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Soziales regionales Engagement

„Das wahre Glück ist: Gutes zu tun“, schrieb Sokrates im fünften Jahrhundert vor Christus. Im zweiten Jahrtausend nach Christus sind die guten Taten (neudeutsch: CSR) in aller Munde, und wo sich die einen lautstark mit ihrem Engagement brüsten, packen andere stillschweigend mit an. Insbesondere der Mittelstand geht hier mit gutem Beispiel voran, auch in der Werbeartikelbranche.

Nach der Renovierung des Wohnhauses für eine fünfköpfige Familie aus Syrien veranstaltete mbw ein Helferfest.

Nach der Renovierung des Wohnhauses für eine fünfköpfige Familie aus Syrien veranstaltete mbw ein Helferfest.

Wenn sich Großunternehmen gegenüber Mensch und Natur nicht so verhalten, wie sie sollten, so kommt das meist irgendwann ans Licht und sorgt – hoffentlich – für einen handfesten Skandal. Die Folge: Imageverlust und fallende Aktienkurse. Verhalten sie sich vorbildlich, dann kommt auch das – meist noch viel schneller – ans Licht, professionellen PR-Abteilungen und -Agenturen sei dank: „Tue Gutes und rede darüber!“ Insbesondere Großunternehmen setzen CSR (Corporate Social Responsibility) bewusst ein, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und sich ins beste Licht zu setzen. Anders viele kleine und mittelständische Unternehmen, die schnell und unbürokratisch helfen, wenn Hilfe gebraucht wird, die mit anpacken, wenn es die Situation erfordert, und die ihr Engagement für Mensch und Umwelt nicht an die große Glocke hängen. Warum nicht? Weil es für sie eine Selbstverständlichkeit ist, sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen, weil ihnen das Gemeinwohl am Herzen liegt. Höchste Zeit, den guten Seelen aus dem Mittelstand Aufmerksamkeit zu schenken, die ohne viel Aufhebens mit ihrem Engagement die Welt ein kleines bisschen besser machen.

Wir-Gefühl trifft Wertschätzung

„Als ‚Wanderuper-Jung‘ ist es für mich immer eine Herzensangelegenheit, im eigenen Ort und in der Region zu helfen, mit anzupacken, das Wir-Gefühl zu stärken und Verantwortung zu übernehmen“, so Jan Breuer, seit 2014 Geschäftsführer von mbw mit Sitz in Wanderup, einer kleinen schleswig-holsteinischen Gemeinde hoch im Norden von Deutschland. Ob bei der Freiwilligen Feuerwehr, als Unterstützer der örtlichen Kita, bei Sportveranstaltungen oder wenn es um die Sicherheit der Wanderuper geht – auf Breuer und sein Team ist Verlass. So wurde u.a. im Rahmen der Aktion „Sehen und gesehen werden – Ganz schön helle, die Wanderuper“ nahezu das ganze Dorf mit Reflexbändern ausgestattet. Keine große Sache, dafür eine mit umso größerer Wirkung – das sind auch die von mbw produzierten „Wanderuper WeihnachtsWichtel“, die alle Jahre wieder bei der Generierung von Spendengeldern im Rahmen des „Weihnachtsdorf Wanderup“ helfen. „Das Besondere ist, dass die Organisation und Durchführung des Events, das von über 10.000 Gästen aus dem ganzen Bundesgebiet besucht wird, komplett ehrenamtlich gestemmt wird. Immer mit dem Ziel, Gutes zu tun und Freude zu verbreiten. Der karitative Zweck steht ganz klar im Vordergrund, und das ganze Dorf hilft mit“, erzählt Breuer. Seit 2008 wurden ca. 150.000 Wichtel zu einer Mindestspende von jeweils einem Euro abgegeben. Breuer: „Für uns ist der Wanderuper WeihnachtsWichtel ein Symbol der Wertschätzung und Dankbarkeit. Seit Anbeginn des Weihnachtsdorfes wird der gesamte Erlös der Wichtelaktion an verschiedene Hospizdienste in Schleswig- Holstein abgeführt, bisher mehr als 100.000 Euro. Damit unterstützen wir diese oft schwierige, aber gesellschaftlich besonders wertvolle Arbeit.“ Auch angesichts globaler Probleme wie der Flüchtlingskrise wird in Wanderup nicht lange gefackelt, sondern gemeinsam angepackt: Im letzten Jahr hat mbw ein an das Firmengelände angrenzendes Wohnhaus gekauft. Eine der Doppelhaushälften wurde von den Mitarbeitern ehrenamtlich und in ihrer Freizeit komplett renoviert und steht seither einer fünfköpfigen Flüchtlingsfamilie aus Syrien kostenlos als Wohnhaus zur Verfügung.

Prädikat vorbildlich

In der Arbeitsvorbereitung bei Halfar gibt es vier inklusive Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen

In der Arbeitsvorbereitung bei Halfar gibt es vier inklusive Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen

Rund vier Autostunden entfernt, im ostwestfälischen Bielefeld, setzt sich auch Halfar für geflohene Menschen ein. Neben der tatkräftigen Hilfe für die Unterbringungseinrichtungen in Bielefeld beschäftigt der Werbetaschenspezialist in Kooperation mit der Agentur für Arbeit aktuell drei junge Männer aus Pakistan als Praktikanten in den Unternehmensbereichen Druckerei, Stickerei und Lager. Wenn die Männer ihren Deutschkurs bestehen und es wollen, können sie bei Halfar eine Ausbildung machen. Dass die Unterstützung einheimischer Benachteiligter darüber nicht zu kurz kommt, ist für Geschäftsführer Armin Halfar selbstverständlich – auch vier Menschen mit geistiger Behinderung haben hier ihren Arbeitsplatz. „Zwei unserer Mitarbeiter mit Behinderung sind bereits seit vier Jahren im Haus. Alle Mitarbeiter wurden vorab im Rahmen von zwei kleinen Workshops von externen Fachleuten im Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung geschult“, erzählt Halfar. „Mittlerweile haben wir zwei weitere inklusive Arbeitsplätze eingerichtet und aus den Erfahrungen gelernt. Das Miteinander klappt sehr gut.“ Die gehandicapten Mitarbeiter leisten vorbereitende Arbeiten, d.h. sie packen Taschen aus, die dann inhouse bedruckt oder bestickt werden. Darüber hinaus wurde vor drei Jahren im Hause Halfar von der Lebenshilfe Bielefeld eine Druckerei als Integrationsunternehmen gegründet, die Siebdruckdienstleistungen anbietet. Zu den Kunden gehört auch der Taschenspezialist. „Für mich ist es wichtig und selbstverständlich, dass wir anständig wirtschaften – ohne Nachhaltigkeit keine Zukunft“, sagt Halfar, der auch die Unterstützung lokaler Sportvereine, Schulen und Kindergärten zu seinen Aufgaben zählt und sich nicht zuletzt für seine Mitarbeiter stark macht. Erst kürzlich wurde das Unternehmen vom Bielefelder Bündnis für Familie als „Ausgezeichnet familienfreundlich“ gewürdigt – „weil wir auf die individuellen Bedürfnisse unserer Mitarbeiter eingehen, d.h. wir leisten Hilfestellung, wenn es die Situation erfordert – flexibel, schnell und v.a. unbürokratisch, wenn beispielsweise ein Angehöriger gepflegt werden oder ein Kind kurzfristig betreut werden muss“, so Halfar.

Lebensqualität im Fokus

Nachwuchsförderung: Die Investition in die Zukunft ist für uma im malerisch gelegenen Kinzigtal eine Herzensangelegenheit.

Nachwuchsförderung: Die Investition in die Zukunft ist für uma im malerisch gelegenen Kinzigtal eine Herzensangelegenheit.

Soziales Engagement für Mitmenschen und Mitarbeiter ist auch dem Schreibgerätehersteller uma im baden-württembergischen Fischerbach ein wichtiges Anliegen. Etwa 1.700 Seelen zählt die Gemeinde im malerischen Kinzigtal, die sich auf die Unterstützung der Ullmanns seit Jahrzehnten fest verlassen kann. „Wenn es einem gut geht, dann ist es für uns selbstverständlich, auch etwas Gutes für andere zu tun. Die komplette Familie Ullmann lebt diesen Gedanken schon über Generationen. Projekte, die einen regionalen Bezug haben und gleichzeitig dem Allgemeinwohl dienen, unterstützen wir sehr gerne, weil wir hier neben der Mitbestimmung natürlich auch die Entwicklung hautnah verfolgen können“, sagt Geschäftsführer Alexander Ullmann, der zusammen mit Vater Peter und Bruder Jochen die Geschicke des von Großvater Fritz Ullmann 1949 gegründeten Unternehmens leitet. Dabei gehe es nicht darum, sich selbst ein kurzfristiges Denkmal zu errichten, sondern Werte zu schaffen, die die nachfolgenden Generationen fortführen können. „Die Möglichkeit, dass wir in unserem Heimatdorf unserer Arbeit nachgehen und dies entsprechend auch all unseren Mitarbeitern bieten können, birgt ein großes Stück Lebensqualität. Diese Lebensqualität im Fokus treibt uns an, auch weiterhin Verantwortung für die Firma und die Gemeinde zu übernehmen“, so das Versprechen der Ullmanns. Als z.B. der ortsansässige Edeka-Markt geschlossen wurde, entstand auf Initiative von Traudel Ullmann, der Frau von Peter Ullmann, in Kooperation mit der Gemeinde Fischerbach ein neuer „super“ Markt. „Die Sicherstellung der Nahversorgung ist für einen Ort unabdingbar, will man nicht zu einem Schlafdorf mutieren. Im ‚Lädele‘ können regionale Frischwaren sowie alle nötigen Utensilien des täglichen Bedarfs gekauft werden. Ein Geldautomat, eine Lotto-Toto-Annahmestelle, eine Paketannahmestelle und ein kleines Bistro stellen nicht nur den Einkauf, sondern auch die tägliche Kommunikation des Ortes sicher“, erklärt Alexander Ullmann. Eine große Portion Idealismus und Heimatverbundenheit sind auch die tragenden Säulen der Fritz-Ullmann-Stiftung, mit der Projekte der Jugend- und Altenhilfe, Kunst, Kultur und Sport im Dorf gefördert werden. Aktuell ist ein Mehrgenerationenhaus mit ca. 20 Pflegeplätzen für an Demenz erkrankte Menschen geplant, der Spatenstich soll im kommenden Jahr erfolgen. Regelmäßig gefördert werden darüber hinaus die ortsansässige Kindertagesstätte und die nach Fritz Ullmann benannte Grundschule. uma stellt zudem zwischen acht und zehn Ausbildungsplätze zur Verfügung und kooperiert mit den umliegenden Schulbildungszentren. „Da wir hier in der Gegend eine nur sehr geringe Arbeitslosenquote haben, müssen wir selbst für unsere Fachkräfte sorgen, und das geht am besten über eine qualifizierte Ausbildung im eigenen Hause. Die kontinuierliche jährliche Investition in Mitarbeiteraus- und -fortbildung sorgt dafür, dass Erfahrung und Kompetenzen an die nachfolgenden Generationen übertragen werden“, erläutert Alexander Ullmann. Dass die Mitarbeiter des Schreibgerätespezialisten mit betrieblicher Altersvorsorge, Urlaubs- und Weihnachtsgeld gut versorgt sind und generell von kurzen Wegen und der Fürsorge ihres Arbeitgebers profitieren, versteht sich in Fischerbach von selbst.

Tatkräftige Unterstützung

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Armin Rigoni, Geschäftsführer von Heri-Rigoni, und seine Frau Franziska machen sich u.a. für Menschen mit Behinderungen stark

Ein ganz ähnlicher Wind weht rund 50 km weiter südöstlich bei Heri-Rigoni in Fischbach. Auch der Spezialist für Stempelschreibgeräte ist tief mit der Schwarzwaldregion verwurzelt, übernimmt Verantwortung für die dort lebenden Menschen, und auch hier spielt ein „Lädele“ eine wichtige Rolle. „Soziales Engagement ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Aspekt unserer Unternehmensphilosophie“, so Geschäftsführer Armin Rigoni. „Wir helfen weniger mit Geldspenden, sondern v.a. durch praktische Unterstützung und Mithilfe bei Veranstaltungen und der Jugendarbeit.“ Dazu gehört u.a. die aktive Mitarbeit von Armin Rigoni und seiner Frau Franziska im „Verein zur Förderung der Eingliederung von Behinderten in das Arbeitsleben e.V.“. Zum Verein gehören das „Lädele“, in dem von Menschen mit Behinderungen gefertigte Artikel verkauft werden, die Küche an einer Körperbehindertenschule und eine Putzkolonne, in denen behinderte Menschen arbeiten. Rigoni: „In Deutschland gibt es sehr viel Hilfe für behinderte Menschen, aus finanzieller Sicht wird viel getan. Der Knackpunkt ist das Thema Arbeit. Auch für Menschen mit Behinderungen ist Arbeit eine Lebenserfüllung und eine große Befriedigung, die sie stolz macht und ihnen Selbstvertrauen gibt. Unser Ziel ist es, für eine sinnvolle Aufgabe zu sorgen, und das können auch einfachste Arbeiten sein, die von schwerstbehinderten Menschen ausgeführt werden.“ So wie die Herstellung der ökologischen Kaminanzünder, die aus alten WC-Papier-Rollen, Holzwolle, geschreddertem Papier und Wachs von Menschen mit Behinderungen in Handarbeit gefertigt werden. Der Vertrieb läuft über Heri-Rigoni, die Einnahmen kommen dem Verein zugute. Insgesamt wurden bislang 12.000 Kaminanzünder produziert.

Seit über 20 Jahren beschäftigt Heri- Rigoni zudem Menschen mit körperlichen Behinderungen im eigenen Unternehmen. Traditionell seit über 50 Jahren wird auch der ortsansässige Fußballverein FC Fischbach tatkräftig unterstützt, und auch hier gilt: Es muss nicht immer Geld fließen, um zu helfen. Rigoni: „Wir wollen Aktivitäten anstoßen, die zu Geld führen, und dabei auch andere zum Mitmachen animieren. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl und ist sehr viel persönlicher als eine Geldspende. Ohnehin gibt es viel zu wenig Engagement im Ehrenamt.“

Gemeinsam löwenstark

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Kochen für den guten Zweck: Art di Como-Geschäftsführer Rudi Raab (l) und Sternekoch Andi Schweiger.

Anders beim Lions Club Lauf an der Pegnitz im Nürnberger Land, dessen 36 Mitglieder in den letzten 35 Jahren seit Bestehen eine Spendensumme von insgesamt 750.000 Euro generieren konnten. Lions Clubs International (LCI) ist eine weltweite Vereinigung von derzeit fast 46.600 Clubs mit 1,41 Mio. Mitgliedern, die sich ehrenamtlich für Menschen engagieren, die Hilfe brauchen. Motto der Löwen: „We serve – Wir dienen“. Einer der fest in der Philosophie der Service-Organisation verankerten Grundsätze: „Ich zeige durch das Engagement und Verhalten in meinem persönlichen und beruflichen Tun, dass ich bereit bin, mich nicht nur für mich, sondern auch für die Gesellschaft einzusetzen.“ Ein weiterer: „Ich werde meinen Mitmenschen helfen, indem ich den Unglücklichen mit Trost, den Schwachen mit Tatkraft und den Bedürftigen mit meinen wirtschaftlichen Mitteln beistehe.“ Mitglied im Lions Club Lauf an der Pegnitz ist auch Rudi Raab, Geschäftsführer des Unternehmens Art di Como, das sich in der Werbeartikelbranche u.a. mit Gourmetpräsenten der Marke RistoSante einen Namen gemacht hat. Neben der regelmäßigen Unterstützung rumänischer Waisenkinder mit Sachspenden unterstützen die Laufer Lions u.a. den Verein Lilith in Nürnberg, der Hilfsangebote für (ehemals und aktuell) Drogen konsumierende Frauen, weibliche Angehörige und Kinder von Drogenabhängigen bereitstellt. Einmal im Jahr findet seit 2012 unter dem Motto „Hilfe, die mir schmeckt“ der vom Lions Club Lauf initiierte „Krapfenschmaus“ statt. Die Idee für das karitative Event, bei dem Unternehmen aus Lauf und dem Nürnberger Land jeweils am 11.11. dazu eingeladen werden, ihre Kunden und Mitarbeiter mit einer Krapfenspende zu erfreuen, hatte Raab aus Österreich mitgebracht. Mindestabnahmemenge: eine Kiste mit 24 Krapfen, die 30 Euro kostet. 2015 wurden 13.000 Krapfen verteilt, der Erlös von 7.500 Euro ging jeweils zur Hälfte an den „Arbeitskreis Asyl“ und an den Verein „Schüler-Tafel Nürnberger Land“. „Es ist ganz wichtig, dass wir angesichts der Flüchtlingskrise nicht die benachteiligten und bedürftigen Kinder vor unserer eigenen Tür vergessen“, unterstreicht Rudi Raab die Bedeutung der Hilfe für die Menschen vor Ort. Mittlerweile sind es deutschlandweit 30 bis 40 Lions Clubs, die sich der Aktion angeschlossen haben. Nach Angaben des Art di Como-Chefs wurden bis dato insgesamt 245.000 Krapfen verschenkt – eine Spendensumme von 120.000 Euro.

Und Raab will noch mehr: „Mein Ziel ist es, in zwei Jahren 500.000 Krapfen zu schaffen. Manchmal muss man nach den Sternen greifen, um so etwas zu realisieren. Mit dem Lions Club im Hintergrund ergeben sich für uns – anders als für Einzelpersonen – ganz andere Möglichkeiten, um zu helfen.“ Buchstäblich nach den Sternen, oder besser: den Sterneköchen, greift Raab auch im Rahmen des von ihm ins Leben gerufenen Benefiz-Kochevents, bei dem im unternehmenseigenen Kochstudio RistoSante in Lauf einmal im Jahr ein Genussabend mit einem Sternekoch veranstaltet wird. Anfang 2016 war das Andi Schweiger, Fernsehstar aus der RTL II-Serie Die Kochprofis. Der diesjährige Schlemmerabend fand zugunsten des Münzinghofs in Velden statt, auf dem 140 Menschen zusammen arbeiten und leben, von denen etwa die Hälfte aufgrund einer Behinderung auf Hilfe im Alltag angewiesen ist. Die Teilnehmer des Kochabends spendeten 7.500 Euro, die Raab aus eigener Tasche auf 10.000 Euro aufrundete – der Grundstock für einen neuen Pferdestall. Das Kochevent soll jetzt jedes Jahr mit wechselnden Sterneköchen stattfinden, so Raab, der die Spendenbereitschaft mit Backwerk und kulinarischen Genüssen wie kaum ein anderer anzuheizen weiß. Ob Krapfen oder Kaminanzünder, Freiwillige Feuerwehr oder Flüchtlingshilfe, Kita oder Supermarkt – oft sind es kleine Gesten und Gaben, die Großes bewirken und den Menschen ein Gefühl von Zusammenhalt und Hoffnung vermitteln, die zum Mitmachen animieren und weitere gute Taten folgen lassen. Umsonst ist das nie. Denn verantwortungsvolles Handeln kommt nicht nur bei denen gut an, die direkt davon profitieren, sondern zahlt – im Falle von Unternehmen – auch auf das Sympathiekonto bei ihren Kunden ein: Einer aktuellen, repräsentativen Umfrage zufolge finden fast 88% der Befragten soziales Engagement bei der Beurteilung eines Unternehmens wichtig, und 76% sind sogar bereit, für ein identisches Produkt einen höheren Preis zu bezahlen, wenn es von einem sozial engagierten Unternehmen hergestellt wurde. Eine klassische Win-win-Situation – und ein gutes Gewissen gibt es gratis obendrauf.

// Julia Kuschmann

Bildquelle: Halfar (1); Heri-Rigoni (1); mbw (1); Rudi Raab (1); uma (1)

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2017-10-24T11:11:05+00:0005. September 2016|