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Anhängsel: Hoher Niedlichkeitsfaktor mit Ecken und Kanten

Aus einer Geschichte des Großvaters über sagenumwobene polygone Objekte aus der Tiefsee machten drei Osnabrücker Jungunternehmer ein Geschäftsmodell. Sie entwickeln und vertreiben Mini-Vasen, die als Eyecatcher Gegenstände aller Art aufwerten und Farbe ins Alltagsgrau bringen.

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Ein gemütlicher Lehnstuhl, Kerzenschein, der Wind pfeift ums Haus, und eine Kinderschar, eingemummelt in kuschelige Wolldecken, spitzt gebannt die Ohren – so in etwa stellt man sich die Szenerie vor, wenn Henning Pottharst von seinem geschichtenerzählenden Großvater spricht. Eines der Abenteuer ist Pottharst und seinem Bruder Steffen besonders in Erinnerung geblieben: 1876 brach Kapitän Wille mit seiner Crew auf dem Dampfschiff Voringen von Norwegen Richtung Nordmeer auf. An Bord waren auch zwei Forscher, die mit Schleppnetzen nach Leben in den Meerestiefen suchten. Neben Fischen, Krebsen und Muscheln verfingen sich auch auffällige, kleine Behälter in den Netzen. Fasziniert von den polygonen Objekten trugen die Seeleute die praktischen Accessoires stets bei sich, was ihnen den Namen Anhängsel einbrachte. Auch wenn alle ihre Anhängsel liebten, am Ende der Reise sammelten die Forscher alle Formen ein, um sie der Wissenschaft zur Verfugung zu stellen – seither wurden die außergewöhnlichen Schätze aus der Tiefsee nie mehr gesehen.

Die Nordmeerexpedition auf der Voringen hat es tatsächlich gegeben, so viel steht fest. Wie viel vom Rest der Erzählung einzig Opas Fantasie entsprungen ist, wird sich vermutlich nie ganz klaren lassen. Den Pottharst-Geschwistern ist das aber auch herzlich egal, schließlich schreiben sie mittlerweile ihre ganz eigene Geschichte: Anfang 2016 gründeten die Brüder – einer mit Studienabschluss in Freiraumplanung und Landschaftsarchitektur, der andere in Marketing und Logistik – gemeinsam mit Medienkultur-Absolvent Henning Flaspöler das Start-up Anhängsel und holten die Formen vom fiktiven Meeresgrund auf die reale Ladentheke.  

Für den individuellen Look

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Finden mit ihren Accessoires immer mehr Anhänger (v.l.): Henning Pottharst, Henning Flaspöler und Steffen Pottharst.

„Unsere Mini-Vasen bestehen aus robustem, besonders stoßfestem Kunststoff und wurden bislang mit einem 3D-Drucker produziert. Aktuell steigen wir auf die Herstellung im Spritzgussverfahren um, damit wir höhere Stückzahlen fertigen können. Zur Auswahl stehen die fünf Formen Lom, Bok, Ka, Sula und Osa, die nach norwegischen Fjorden benannt sind“, berichtet Henning Pottharst. Die Befestigungsmöglichkeiten variieren je nach Einsatzzweck: In der magnetischen Ausführung lassen sich die Anhängsel ideal auf metallischen Oberflächen wie Kühlschrank oder Laptop befestigen. An Spiegeln und Fliesen haftet die Saugnapf-Variante, und wer sein Anhängsel am Fahrrad, Kinderwagen oder Golf-Kart anbringen mochte, wählt die Stangen-Edition. Vorschläge für die passende Befüllung liefert das Start-up gleich mit: pflegeleichte Luftpflanzen, die ganz ohne Erde auskommen und nur einmal die Woche mit Wasser angesprüht werden müssen. Als komplett unverwüstliche Alternative stehen Plastikpflanzen zur Verfügung, mit denen sich die aussergewöhnlichen Accessoires auch gänzlich ohne Grünen Daumen befüllen lassen.

Vertrieben werden die skandinavisch inspirierten Designobjekte über den Online-Shop und den Einzelhandel. Ausgehend von ihrer Heimatstadt Osnabrück, hat sich das Start-up mittlerweile ein überregionales Händlernetzwerk aufgebaut. „Besitzer von Geschenkeläden und kleinen Boutiquen waren sofort begeistert, und auch im Buch-, Blumen- und Fahrradfachhandel haben wir schnell Abnehmer gefunden“, so Henning Pottharst. „Gekauft wird unser Produkt zu rund 70% von Frauen. ‚Oh, die sind aber süß‘ bekommen wir ganz oft als erste Reaktion zu hören.“ Mit den stylishen Objekten trifft das Start-up den Nerv der Zeit und greift den aktuellen Individualisierungstrend auf – so gibt die Mini-Vase am Fahrradlenker jedem Drahtesel eine persönliche Note, peppt langweilige Kühlschranktüren auf oder sorgt im Auto für ein gemütliches Flair. Aber auch praktische Verwendungszwecke kann man den Mini-Vasen durchaus nicht absprechen: Als kreative Stiftehalter werden die polygonen Formen im Büro zum Hingucker, und am Badezimmerspiegel befestigt, sind Wattestäbchen oder Eyeliner stets griffbereit. Henning Pottharst: „Die verrücktesten Ideen kommen von den Anwendern selbst. Z.B. erhielten wir von einem Piloten ein Foto aus dem Cockpit, wo ihm ein Anhängsel als Aufbewahrung für Naschwerk dient. Ein anderer Kunde hat beim Fahrradfahren stets eine Bifi im Anhängsel griffbereit, falls ihn der plötzliche Hunger überkommt.“

Bleibt haften

wn358 anhaengsel 2 - Anhängsel: Hoher Niedlichkeitsfaktor mit Ecken und KantenNeben dem Einzelhandelsvertrieb fokussiert sich das Anhängsel-Team auch auf Unternehmen aus dem Werbeartikelhandel, die ihren Kunden innovative haptische Werbeträger anbieten. Erste Projekte wurden mit Luxushotels umgesetzt, die ihren Gästen bei der Abreise ein besonderes Präsent überreichen wollten, das sie auch Wochen nach dem Urlaub an die schöne Zeit zurückdenken ließe. „Weitere Einsatzmöglichkeiten sehen wir bei Street-Promotions, On-Pack- und Gutscheinaktionen oder Mailings“, zählt Henning Pottharst auf. „Nicht nur unsere Mini-Vasen sind aufgrund ihrer geringen Größe und ihres geringen Gewichts ein idealer Mailingartikel, auch die Luftpflanzen lassen sich problemlos verschicken.“

Uber die fünf Standardfarben hinaus ist eine CI-gerechte Farbgestaltung möglich; die Veredelung mit Firmenlogos erfolgt im Tampondruck oder via Aufkleber. Die Umstellung auf das Spritzgussverfahren erlaubt künftig die Umsetzung geprägter oder erhabener Motive und schafft damit eine zusätzliche haptische Komponente. Die Verpackung – eine fünfeckige Kartonage, in das das Anhängsel integriert ist – lasst sich ebenfalls individuell gestalten. So bleiben nicht nur die polygonen Objekte langfristig am Fahrrad, Spiegel oder Kühlschrank hängen, sondern auch die Werbebotschaft im Gedächtnis der Zielgruppe.

// Jasmin Oberdorfer

http://anhaengsel.de

Bildquelle: Anhängsel

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2017-02-09T16:20:16+00:0009. Februar 2017|