Nach der Premiere des International Leadership Summit im vergangenen Jahr fand vom 8. bis zum 10. Juni 2026 eine zweite Ausgabe des Kongresses statt. Damit setzten der europäische Dachverband EAC (European Associations Cooperation) und der amerikanische Branchenverband PPAI (Promotional Products Association International), die auf vielen Ebenen eng kooperieren, ihre Zusammenarbeit auch auf der Ebene gemeinsamer Events fort.

Mit einer Mischung aus Vorträgen, Panel-Diskussionen, Workshops und zahlreichen Gelegenheiten zum Networking möchte der Gipfel, der erneut im belgischen La Hulpe nahe Brüssel veranstaltet wurde, den Austausch und die Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Werbeartikelbranche fördern, Wissen und Best Practices teilen und die Professionalisierung der Branche vorantreiben.
Rund 75 internationale Führungskräfte aus Europa sowie aus den USA, Kanada, Indien und Australien zählte der Summit in diesem Jahr, also rund zehn mehr als bei der Premiere 2025. Erneut hatten EAC und PPAI ein dichtes Programm aus Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Sessions zusammengestellt.
Den Auftakt machte der britische Polarforscher Ben Saunders, dem 2013/14 die erste Hin- und Rückreise zum Südpol zu Fuß auf der Scott-Route gelang. Was der Extremsportler in seiner Keynote über Barrieren im Kopf und die verschiedene von „Erfolg“ zu berichten wusste, war auch fürs Daily Business der Zuhörenden hochinteressant. Die Frage „China – what’s next?“ versuchte anschließend der Publizist und China-Experte Fred Sengers zu beantworten und lieferte auch dort, wo eine umfassende, seriöse Antwort nicht möglich ist, eine hilfreiche wirtschaftliche und geopolitische Einordnung in ein komplexes und schwieriges Thema, das den Alltag vieler Werbeartikelunternehmen direkt beeinflusst. Warum 29% der Beschäftigten die KI-Strategie ihres Unternehmens sabotieren und wie es wirklich gelingen kann, eine langfristig tragbare KI-Strategie zu etablieren, zeigte Susi O’Neill auf. Der Tech-Spezialistin gelang es auf kurzweilige Weise, die Perspektive auf KI zwischen Hype und Disruptionsangst einzuordnen. Zukünftiges – oder, genauer: die Vorbereitung auf mögliche Zukunftsszenarien – thematisierte auch die Foresight-Strategin Vikki Ostrom, während Will Good und Will Rust, CEO bzw. CCO von Prominate Global, in einem hochamüsanten Doppel ein wahres Feuerwerk rund um die Magie von Merch zündeten.

Panel-Diskussionen zwischen den Keynotes drehten sich um Themen wie Nachhaltigkeit, Tech und den Stellenwert von Studien.
Zwischen den Keynotes wurden mehrere Panels mit Branchenvertretern und externen Experten eingestreut, die sich u.a. um Themen wie Nachhaltigkeit, Tech und den Stellenwert von Studien und validen Daten drehten. Warum ein Ampelsystem wie in der Lebensmittelindustrie auch für Merch-Produkte nicht nur sinnvoll, sondern auch umsetzbar wäre, wurde ebenso diskutiert wie die Frage, wie es gelingen kann, den Return-on-Investment einzelner Produkte belastbar zu messen.
Der PPAI nutzte außerdem die Gelegenheit, eine breit angelegte Werbekampagne für Merch vorzustellen, ebenso wie eine umfangreiche Studie zum weltweiten Werbeartikelmarkt, deren Ergebnisse in Kürze veröffentlicht werden sollen.

Gab eine Lektion in Resilienz: der Polarforscher und Extremsportler Ben Saunders.
Am Ende des dreitägigen Events wurde erneut deutlich, wie lohnenswert und wichtig es für die internationale Branche ist, eng miteinander zu kooperieren und gemeinsame Projekte weiter voranzutreiben. Angesichts der zahlreichen Unternehmungen, die bereits jetzt auf Unternehmens – wie auf Branchenebene im Gange sind, braucht die Merch-Welt trotz aller Herausforderungen nicht allzu bang in die Zukunft zu schauen.
Der EAC traf sich im Anschluss an die Veranstaltung zu seiner ersten ordentlichen Mitgliederversammlung. „Mit dem EAC haben wir jetzt ein Momentum, wie wir es in der Branche auf europäischer Ebene bislang nicht hatten“, so der EAC-Vorsitzende Steven Baumgaertner. „Dieses Momentum gilt es nun, bestmöglich zu nutzen. Damit die Branche als Ganzes wachsen kann, müssen wir die internationale Zusammenarbeit vorantreiben. Deshalb lautet eines der mittelfristigen Ziele, noch mehr Länder in die Community zu holen, um als Verband zu wachsen.“
Auch der Summit selbst soll, so Baumgaertner, noch größer werden. „Auf Veranstaltungen wie dieser sieht man, dass die Branche immer professioneller wird, das ist inspirierend. Für das nächste Jahr wünsche ich mir die doppelte Zahl an Teilnehmern.“
Zeit und Ort des International Leadership Summit 2027 werden demnächst bekanntgegeben. // Till Barth
Fotos: Till Barth, © WA Media; PPAI
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