen Anteil hat.

Spannende Geschichte

Fare ist ein Akronym für Fassbender Remscheid und erinnert an Firmengründer Guenther Fassbender, der das Unternehmen 1955 als exportierenden Handelsbetrieb aus der Taufe hebt. Verkauft wird in der wirtschaftlichen Aufbauphase nach dem Krieg alles, was nicht niet- und nagelfest ist: Werkzeuge nach Nahost, TV-Geräte nach Singapur, ja sogar 2.500 Hektoliter Bier nach Nigeria. Volker Griesels Vater Gerhard tritt ein Jahr nach der Unternehmensgründung ins Geschäft ein, das er ab 1964 als Alleininhaber führen wird. Wie es oft mit guten Ideen ist, hilft dem Unternehmen der Zufall bei der Entwicklung seiner Ausrichtung auf die Sprünge: Auf seiner ersten Fernostreise 1962 lernt Griesel Senior einen japanischen Geschäftsmann kennen, der Schirmteile herstellt. Griesel beschließt in Kooperation mit den Japanern eine Importschiene für Schirmteile aufzubauen – der Einstieg der Remscheider ins Schirmgeschäft, das in den kommenden Jahrzehnten immer dominanter und schließlich das Hauptgeschäftsfeld von Fare werden wird. Aus Preisgründen ist Gerhard Griesel Anfang der 1970er Jahre gezwungen, neue Geschäftspartner zu suchen, und wechselt zunächst nach Taiwan und 1989 dann nach China.

Knapp 20 Jahre lang ist Fare Exklusiv-Lieferant für die größte Schirmfabrik Deutschlands in Wuppertal. Als der Kunde Mitte der 1990er Jahre Insolvenz anmelden muss, konzentriert man sich fortan immer stärker auf den Werbeartikelmarkt, der bis heute ausschließlich über das Großhandelsprinzip bearbeitet wird. Mit echten Produktinnovationen wie einem Mini-Taschenschirm aus Aluminium mit nur 200 g Gewicht oder dem ersten TÜV-zertifizierten Doppelautomatik-Taschenschirm im Oversize-Format gelingt es, die Expertise bei der Schirmfertigung auf das Werbeartikelsegment zu übertragen und in diesem Markt zu reüssieren.

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Der „Schirmherr“: Fare-Geschäftsführer Volker Griesel präsentiert die exklusive Jubiläumsedition (r) und die aktuelle Weltneuheit, den iAuto.

Kontinuierliches Wachstum

1991 tritt Gerhard Griesels Sohn Volker ins Unternehmen ein, erwirbt 1999 Unternehmensanteile und übernimmt die Geschäftsführung. Unter seiner Ägide gelingen der weitere Ausbau des Unternehmens, ein kontinuierliches gesundes Wachstum und die Stärkung des Markenprofils als qualitätsbewusster und innovationsreicher Werbeschirmlieferant. 2001 wird ein Neubau mit Hochregallager bezogen, der 2009 durch Erweiterung der Büroräume, ein zweites Hochregallager und die Integration einer Siebdruckerei ausgebaut wird. Sukzessive ist in den letzten Jahren der Exportanteil auf rund 25 bis 30% gesteigert worden, so Griesel, der hier die größten Entwicklungspotenziale sieht. Rund 40 Mitarbeiter beschäftigt Fare heute am Hauptsitz in Remscheid in Verwaltung, Vertrieb, Marketing, IT, Projektmanagement und Logistik. 2 Mio. Teile liegen in Remscheid auf Lager – das sichert Warenverfügbarkeit und kurze Lieferzeiten. Die Zentrale koordiniert zudem die Werbeanbringungen, die in Kooperations-Druckereien aus der Region vorgenommen werden. Möglich sind z.B. Domingsticker am Griffkopf, Lasersticker – gut geeignet für Personalisierungen – oder der klassische Siebdruck auf dem Bezug. „Siebdruck ist in unserer Branche ja weit verbreitet, der Siebdruck auf Schirmen allerdings eine sehr spezielle Technik, die nur wenige Anbieter beherrschen“, erläutert Griesel. „Wir sind froh, einen zuverlässigen Partner zu haben, der hier auf unserem Gelände für uns produziert, sodass wir kurze Wege haben und flexibel agieren können, ohne Qualitätsverluste in Kauf nehmen zu müssen.“

Enge Kontakte nach Fernost

Ähnlich ist das Verhältnis zu den Vorlieferanten in China. „Zu den wenigen Schirmfabriken, bei denen wir einkaufen, bestehen meist langjährige Partnerschaften“, präzisiert Griesel. „Wir kooperieren nicht mit den größten Fabriken, sondern mit solchen, von denen wir wissen, dass sie unser hohes Anforderungsprofil erfüllen, und für die wir als wichtigster Kunde einen hohen Stellenwert haben. Das gibt uns die Möglichkeit, jederzeit Einfluss auf die Produktion zu nehmen.“ Alle Fare-Zulieferer sind BSCI-zertifiziert, regelmäßige Kontrollen vor Ort sichern ein gleichbleibend hohes Qualitätslevel. Dabei profitiert das Schirmwerk aus Remscheid von der Zugehörigkeit zur JCK Holding. Seit 2006 ist die Quakenbrücker Holding, zu der u.a. auch die Werbeartikellieferanten Daiber, Halfar, Karlowsky, mbw und SND gehören, Gesellschafter bei Fare – für Griesel und sein Team ergeben sich daraus eine Menge Vorteile. „Die JCK hat ein eigenes Büro in China, deren Mitarbeiter wir in der Schirmfertigung geschult haben und die nun regelmäßig für uns Qualitätskontrollen vornehmen sowie Audits vor Ort vorbereiten bzw. durchführen. Über das der JCK angegliederte, unabhängig-akkreditierte Labor Labtech können zudem die verwendeten Materialien chemisch analysiert werden – das ist nicht zuletzt bei der Produktentwicklung sehr hilfreich.“ Der intensive Austausch mit den Kollegen, gemeinsame Marketing- und Vertriebsaktivitäten – mit Taschenspezialist Halfar teilt sich Fare sogar einen gemeinsamen Außendienst – sind weitere Synergieeffekte, die den Mitgliedern zugutekommen. „Dennoch sind alle Unternehmen absolut eigenständig und autark in ihren Entscheidungen“, betont Griesel. „Wir sind alle Spezialisten für unsere jeweiligen Bereiche – darin liegt auch unsere Stärke.“

fare_1fare_2Doming und Siebdruck gehören zu den meistgefragten Individualisierungstechniken bei der Schirmveredelung. Die Siebdruckerei befindet sich auf dem Firmengelände.

 

Sicherheit und Qualität

Mit eben diesem charakteristischen Spezialistentum, das gerade in Zeiten immer kritischer und vorsichtiger werdender Kunden auch von vielen Händlern zunehmend eingefordert wird, haben sich die Remscheider einen Spitzenplatz in ihrem Marktsegment gesichert. Kompetenz in Herstellung und Veredelung von Schirmen kommt letztlich sowohl dem Kunden als auch dem Nutzer des Schirms zugute. Das werbende Unternehmen kann sich darauf verlassen, dass es funktionale Markenbotschafter einsetzt, die nicht nur optisch zu überzeugen wissen, sondern auch langlebig sind, detailverliebt konstruiert werden und auch nach monatelangem Nicht-Gebrauch im Sommerhoch bei dann ebenso plötzlichen wie heftigen Regenschauern noch zuverlässig ihre Dienste tun.

Die Sicherheit der Schirme dokumentiert auch die TÜV-Zertifizierung, die Fare für eine Vielzahl seiner Top-Modelle – z.B. für die komplette Windfighter-Serie – durchführen lässt. „Wir haben zusammen mit dem TÜV als erstes Unternehmen ein sogenanntes Q-Zertifikat für Schirme entwickelt. Das ist ein Dauer-Zertifikat, d.h. der TÜV schaut sich regelmäßig unsere Ware an und führt umfangreiche Tests mit den Schirmen durch, um sie auf die Punkte Bedienungsfreundlichkeit, Bruchsicherheit, hochflexible Schienenkonstruktion, Wasserdichte und Windsicherheit hin zu überprüfen. Wir können uns Mängel in der Herstellung also gar nicht erlauben, da uns sonst das TÜV-Zertifikat nicht weiter ausgestellt werden würde.“ Auch bei Sonderanfertigungen zeigt sich die Herstellerkompetenz der Remscheider. Das Schirmwerk produziert nicht nur exklusive und besonders hochwertige Modelle für die wenigen verbliebenen Schirmfachhändler in Deutschland – „sehr aufwendige Produktionen, die aber enormen Spaß machen“, so Griesel –, sondern auch kundenindividuelle Auflagen im Werbebereich. Neben der Bespannung bietet vor allem der Griff Möglichkeiten zur individuellen Umsetzung. Der aktuelle Katalog zeigt diverse Beispiele: So wurden u.a. für den Werkzeughersteller Wera Schirme mit Griffen in Form der Wera-Tools, für Mini solche mit Griffen im Schaltknaufdesign realisiert.

Ideenschmiede

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Auch im Standardsortiment beeindruckt der Ideenreichtum: Stets beweisen die Remscheider aufs Neue, dass „Schirm eben doch nicht gleich Schirm“ ist. Fürs Jubliäumsjahr wurden allein zehn echte Neuheiten aufgelegt, darunter Schirme mit integriertem Kapselöffner, Schirme aus recycelten PET-Flaschen, Schirme, die vollflächig ohne störende Nähte von innen bedruckt werden (nämlich von einem Kooperationspartner in England), Schirme mit reflektierender Beschichtung oder mit abgestimmten Farbakzenten an Stock, Schienen und Griffen – besonders gut für die CI-gerechte Darstellung geeignet. „Wir hätten noch viel mehr Ideen umsetzen können“, berichtet Griesel, „haben uns aber noch einige für die nächsten Jahre aufbewahrt.“ Eine Produktentwicklungsabteilung im eigentlichen Sinne gibt es übrigens nicht. „Natürlich schauen wir uns auch auf Messen um und nehmen nicht zuletzt die Anregungen, die von Händlern an unseren Außendienst und unser Vertriebsteam um Günter Schmidt und Lutz Albrecht herangetragen werden, dankbar auf. Viele Ideen entwickeln wir dann gemeinsam weiter. Das ist das Tolle an unserem Team: Dass sich alle Mitarbeiter, die z.T. ja schon viele Jahre hier arbeiten, mit einbringen und mit dem Unternehmen und unseren Produkten identifizieren.“

Angesichts der vielen echten Experten im Schirmwerk von Remscheid wird Fare daher auch in Zukunft mit Innovationen aufwarten und mit dem iAuto wohl nicht zum letzten Mal beweisen, dass man Schirme eben doch neu erfinden kann.

www.fare.de

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2017-10-02T12:17:49+00:0024. Juli 2015|