
Lieferanten wie Makito präsentierten sich auf der PMG Promogift mit sehr aufwendigen, CI-gerechten Ständen.
Der guten Stimmung während der Veranstaltung taten die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen an zentralen Hallen der Messe Madrid in der spanischen Hauptstadt keinen Abbruch: Nach offiziellen Angaben präsentierten sich auf der PMG Promogift, der „Internationalen Messe für Werbeartikel und Techniken zur Personalisierung“, mehr als 160 Aussteller aus den unterschiedlichsten Segmenten des Marktes. In Zusammenarbeit mit den beiden spanischen Branchenverbänden aimfap und Fyvar wurde die Veranstaltung, die vom 12. bis zum 14. Januar d.J. in der Halle 12 stattfand, erneut organisiert von der Ifema Madrid. Parallel dazu fand vom 13. bis zum 15. Januar die 10. Ausgabe der für Drucker und Veredler besonders relevanten Veranstaltung C!print in der benachbarten Halle 14 statt. Besucher mussten sich für beide Veranstaltungen als Fachleute legitimieren und für die jeweiligen Messen separat registrieren lassen.
Die Anbieter haptischer Werbung auf der PMG repräsentierten das Spektrum des Marktes für gegenständliche Werbeträger gut. Es gab Klassiker und Weiterentwicklungen bzw. neue Farbstellungen und Optimierungen zu sehen, regelrechte Innovationen waren allerdings selten. Dominant wie schon in der Vergangenheit: die Anbieter von Textilien, die ihr häufig sehr umfangreiches Portfolio nicht selten eindrucksvoll in Szene setzten.
Die international agierenden Lieferanten präsentierten sich, ebenso wie Spezialisten, die spezifische Produkte – etwa Sombreros – anboten, mit z.T. sehr aufwendigen, CI-gerechten Ständen. Besonders signifikant hier war der Auftritt von Platzhirsch Makito: Der Importeur mit Zentralsitz im spanischen Pulpi-Almeria dominierte mit seinem imposanten Stand die Halle. Auch die beiden spanischen Verbände zeigten mit eigenem Stand und Areal Flagge und boten ihren Mitgliedern und solchen, die es werden wollten, Möglichkeiten zum angeregten Gedankenaustausch bei Snacks und Getränken.

Die beiden spanischen Branchenverbände aimfap und Fyvar zeigten als Messeveranstalter mit eigenem Areal Flagge und boten Möglichkeiten zum angeregten Gedankenaustausch bei Snacks und Getränken.
War am ersten Tag der Besucherstrom noch relativ übersichtlich, so hatten die Aussteller am zweiten Tag der Veranstaltung augenscheinlich guten Zuspruch. Die Mehrheit äußerte sich jedenfalls zufrieden mit der Qualität und Quantität der Besuchenden (offizielle Angaben zu den Besucherzahlen lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor).
Ergänzt wurde die Messe durch ein Vortrags- und Seminarprogramm, das beispielsweise im PMG Forum Themen wie den Einsatz von KI im Werbeartikel-Business, die Relevanz von Nachhaltigkeit sowie die Frage nach strukturellen Veränderungen in der europäischen Branche beinhaltete. Namentlich die jüngsten Zusammenschlüsse und Übernahmen großer Importeure und Händler wurden auch an den Ständen kontrovers diskutiert.
Angesichts der allgemeinen Verunsicherung durch instabile Rahmenbedingungen in Politik und Wirtschaft und die Unwägbarkeiten, in welche Richtung sich die europäische Branche für haptische Werbung entwickelt, war die Stimmung nicht euphorisch, aber auch nicht bloß verhalten oder gar resignativ, sondern vorsichtig optimistisch, dass Wege gefunden werden, die die bewährte Innovationskraft der Branche weiter profilieren.
Die nächste Ausgabe der PMG soll vom 12. bis zum 14. Januar 2027 stattfinden (zeitgleich zur PSI-Premiere in Köln), erneut in den Messehallen in Madrid.
// Michael Scherer
Fotos: Michael Scherer, © WA Media




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