Bereits zum vierten Mal hat das amerikanische Branchennetzwerk ASI (Advertising Specialty Institute) eine Studie zum europäischen Werbeartikelmarkt durchgeführt.
Laut der Studie, die im August 2026 veröffentlicht wurde, erzielten die europäischen Werbeartikelhändler im Jahresverlauf einen geschätzten Umsatz von 14,83 Mrd. US-Dollar (ca. 12,79 Mrd. Euro) und verzeichnen damit einen Anstieg im niedrigen einstelligen Bereich gegenüber dem Vorjahr. Analysiert wurden die Umsätze der Händler im Vereinigten Königreich, in den 27 EU-Ländern sowie Island, Norwegen und der Schweiz. Anhand umfangreicher Interviews mit führenden Akteuren des britischen und europäischen Werbeartikelmarktes sowie anhand von Daten zum Wachstum des Bruttoinlandprodukts, zur Bevölkerungszahl und zu anderen wirtschaftlichen Faktoren erstellt ASI Research jährlich Umsatzschätzungen für den Werbeartikelmarkt in jedem Land.
Insgesamt stellte ASI Research so ein Gesamtwachstum von 1,8% fest, wodurch sich der geschätzte Gesamtumsatz in der EU für 2025 auf etwa 11,23 Mrd. US-Dollar (ca. 9,69 Mrd. Euro) beläuft. Dies liege, so ASI Research, unter der für die USA gemeldeten Wachstumsrate von 4,2%, die jedoch z.T. auf zollbedingte Preiserhöhungen zurückzuführen sei.
In den einzelnen Ländern verzeichnet die Studie sehr uneinheitliche Entwicklungen. Insbesondere die Top-Märkte hätten, so das ASI, weiterhin mit wirtschaftlichem Gegenwind und Unsicherheiten seitens der Käufer zu kämpfen. So sei der Jahresumsatz im deutschen Werbeartikelmarkt im dritten Jahr in Folge gesunken – zuletzt um 5% gegenüber dem Vorjahr. Auch in Frankreich seien die Umsätze um rund 1,5% zurückgegangen. Positiv hingegen stellte sich das Jahr für das Vereinigte Königreich sowie die skandinavischen Länder dar (s. dazu auch die zeitgleich veröffentlichte Studie von Sourcing City).
Zwar verzeichnet die Studie im europäischen Markt insgesamt einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Dieser sei jedoch, so das ASI, eher auf revidierte Marktschätzungen als auf ein allgemeines Wachstum zurückzuführen. Ohne diese Anpassungen würden die Gesamtzahlen darauf hindeuten, dass der europäische Markt im Jahr 2025 geschrumpft sei. Verantwortlich für die Stimmung auf dem Markt seien u.a. eine schwächelnden Gesamtwirtschaft, die verhängten US-Zölle, der Krieg zwischen Russland und der Ukraine und der damit zusammenhängende Anstieg der Energiepreise sowie steigende administrative Herausforderungen, die umfangreicher als im US-Markt seien, so der ASI-Report, der in diesem Zusammenhang auch zahlreiche europäische Branchenkenner zitiert, die im Vorfeld interviewt wurden.





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