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Zuckerlwerkstatt: Kunterbunter Augenschmaus

Mit ihrem Start-up Zuckerlwerkstatt lassen Maria Scholz und Christian Mayer nicht nur die Wiener Bonbonmachertradition wieder aufleben, sie versüßen auch Werbeartikelprofis die Suche nach Präsentideen mit Garantie auf Gaumenfreude.

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Manchmal muss man eben doch erst in die Ferne schweifen, um zu erkennen, dass das Gute ganz nah liegt. So erging es zumindest Maria Scholz und Christian Mayer von der Wiener Zuckerlwerkstatt. Während eines Urlaubstrips nach Holland, Dänemark und Schweden besuchte das österreichische Paar mehrere Bonbonmanufakturen. „Die handwerkliche Bonbon- und Lolliproduktion hat im Norden eine lange Tradition, die bis heute gepflegt wird“, erklärt Mayer. „In einem Geschäft haben wir uns ganze sechs Stunden aufgehalten, so fasziniert waren wir. Wir haben bei der Herstellung zugeschaut, uns mit Kostproben verwöhnen lassen und lange mit der Inhaberin gesprochen, die uns schließlich mit den Worten ‚Gründet doch einfach eine eigene Bonbonmanufaktur‘ verabschiedete.“

Der Gedanke ließ den Sänger und die Juristin nicht mehr los, und zurück in Österreichs Hauptstadt begannen sie, die Geschichte des Bonbonmachens zu recherchieren. Mayer: „Dabei stellten wir fest, dass es in Wien, das seit den Habsburgern als wichtiges Zentrum der Süßspeisen- und Confiserie- Kunst gilt, früher sehr viele Zuckerlhersteller gab. Leider sind von einst 375 Bonbongeschäften nur eine Handvoll übrig geblieben. Der letzte produzierende Betrieb wurde in den 1970er Jahren geschlossen.“ Nicht einmal zwei Monate nach ihrer Rundreise stand für Mayer und Scholz der Entschluss fest, die entstandene Lücke wieder zu füllen, der Wiener Bonbonkultur neues Leben einzuhauchen und den süßen Köstlichkeiten ihren Stellenwert neben Sachertorte, Mozartkugeln und Mannerschnitten zurückzugeben. Nach weiteren neun Monaten öffnete im Oktober 2013 die Zuckerlwerkstatt in der Herrengasse im 1. Wiener Bezirk – eine Kombination aus farbenfrohem Ladenlokal und wunderbar duftender Produktionsstätte.

Made in Austria

Während Maria Scholz die Buchhaltung im Blick hat und den Kundenkontakt pflegt, kümmert sich Christian Mayer um die Produktion und entwickelt neue Zuckerlsorten.

Während Maria Scholz die Buchhaltung im Blick hat und den Kundenkontakt pflegt, kümmert sich Christian Mayer um die Produktion und entwickelt neue Zuckerlsorten.

In der Showküche wird von Hand und live unter den Augen der Gäste gemischt, gewogen, gekocht, geformt und gehackt. Beider Herstellung der kleinen Kunstwerke ist sowohl Fingerspitzengefühl als auch Kraft gefragt: Zunächst werden Zucker, Glucose und Wasser in einem Kessel erhitzt. Danach kommt die Masse zur Abkühlung auf eine Granitplatte und wird mit natürlichen Aromen, ätherischen Ölen und farbgebenden Zutaten versetzt. Dabei kommen überwiegend natürliche Pflanzenextrakte zum Einsatz. Damit sich alle Komponenten ideal miteinander verbinden, wird die Masse anschließend geknetet und in dicken Strängen wiederholt über einen sogenannten Zuckerhaken gezogen. Die dadurch eingearbeitete Luft verstärkt die Intensität der Aromen und erzeugt die typisch seidig-glänzende Oberfläche.

Bei der Produktion greift das mittlerweile 16 Mitarbeiter starke Team auf bis zu 150 Jahre alte Fertigungstechniken zurück. Besondere Unterstützung in Form von Originalkatalogen, alten Rezepturen und Erzählungen aus der Blütezeit der Bonbonproduktion erhielten die Gründer dabei von Fritz Heller, Enkelsohn von Wilhelm Heller, einem der beiden Gründer der berühmten Wiener Süßwarenfabrik Heller. Mit der Schokoladenmanufaktur Zotter hat die Zuckerlwerkstatt Kontakt zu einem weiteren bekannten österreichischen Süßwarenspezialisten geknüpft, von dem Schokolade und Haselnussmark bezogen werden. „Die Ansprüche von Firmengründer Josef Zotter an Handwerk und Qualität sowie seine Bio- und Fairtrade-Philosophie stimmen mit unserer Denkweise zu 100% überein“, so Mayer, der auch seine eigenen Produkte mit dem Bio- und Fairtrade-Siegel zertifizieren lassen möchte.

In aller Munde

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Während die Original Wiener Seidenzuckerl – gefüllte polsterförmige Bonbons in typischem Streifenmuster – vor allem die ältere Wiener Kundschaft begeistern und Erinnerungen an früher wachrufen, sind die Motiv-Zuckerl bei der jüngeren Zielgruppe und bei Firmenkunden gefragt. Über die Standard-Produktlinien wie z.B. den Früchte-, Herzerl-, Weihnachts- und Ostereditionen hinaus wird das süße Naschwerk mit individuellen Motiven zum Augenschmaus. Nicht nur Firmenlogos und Symbole, auch Buchstaben und – in Abhängigkeit zur Größe – ganze Worte lassen sich in die Bonbons einarbeiten, die den in England beliebten Rock Candies nachempfunden sind.

Automobilhersteller Citroën setzte bei diversen Präsentationen seines neuen Kompaktwagens C4 Cactus mit Citroën-Logos und Kakteen veredelte Motiv-Zuckerl in 10 g-Zellophanbeuteln als Giveaway ein. Der Flughafen Vienna International Airport versendete weltweit gebrandete Bonbons in hochwertigen Gläsern an Businesspartner, und sogar ein Liechtensteiner Zahntechniker umwarb seine Zielgruppe mit süßen Grüßen, die kleine Zähnchen zierten. Red Bull, Microsoft und McDonalds, Deutsche Bank, Raiffeisen und diverse Hotels – vom Hilton übers Kempinski bis zum Steigenberger – vertrauten ebenfalls bereits auf die Zuckerlmacherkompetenz der Österreicher. „Bislang hat uns jeder Auftrag im B2B-Bereich mindestens einen Neukunden beschert, der bei einer Werbe- oder Präsentaktion mit unseren Produkten beschenkt und so auf uns aufmerksam wurde“, freut sich Mayer. Um auf diese „Mundpropaganda“ aufbauen zu können, hat das Start-up einen speziell auf den Werbeartikelmarkt zugeschnittenen Produktfolder entwickelt, der das Rüstzeug liefert, um im kommenden Jahr noch viele weitere schmackhafte Unikate umzusetzen, deren Werbebotschaften genüsslich auf der Zunge zergehen.

// Jasmin Oberdorfer

www.zuckerlwerkstatt.at

Bildquelle: Die Zuckerlwerkstatt e.U.

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2016-10-21T11:32:27+00:0022. Dezember 2015|