Am 5. und 6. Mai 2026 stand auf dem Messegelände Hamburg alles im Zeichen von Marketing und digitaler Wirtschaft, denn die OMR öffnete zum 16. Mal ihre Pforten. Laut Veranstalter Ramp106 reisten rund 70.000 Besucher in die Hansestadt, um sich bei über 1.000 Ausstellern, mehr als 800 Speakern und zahlreichen Keynotes, Masterclasses und Side Events über Digitaltrends und Online-Marketing zu informieren und zu netzwerken.
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, war The Hapticologist – The Center of Seven Senses erneut angetreten, um mitten im Epizentrum der Online-Werbung der haptischen Werbung mehr Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit zu verschaffen und ein klares Signal zu setzen, dass Merch auch im digitalen Zeitalter nichts von sein Wirkung und Faszination verloren hat, sondern im Gegenteil relevanter und modern ist denn je.
14 führende Unternehmen der Branche hatten sich in diesem Jahr der Initiative angeschlossen. Neben den neun Lieferanten und Herstellern Fare, Halfar, Kalfany Süße Werbung, mbw, Polyclean, prodir, Richartz, Sigg und uma waren noch die drei Werbeartikelagenturen cyber-Wear, Kolibri und Rheinwalt, das PSI sowie als Medienpartner HAPTICA aus dem Hause WA Media in Hamburg mit am Stand.
Bar mit Wiedererkennungswert
Genau wie im vergangenen Jahr präsentierte sich The Hapticologist als grüne Oase im digitalen Dschungel und sorgte so erneut für Aufsehen und einen Wiedererkennungswert. Mehrere Besucher konstatierten, dass sie sich nach ihrem Besuch im letzten Jahr intensiver mit haptischer Werbung beschäftigt oder sogar Bestellungen platziert hatten. „Viele Besucher haben auch dieses Jahr gesagt, dass wir den coolsten Stand der Messe hätten“, freut sich Luisa Richartz, Projekt- und Prozessmanagerin bei Richartz. Das will angesichts der großen Konkurrenz – die OMR ist ein einzigartiges Spektakel, auf dem Brands wie Porsche oder McDonald’s riesige Areale mit entsprechend aufwendigen Standinszenierungen bespielen – schon etwas heißen. Doch der ganz in grünes Licht getauchte Stand lockte mit ansprechenden Videoinstallationen, heißen und lauten Beats von DJs und der Versprechung auf leckere Cocktail- und Kaffeekreationen zahlreiche OMR-Teilnehmer an. Von morgens bis zu den späten Abendstunden bei der Standparty war die Fläche ausgesprochen gut gefüllt – insgesamt zählte das Hapticologist-Team beeindruckende 5.000 Leads.
Stärker als in 2025 wurde das Merch-Thema in den Fokus gerückt. In gut ausgeleuchteten Vitrinen waren Highlight-Produkte der Lieferanten mit Hapticologist-Logo und -Design ausgestellt. Hier fanden sich Regenschirme, Trinkflaschen oder Brillenreiniger mit Dschungel-Print, veredelte Trinkflaschen, Schlüsselanhänger, Multitools und Schreibgeräte im speziellen OMR-Look, energiespendende Gummibärchen und zahlreiche weitere Produkte, die die Vielfalt der haptischen Werbung widerspiegelten. Zudem zeigten beispielhaft eigens für den Messeauftritt zusammengestellte Kollektionen von Lufthansa und Kärcher, was im Bereich haptischer Werbung alles möglich ist.
Henrike Stegemann von mbw freute sich besonders über die erneut große Beliebtheit der OMR-Quietscheente: „Bereits letztes Jahr durften wir die OMR-Ente als Giveaway umsetzen. Auch im zweiten Jahr gab es sie wieder, diesmal in einer anderen Farbvariante. Mittlerweile sieht man die Ente überall im Zusammenhang mit der OMR – und wir freuen uns sehr, dass wir dafür ein kleines Maskottchen schaffen konnten.“ Auch Richartz zog ein positives Fazit zum Stand: „Die Messe ist ganz anders als gewohnt, aber mit unglaublich viel Energie, Spaß und tollen Begegnungen. Die besondere Stimmung am Stand, das großartige Team, DJ, Cocktails und die vielen guten Gespräche zeigen, wie viel Freude in unserer Branche steckt.“
Und darum ging es auch in der Hauptsache: Nicht die eigenen Produkte in den Vordergrund zu rücken, sondern die Einsatzmöglichkeiten und Wirkweisen haptischer Werbung nahezubringen. An den Bars und Stehtischen am Stand konnten sich die Besucher selbstverständlich mit Giveaways ausstatten und so den Effekt und die Begehrlichkeit von Merch selbst spüren.
Im Vergleich zur Premiere im letzten Jahr wurde das Standkonzept leicht überarbeitet. „Der zusätzliche Ein- und Ausgang haben spürbar geholfen. Der Stand war offener, die Besucher konnten mehr Produkte entdecken, und viele erkannten uns sogar schon wieder“, fasst Stegemann zusammen.
Zu den Neuerungen zählte auch ein speziell hergestellter Coin, der gegen einen Cocktail eingetauscht werden konnte. Die Aktion war so erfolgreich, dass schon am späten Vormittag des ersten Messetags alle Coins ausgegeben waren und die Besucher über QR-Codes an ihre Drinks kamen. Wer den Coin als Souvenir behalten wollte, konnte ebenfalls einen aufgedruckten QR-Code scannen und so live erleben, wie sich haptische Werbung und digitale Medien ideal ergänzen.
Masterclass & Guided Tour
Wie im letzten Jahr standen auch eine Masterclass sowie eine Guided Tour auf dem Programm von The Hapticologist, die beide im Vorfeld rasch überbucht waren.
Die Masterclass zum Thema „Why Advertising Fails – and Brand Experience Wins” wurde von Steven Baumgaertner, einer der treibenden Kräfte hinter The Hapticolgist, moderiert. Zunächst präsentierte Olaf Hartmann vom Multisense Institute aktuelles Wissen aus der Forschung zum Thema Brand Experience und brachte passende Beispiele aus der Praxis an, die den Zuhörenden bewiesen, dass haptische Werbeartikel als sogenannte Leuchtturmerlebnisse für Bindung zur Marke sorgen können. Nach Hartmanns Vortrag sprachen Jennifer Treiber-Ruckenbrod, Leiterin Markenführung und Marketing bei Mini, sowie Alexander Timm, Head of Merchandising beim FC St. Pauli, und Martin Drust, Leitung Markenstrategie des FC St. Pauli, über ihre Erlebnisse mit Markenbildung und Merchandising in der Praxis. Eine sehr spannende Veranstaltung, die von vielen Teilnehmern hoch gelobt wurde.
Im Rahmen der Guided-Tour, die ebenfalls von cyber-Wear-CEO Baumgaertner geleitet wurde und unter dem Motto „Merch that works – Experience the best Merch ideas from leading brands live“ stand, wurden verschiedene Messestände, darunter Porsche und die Süddeutsche Zeitung, besucht. Abgeschlossen wurde die Tour am The Hapticologist-Stand mit einer Networking-Runde und der Chance, tolle Giveaways zu gewinnen.
Nach Abschluss der beiden aufregenden Messetage zog das gesamte Team ein positives Resümee. „Die Art und Weise, wie das Team vor Ort die gesamte Branche repräsentiert hat und als Einheit wahrgenommen wurde, ist phänomenal und sehr außergewöhnlich“, fasst Baumgaertner zusammen. Auch Jan Breuer von mbw zeigte sich begeistert: „The Hapticologist ist ein Zusammenschluss führender Lieferanten und innovativer Werbeartikelhändler mit der gemeinsamen Mission, zu zeigen, welche Kraft echte, haptische Markenkommunikation heute hat. In allen Hallen wurde über unseren auffälligen Auftritt gesprochen, weil wir gezeigt haben, wie man Merchandising und Werbeartikel heute richtig inszeniert: kreativ, emotional, aufmerksamkeitsstark und mit echtem Erlebnischarakter.“
Das enorme Interesse der OMR-Besucher zeigt, dass die Werbeartikelbranche auch bei den Profis des digitalen und Online-Marketings ernst genommen und angenommen wird und auf großes Interesse stößt, sofern sie sich so modern, professionell und erlebnisorientiert präsentiert wie in diesem Mai.
Die nächste Gelegenheit dazu besteht 2027. Dann findet die OMR erstmals an drei Tagen statt, und zwar vom 3. bis 5. Mai, erneut in der Messe Hamburg. // Sophia Arnold
Fotos: Sophia Arnold, Dr. Mischa Delbrouck, Michael Scherer, Sarah Vieten; © WA Media