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Textilien, Teil 2: Fair Wear vs. Sweatshops

Drei Jahre nach der Rana Plaza-Katastrophe sind die Produktionsbedingungen in der Textilindustrie stärker denn je ins Bewusstsein gerückt – bei Konsumenten ebenso wie bei Lieferanten, Wiederverkäufern und Anwendern von Werbetextilien und Corporate Wear. Trotz vieler Initiativen für ethischere Lieferketten herrscht noch viel Handlungsbedarf.

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Es ist ziemlich genau drei Jahre her, als beim größten Unglück in der Geschichte der Textilindustrie 1.138 Menschen starben und über 2.000 weitere verletzt wurden: Am 24. April 2013 stürzte in Savar nahe der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka das Rana Plaza Building ein, in dem fünf Textilfabriken untergebracht waren. Drei der acht Etagen waren illegal errichtet worden, und obwohl die Arbeiter dem Management schon vor dem Einsturz Risse in den Mauern gemeldet hatten, waren sie angewiesen worden, weiter zu arbeiten. Rana Plaza bildete das grausige Finale einer Unfallserie: Erst am 24. November 2012 waren bei einem Feuer in der Tazreen Factory in Dhaka 117 Menschen umgekommen, und am 11. September 2012 ließen beim Brand der Ali Enterprises-Fabrik im pakistanischen Karachi 289 Arbeiter ihr Leben. Die Ursachen waren die gleichen: Korruption, fehlende Sicherheitsvorkehrungen und völlige Überbelegung, kombiniert mit der Tatsache, dass die Verantwortlichen Warnhinweise und Beschwerden seitens der Arbeitskräfte ignoriert hatten. Der Name Rana Plaza wurde zum Synonym für die hässliche Seite eines Industriezweiges, der wie kaum ein zweiter von Preis- und Zeitdruck und den daraus resultierenden Folgen für die Produzenten gekennzeichnet ist. Schon lange wurde die Sweatshop-Wirtschaft angeprangert, standen Markenhersteller für ihre Herstellungs- und Importpraxis in der Kritik, doch erst die Rana Plaza-Katastrophe brachte eine globale Diskussion. „Rana Plaza war ein Schock und ein Weckruf“, urteilt Prama Bhardwaj, Gründerin und CEO des Londoner Unternehmens Mantis World, das sich auf nachhaltig produzierte Promotional Fashion spezialisiert hat. „Für viele Hersteller, insbesondere große Marken aus der Retailindustrie, wurden ethische Faktoren plötzlich viel wichtiger als zuvor. Auch seitens der Regierung Bangladeschs wurde einiges unternommen – Gesetze wurden strenger, die gesetzlichen Mindestlöhne angehoben.“

Im Mai 2013 kam der „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh“ zustande, ein Programm für mehr Gebäude- und Brandschutzsicherheit in der bangladeschischen Textilindustrie, das von mehr als 200 Unternehmen aus mehr als 20 Ländern unterzeichnet wurde. Damit reagierten diese nicht zuletzt auf öffentlichen Druck. „Einige Retailketten wie H&M und C&A waren tatsächlich Vorreiter und haben Veränderungen in ihren Lieferketten angestoßen“, so Bhardwaj. „Mittlerweile können wir bei Fabriken z.T. sagen: Wenn diese großen Retailmarken dort produzieren, ist es wahrscheinlicher, dass sie sicher sind. Das bedeutet eine massive Verbesserung verglichen mit der Situation, wie sie noch vor 15 Jahren vorherrschte: Als ich Mantis World Anfang des Jahrtausends gegründet habe und das erste Mal eine Fabrik in Bangladesch besuchte, saßen dort tatsächlich Kinder an den Nähmaschinen. Das hat mich geschockt und mit dazu beigetragen, dass ich ethische Produktion zu einer Grundvoraussetzung meiner Unternehmensphilosophie gemacht habe. Heute ist die Situation in Bangladesch heterogener: Es gibt dort inzwischen einige der vorbildlichsten Fabriken in der Textilindustrie, aber nach wie vor auch einige der schlimmsten.“

Rückschläge und Hoffnungsmomente

Dass Veränderungen nur sehr langsam vonstattengehen, impliziert allein die schiere Größe der globalen Textilwirtschaft, die mehr als 2,5 Bio. US-Dollar (ca. 2,2 Bio. Euro) jährlich umsetzt. Laut Fashion United arbeiten zwischen 60 und 75 Mio. Menschen – zwei Drittel davon Frauen – in der Textilindustrie. Zum Vergleich: 2000 waren es lediglich 20 Mio. Auch am Mechanismus des Mainstream- Marktes hat sich nichts geändert – „Fast Fashion“ dominiert die westlichen Textilmärkte: Anstelle von zwei Jahressaisons sind sogenannte Micro Seasons getreten, alle paar Wochen präsentieren die großen Billigmode-Ketten neue Kollektionen, die natürlich gekauft werden wollen. Solange das so bleibt, gilt eine einfache Formel: Material und Transport werden nicht billiger – der einzige Faktor, bei dem sich Preise drücken lassen, ist die Produktion. Es dauerte über zwei Jahre, bis die zur Entschädigung aller Betroffenen der Rana Plaza-Katastrophe benötigte Summe von über 30 Mio. US-Dollar (ca. 26 Mio. Euro) endlich zusammenkam – und viele Betroffene gingen leer aus, weil sie aufgrund unzureichender oder gar fehlender Arbeitspapiere keine Verbindung zu den Textilfabriken nachweisen konnten. Erst vor wenigen Wochen kündigte die Clean Clothes Campaign einen Aktionstag gegen H&M an, denn immer noch seien nicht alle Zulieferbetriebe des Textilgiganten sicher, und am 5. April verabschiedete die kambodschanische Regierung ein Gesetz, das die Rechte von Arbeitern und Gewerkschaften massiv beschneidet, den Grundprinzipien der ILO (International Labour Organisation) – zu deren Unterzeichnern Kambodscha gehört – widerspricht und als Zugeständnis gegenüber den Interessen ausländischer Investoren gilt. Vorausgegangen waren blutige Proteste mit mehreren Toten. Nur einige Beispiele, die illustrieren: Der Weg von der „Fast“ zur „Ethical“ Fashion ist von Rückschlägen gezeichnet – im Retail, aber nicht minder im B2B-Bereich.

Hoffnung macht allerdings die Tatsache, dass die Forderung nach mehr Transparenz und sozialer Gerechtigkeit mehr ist als eine kurzlebige Modeerscheinung. Immer mehr Konsumenten sind sich bewusst, dass ihre Lieblingsstücke nicht auf Bäumen wachsen oder von Maschinen herbeigezaubert, sondern von Menschen produziert werden – und immer mehr Unternehmen wollen mit Sweatshops nichts zu tun haben. „Die Nachfrage nach ethisch vertretbaren Lieferketten wird in der Werbeartikelbranche weiter signifikant ansteigen, und entsprechende Zertifizierungen werden zur Norm“, so Bhardwaj. „Marken für Kinder, NGOs, Independent-Marken, aber auch Banken, Brauereien und IT-Unternehmen sind unter den Vorreitern. Aber man kann die Nachfrage eigentlich nicht an Branchen festmachen – jedes Unternehmen, für das Ethik eine Rolle spielt, sollte auch seine Werbeträger entsprechend einkaufen.“ Das gilt im Übrigen auch für Corporate Wear und Berufsbekleidung – verschiedene Kommunen in Deutschland z.B. versuchen bereits bei der Ausstattung ihrer Angestellten mehr Transparenz zu schaffen: So verlangt Dortmund in seinen Ausschreibungen seit Kurzem explizit nach einer Mitgliedschaft bei einer Multistakeholder-Initiative wie der Fair Wear Foundation. Und Hersteller und Händler von Berufs- und Schutzbekleidung, die die Stadt Bonn beliefern, müssen garantieren, dass ihre Ware in Übereinstimmung mit den Normen der ILO produziert wird. Geschähen solche Praktiken flächendeckender, würde eine beträchtliche Einkaufsmacht auf den Markt ausgeübt – erst recht dann, wenn die gesetzliche Notwendigkeit zwingender würde: „Es ist zu hoffen und nicht unwahrscheinlich, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen strenger werden. Ein jüngeres Beispiel ist der Modern Slavery Act in Großbritannien“, so Bhardwaj. „Jeder Marktteilnehmer, der jetzt schon strenge Normen durchsetzt, ist den anderen voraus.“

Komplexer Stoff

Diese Normen durchzusetzen indessen ist um einiges anspruchsvoller, als die PR-Abteilungen mancher Textilunternehmen es vermuten lassen. „Jedes Produktionsland bringt eigene Probleme und Herausforderungen mit sich“, so Bhardwaj. „So gibt es in Bangladesch das Problem, dass viele Produzenten mit mehreren Subunternehmen arbeiten, die sich der Kontrolle entziehen. In Pakistan wiederum ist die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern extrem, und gesetzliche Vorgaben werden nicht oder nur unzureichend durchgesetzt. In Tansania, wo wir ebenfalls produzieren, sind die gesetzlichen Standards vergleichsweise hoch, und die Arbeiter und Gewerkschaften genießen aufgrund der sozialistischen Geschichte des Landes viele Rechte. Dafür ist die Infrastruktur z.T. eine Katastrophe.“ Produktion und Sourcing in Europa bieten hier eine ganze Reihe von Vorteilen, sind jedoch im arbeitsintensiven und zugleich preissensitiven Segment der Promotional Textiles bislang die Ausnahme. „Es gibt im Retailmarkt definitiv einen Trend zu ‚Made in Europe‘, der Werbeartikelmarkt hingegen ist in großen Teilen zu preisgetrieben“, so José Dias, CEO von Picos, dessen Unternehmen im nordportugiesischen Braga produziert. „Es gibt jedoch Kunden, die es vorziehen, mit uns zu arbeiten, weil sie wissen, dass wir die strikten Richtlinien der EU zu Arbeitsrecht, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt einhalten.“ Dass dem keineswegs immer so ist, belegen zwei aktuelle Studien der Clean Clothes Campaign. Dort ist die Rede von Hungerlöhnen und unbezahlten, erzwungenen Überstunden in einigen polnischen und tschechischen Textilfabriken. „Es ist unmöglich, vom Herkunftsort eines Textilproduktes auf den Grad seiner Nachhaltigkeit zu schließen“, so Bhardwaj. „Man muss viel mehr ins Detail gehen. Auch in Europa können unethische Produktionsbedingungen herrschen.“

Es gilt also, sicherzugehen – zwei probate Wege sind die Mitgliedschaft in Initiativen wie BSCI (Business Social Compliance Initiative), Sedex oder der Fair Wear Foundation oder die Zusammenarbeit mit Siegelgesellschaften wie GOTS oder Fairtrade (Erläuterungen s. Kasten). Der Corporate- und Promotionwear-Spezialist Brands Fashion z.B. setzt auf eine BSCIMitgliedschaft und ist außerdem nach dem GOTS zertifiziert. „Die Richtlinien der BSCI verbieten kategorisch Kinderarbeit unter 14 Jahren und beinhalten viele weitere relevante Faktoren, wie beispielsweise die Einhaltung von Mindestlöhnen, Arbeitszeiten und Maßnahmen zu Arbeitssicherheit und Brandschutz“, erklärt Sales Manager Franko Kahlert. „Wir geben unseren Produktionspartnern nach jedem ersten Audit die Möglichkeit, Verbesserungsmaßnahmen durchzusetzen. Die Fabrik muss sich dabei zu konkreten Maßnahmen verpflichten, die wir in regelmäßigen Abständen in Re-Audits überprüfen. Bei der Auditierung arbeiten wir mit unabhängigen akkreditierten Prüfinstituten zusammen. Werden Verabredungen wiederholt von unseren Produzenten nicht eingehalten, so beenden wir konsequent die Geschäftsbeziehung.“ Mantis World arbeitet auf ähnliche Weise: „Wir produzieren in Tansania, Pakistan, Indien und Bangladesch“, so Bhardwaj. „Unsere Minimalanforderung für alle Fabriken ist ein BSCI-Audit, aber wir versuchen bei allen Partnern die Implementierung strengerer Richtlinien durchzusetzen – etwa gemäß SA 8000, ETI (Ethical Trading Initiative) oder der Fair Wear Foundation. Solche Zertifikate sind essenziell, reichen jedoch nicht aus. In den meisten Fällen sind persönliche Kontakte sowie regelmäßige Besuche ebenso obligatorisch.“

Echtes Engagement

nachhaltigkeit_349_2Wem es ernst ist, der engagiert sich zudem über die Anforderungen von Audit- Plattformen und Siegelgesellschaften hinaus. „Wir haken nicht bloß Kä<stchen ab, sondern ermutigen alle unsere Partner, etwas zu ihrer Community beizutragen“, so Bhardwaj. „So unterstützt unsere Fabrik in Tansania mehr als 200 verarmte, verwaiste oder verlassene Kinder mit Essen, Kleidung und Betten. In Partnerschaft mit unserer Fabrik in Pakistan haben wir außerdem ein Trainingsprogramm gestartet, das mehr Frauen Zugang zu lohnenswerten Arbeitsplätzen ermöglichen soll.“ Brands Fashion wiederum hat das Projekt „Shirts for Life“ gegründet, über das eine Schule in Thailand unterstützt wird. Geschäftsführer Ulrich Hofmann erklärt: „‚Shirts for Life‘ ist eine Modemarke, die wir über mehrere Kanäle im Fachhandel, den Webshop www.shirtsforlife.biz sowie einen eigenen Shop in der Lübecker Altstadt vertreiben. Die neue Kollektion wird sowohl GOTS- als auch Fairtrade-zertifiziert sein. Für jedes verkaufte Shirt geht ein Euro an die School for Life nahe Chiang Mai in Thailand, die rund 140 Kindern aus armen und schwierigen Verhältnissen eine Ausbildung und Zukunft bietet. Auch Unternehmen haben die Möglichkeit, das Projekt zu unterstützen. Bildung ist ein Schlüsselfaktor, wenn es darum geht, langfristig bessere Lebensverhältnisse in den asiatischen Beschaffungsländern zu ermöglichen.“ „Das Problem ist nicht, dass unsere Branche in Bangladesch und anderen Niedriglohnländern produziert, und es wäre fatal, dort von heute auf morgen auszusteigen“, ergänzt Kahlert. „Es geht vielmehr darum, wie es in der Produktion aussieht, und was getan wird, um kontinuierlich für Verbesserung zu sorgen – und hier haben Unternehmen, die wirklich etwas bewegen wollen, viel Spielraum, um Veränderungen durchzusetzen und alternative Wege einzuschlagen.“

Es gibt noch viele Initiativen, von denen die Branche lernen könnte – eine davon ist das Ethical Fashion Forum, in dessen Vorstand Bhardwaj sitzt. „Das Ethical Fashion Forum ist eine NGO mit Sitz in London, die inzwischen mehr als 10.000 Mitglieder in über 100 Ländern hat. Zentrales Tool ist die Source-Plattform. Diese enthält eine Sourcing- und Business-Datenbank, bietet ein Forum zur Vernetzung und zum Informationsaustausch und einen weltweiten Eventkalender – sozusagen ein ‚nachhaltiger Werkzeugkoffer‘ für den Modebereich. Ziel des Ethical Fashion Forum ist es, innerhalb von zehn Jahren einen neuen Standard innerhalb der Modeindustrie zu schaffen. In der Promo-Textilbranche gibt es noch nichts Vergleichbares, und wir könnten von solchen Ideen profitieren. Ich warte auf den Tag, an dem das, was wir machen, nicht ‚Ethical Fashion‘ ist, sondern einfach ‚Fashion‘.“ Ob Retail oder Werbeartikelmarkt: Von einer Branche, in der beide Begriffe nicht mehr voneinander zu trennen sind, ist die Textilindustrie noch weit entfernt. Doch wäre es bereits ein Anfang, wenn die Attribute „Fast“ und „Cheap“ nicht mehr zuoberst stünden. Es ist zu hoffen, dass es dafür nicht noch mehr Rana Plazas braucht.

// Till Barth

Siegel, Standards und Initiativen

BSCI (Business Social Compliance Initiative)
Ziel der internationalen Plattform ist es, die Arbeitsbedingungen in der weltweiten Lieferkette zu verbessern, Sozialstandards zu definieren und Mitglieder auf ihrem Weg zur Zertifizierung zu unterstützen – mit Trainings und Audits, die von unabhängigen Prüfgesellschaften durchgeführt werden. Orientierung für den BSCI-Verhaltenskodex ist der SA 8000-Standard der Organisation Social Accountability International (SAI).
www.bsci-intl.org

CCC (Clean Clothes Campaign)
Die NGO setzt sich für die Rechte der Arbeiter und eine Verbesserung von Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie ein – sie informiert Verbraucher, verhandelt mit Unternehmen, leistet Lobbyarbeit und unterstützt Arbeiterorganisationen.
www.cleanclothes.org

Fairtrade
Fairtrade International bietet ab Juni 2016 einen neuen Standard für Textilprodukte an, der nicht nur Baumwollproduzenten, sondern auch Arbeiter in der Textilproduktion mit einschließt. Der neue Standard garantiert somit, dass nicht nur das Material, sondern das ganze Kleidungsstück fair produziert und gehandelt wurde.
www.fairtrade.net

FWF (Fair Wear Foundation)
Ziel der Multistakeholder-Initiative ist die Schaffung und Förderung von menschenwürdigen Arbeitsbedingungen entlang der textilen Wertschöpfungskette. Unternehmen können der FWF beitreten und erklären damit, den FWF-Verhaltenskodex durchzusetzen, der sich nach den Normen der ILO (International Labour Organisation) sowie dem Verhaltenskodex der Clean Clothes Campaign richtet. Die Einhaltung wird durch regelmäßige, unabhängige Audits kontrolliert.
www.fairwear.org

GOTS (Global Organic Textile Standard)
Der GOTS definiert nicht nur umwelttechnische Anforderungen, sondern fordert gleichzeitig die Einhaltung von Sozialkriterien. Alle Verarbeiter und Hersteller müssen soziale Mindestkriterien auf Grundlage der ILO-Kernnormen erfüllen und über ein soziales Managementsystem verfügen, das die Einhaltung der sozialen Kriterien sicherstellt.
www.global-standard.org

Sedex (Suppliers Ethical Data Exchange)
Auf der englischsprachigen Online-Plattform legen Mitgliedsunternehmen produktionsstandortbezogene Informationen zu sozialen und ethischen Prozessen und Verhaltensweisen offen, um Risiken in der Lieferkette besser einschätzen und minimieren zu können. Sedex arbeitet ähnlich wie die BSCI und verfügt mit dem Smeta (Sedex Members Ethical Trade Audit) über einen eigenen Sozialstandard.
www.sedexglobal.com

WFTO (World Fair Trade Organisation)
Der WFTO-Standard umfasst zehn Prinzipien, denen alle Mitgliedsorganisationen folgen müssen, darunter z.B. das Schaffen von Chancen für wirtschaftlich benachteiligte Produzenten, partnerschaftliche Handelspraktiken, die Zahlung fairer Preise, der Ausschluss von ausbeuterischer Kinderarbeit und Zwangsarbeit oder Umweltschutz. Zu jedem Prinzip definiert der Standard eine Reihe von Kriterien. Das WFTO-Garantiesystem soll die Einhaltung der Kriterien sicherstellen.
www.wfto.com

Bildquelle: Fairtrade International (1); Mantis World (1)

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2017-10-24T12:04:53+00:0010. Mai 2016|