2222222222 - EU-Kommission: Safety Gate-Bericht veröffentlichtAm 5 April 2019 veröffentlichte die Europäische Kommission ihren Bericht 2018 über das Safety Gate. Das Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte ermöglicht einen schnellen Informationsaustausch zwischen EU/EWR-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission über gefährliche Non-Food-Produkte, die die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher gefährden. Dem Bericht zufolge tauschten die Behörden 2.257 Warnmeldungen über gefährliche Produkte aus. Die meisten Warnmeldungen entfielen auf die Kategorie Spielzeug (31%), gefolgt von Kraftfahrzeugen (19%) und Bekleidungs-, Textil- und Modeartikeln (10%). Als Hauptrisiken wurden chemische Risiken und Verletzungsgefahr (jeweils 25%) sowie Erstickungsgefahr für Kinder (18%) festgestellt. Mehr als die Hälfte aller entdeckten gefährlichen Produkte stammte aus China.

„Das Safety Gate ist ein wichtiges Instrument zum Schutz der Menschen in Europa vor gefährlichen Produkten“, so Věra Jourová, Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung. „Laut Bericht gab es mehr als 2.000 Warnmeldungen und fast doppelt so viele Rückrufe und Rücknahmen vom Markt.“ Produktrückrufe sind eine der häufigsten Maßnahmen zur Verringerung der Risiken, die von gefährlichen Produkten ausgehen. Laut Pressemitteilung sei der Anteil an Produkten, die von Verbrauchern zurückgegeben werden, jedoch nach wie vor gering. Die Ergebnisse einer neuen Umfrage zeigen, dass ein Drittel der Befragten sogar bewusst weiterhin auf Rückrufprodukte zurückgreift. Das deute darauf hin, dass Rückrufe möglicherweise keine großen Auswirkungen auf die Verbraucher haben und/oder dass nicht deutlich genug auf das jeweilige Risiko hingewiesen wird.

Über das Schnellwarnsystem Safety Gate – ehemals RAPEX – können seit 2003 Informationen über gefährliche Non-Food-Erzeugnisse, die in Europa vom Markt genommen bzw. zurückgerufen wurden, schnell zwischen den Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission ausgetauscht werden. Für das Safety Gate wurde eigens eine Website eingerichtet; dort werden wöchentlich rund 50 Warnmeldungen veröffentlicht.

https://ec.europa.eu

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