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53. PSI-Messe, Düsseldorf: Optimistischer Jahresauftakt

Die Sorgen beinahe wie weggeblasen, die Vorfreude aufs neue Geschäftsjahr spürbar – selten startete die europäische Werbeartikelbranche mit so viel Optimismus in die neue Saison wie auf der diesjährigen PSI-Messe in Düsseldorf. Zur guten Stimmung trug auch eine gelungene Veranstaltung bei, die mit einem Ausstellerplus von 2,4%, renommierten „Rückkehrern“ unter den 873 Ausstellern und stabilen Besucherzahlen aufwarten konnte.

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Wenn doch die PSI-Messe Anfang Januar immer schon eine sichere Prognose über den Verlauf des Geschäftsjahres in der europäischen Werbeartikelbranche erlauben würde! Dann könnten die Marktteilnehmer sich jetzt beruhigt zurücklehnen und auf die kommenden zwölf Monate freuen. Denn die Stimmung – das war einhellige Meinung auf der diesjährigen PSI vom 7. bis zum 9. Januar in der Messe Düsseldorf – war so gut wie lange nicht mehr. Leider ist es ganz so einfach aber nicht: Man hat in der Vergangenheit schon gute, geradezu euphorisch stimmende PSI-Messen erlebt und musste sich im Laufe des Jahres dann eingestehen, dass die konjunkturelle Entwicklung den hohen Erwartungen, die der gelungene Saisonauftakt geweckt hatte, nicht standhalten konnte. Und umgedreht gab es auch bereits mäßigere Veranstaltungen im Januar, auf die dann ein ordentliches bis gutes Geschäftsjahr folgte. Der Markt ist so volatil, dass auch der Verlauf von Europas größter Messe für Werbeartikel nicht mehr als einen Fingerzeig geben kann, wie sich das Jahr entwickeln wird.

Rückenwind fürs Business

PSI_verhandlungen_am_tisch_250x180Allerdings weiß man auch, dass die Stimmung mit dazu beiträgt, wie man agiert. Und eines steht fest: Von der PSI 2015 konnten die Teilnehmer jede Menge Rückenwind für ihr Business mitnehmen. „Wir sind sehr zufrieden mit einer tollen Messe, die auch bei den Ausstellern ein homogen positives Stimmungsbild erzeugt hat“, bilanziert PSI-Chef Michael Freter. „Mehrfach haben wir die Einschätzung gehört, die PSI 2015 sei die ‚best Show ever‘ gewesen – das ist sicher nicht der Normalfall.“ In der Tat zeigten sich viele Aussteller und Besucher erfreut über den Verlauf der Messe und lobten insbesondere den positiven „Vibe“ auf der Veranstaltung. Die Probleme des Alltags, wirtschaftliche Sorgen, die Reibereien in den Verbänden, ja selbst die Ängste und Schockstarre, die die Weltöffentlichkeit angesichts des zeitgleich zur Messe verübten Attentats in Paris befallen hatten, konnten beiseite geschoben werden. Man konzentrierte sich aufs Business und versprühte Optimismus, Vorfreude auf 2015 und Angriffslust.

Das war so nicht zu erwarten gewesen. 2014 war sicher kein einfaches Jahr: Das Werbeartikelverbot der Pharmaindustrie, die daraus resultierenden Preiskämpfe oder die Compliance-Bestimmungen der Wirtschaft hatten der Branche zugesetzt. Dennoch konnte die Branche in Deutschland ihren Umsatz laut GWW-Branchenmonitor auf ein Rekordergebnis von 3,48 Mrd. Euro steigern. Und auch europaweit hat die Konjunktur angezogen, wie Freter berichtet: „Die gute Stimmung auf der Messe spiegelt auch die Ergebnisse unseres erstmalig erhobenen, europaweit durchgeführten PSI-Trendbarometers wider. 2014 verzeichneten mehr als die Hälfte der Befragten steigende und nur 19% rückläufige Umsätze. Auch bei unserer Besucherbefragung haben wir sehr optimistische Prognosen erhalten. Besonders erfreulich: Während in den letzten Jahren die internationalen Besucher sich deutlich skeptischer äußerten als die deutschen, ist die Stimmung dieses Jahr europaweit auf einem einheitlich guten Niveau.“ Die Erholung der Konjunktur in wichtigen europäischen Märkten dürfte zum optimistischen Stimmungsbild auf der Messe wesentlich beigetragen haben: Immerhin kamen nach offiziellen Angaben 54% der Besucher aus dem Ausland, wobei Benelux, Österreich, die Schweiz, Italien, Frankreich und Großbritannien nach Deutschland die größten Besucherkontingente stellten. Der Anteil internationaler Besucher hat sich damit gegenüber dem Vorjahr, als er knapp über 50% lag, vergrößert. Viele Händler besuchen dabei dem Vernehmen nach sowohl die „Leitmesse“ in Düsseldorf als auch die nationalen und regionalen, z.T. sehr erfolgreichen Veranstaltungen in ihren Heimatländern wie die CTCO in Lyon, die Trade Only National Show in Coventry oder die RemaDays in Warschau.

Stabile Besucherzahlen

Insgesamt blieben die Besucherzahlen auf der PSI-Messe konstant gegenüber dem Vorjahr: 16.290 Besucher – so das von der FKM (Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen) geprüfte offizielle Ergebnis – bedeuten einen Anstieg von 0,3% gegenüber 2014. Nach dem drastischen Einbruch der Besucherzahlen auf 13.722 Besucher in 2013 hat sich die Messe damit wieder auf hohem Niveau stabilisiert. Die Rekordzahlen aus den Jahren 2007 bis 2009, als die Messe regelmäßig mehr als 18.500 Besucher anlockte, erneut zu erreichen wird angesichts der Konkurrenz in der internationalen Messelandschaft und der veränderten Marktlage – in den Krisenjahren ist die Zahl der Marktteilnehmer europaweit geschrumpft – schwierig werden.

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Wachstumspotenzial verspricht die Erschließung neuer Besuchergruppen aus dem europäischen Werbeartikelhandel. Seit letztem Jahr hat das PSI das Einlassprozedere zur Messe dahingehend geändert, dass alle Werbeartikelhändler, die von Ausstellern eingeladen werden, kostenlos auf die Messe dürfen. Das gilt auch dann, wenn der eingeladene Händler noch kein PSI-Mitglied ist. Allerdings muss er den Aufnahmekriterien des PSI entsprechen, um sicherzustellen, dass die Qualität der Besucher nicht leidet: „Das Einlassprozedere hat sich bewährt – insbesondere die Aussteller schätzen die Möglichkeit, ihre Kunden selbst einladen zu können, und profitieren auch von neuen Kontakten, die auf diese Weise geknüpft werden. Wir konnten so schon viele neue Händler europaweit identifizieren. Daher gibt es keinen Grund, an der derzeitigen Einlasspolitik etwas zu ändern“, konstatiert Freter. Wie immer war der Donnerstag der bestbesuchte Tag der Messe, doch auch schon am Mittwoch waren viele Aussteller mit der Auslastung an ihren Ständen zufrieden, und selbst am Freitag – traditionell der aus verschiedenen Gründen „müdeste“ Messetag – wurden noch viele intensive Gespräche geführt. Der subjektive Eindruck vieler Beobachter ließ den Besucher-Run noch stärker erscheinen, als er in Wirklichkeit war: Grund dürfte das insgesamt kompaktere Erscheinungsbild der Messe gewesen sein. Während in der Vergangenheit viele Leerflächen und Loungebereiche dafür sorgten, dass sich die Besucher insgesamt mehr verteilten, wurden in diesem Jahr die nichtgenutzten Teile der Messehallen abgehängt. Dadurch konzentrierte sich das Geschehen auf engerem Raum, und die Messe gewann an Intensität.

Big Player zurück

Ausstellerseitig konnte das PSI ein Plus von 2,4% gegenüber dem Vorjahr registrieren: 873 Aussteller aus 38 Nationen (Vorjahr: 852) zeigten ihre Produkte, damit bleibt die PSI-Messe in Düsseldorf die mit deutlichem Abstand größte Werbeartikel-Show Europas. Besonders freuten sich die Veranstalter, dass mehrere namhafte Player wie PF Concept, Mid Ocean, Macma, Senator oder New Wave nach einigen Jahren der Abstinenz ihr Comeback auf der PSI feierten. „Die Rückkehr der großen Namen ist sehr wichtig, um die Ausgewogenheit im Ausstellermix zu gewährleisten“, erläutert Freter. „Viele Besucher hatten das Fehlen dieser Zugpferde in den letzten Jahren bemängelt – übrigens waren die Gründe für das Fernbleiben sehr unterschiedlicher Natur. Dass es uns nun gelungen ist, gleichzeitig viele dieser Big Player zum Comeback zu bewegen, ist ein starkes Zeichen und untermauert den Stellenwert der PSI-Messe als Leitmesse der europäischen Werbeartikelbranche.“

Die „Rückkehrer“ präsentierten sich prominent, aber lange nicht so groß und auffällig wie in der Vergangenheit. Der Trend zu mehr Bescheidenheit hielt allgemein an, es gab nur wenige dominierende Stände wie die elasto form-Hütte in Halle 11 oder das JCK-Areal in Halle 12. Zwischen den Big Playern tummelten sich zudem wie in jedem Jahr viele Spezialisten und Newcomer an kleineren Ständen. Besonders beliebt bei den Besuchern war einmal mehr die Halle13-Area mit PSIDebütanten, Start-ups und Erfindern, die mit ihren Ideen vom Biostrohhalm bis zum Diebstahlschutz für Handtaschen für Aufsehen sorgten. Dass viele dieser Aussteller naturgemäß keine Werbeartikelprofis sind, tat dem Interesse keinen Abbruch – Kreativität, Begeisterung und der Charme des Ursprünglichen konnten diesen Mangel mehr als wettmachen. Allerdings sollten sich die Veranstalter einmal Gedanken über eine neue Namensfindung machen: Die „Halle13-Area“ – eine Reminiszenz an die Zeiten, als die Messe eben diese Halle 13 noch bespielte, was sie seit letztem Jahr nicht mehr macht – erstreckte sich in diesem Jahr auf Teile von Halle 12 und 11 sowie eine einzelne Absplitterung in Halle 9 und sorgte so doch für reichlich Verwirrung bei den Besuchern. Davon abgesehen bildete der Ausstellungsmix die Branche in all ihren Facetten gut ab. Dazu Michael Freter: „Es ist für uns entscheidend, die gesamte Bandbreite und damit die komplette Leistungsfähigkeit der Branche abzudecken, dazu gehören die Erfinder und Start-ups ebenso wie die Spezialisten und international aufgestellten Global Player. Gerade diese kreative Mischung macht die Branche so faszinierend.“

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Nachhaltigkeit ist der Megatrend

Nachhaltigkeit im Trend

Wie faszinierend die Branche ist, zeigt sich nicht zuletzt in den Produktideen der Aussteller. Die Vielfalt des Angebots ermöglichte es den Besuchern, in nahezu allen Produktbereichen mit einem Sack voller Ideen nach Hause kommen zu können und die aktuellen Markttrends zu begutachten. Ungebrochen scheint das Interesse an Notizbüchern und Powerbanks sowie Zubehör zu Smartphones, Tablets & Co. Häufig wird versucht, via QR-Code und Apps einen Brückenschlag vom haptischen Werbeträger zur digitalen Welt zu schlagen. Allgemein ist die Wertigkeit des Werbeartikels offenbar gestiegen: Die Aussteller legten ein hohes Augenmerk auf ansprechende Designs und Verpackungen, und auch die Preisknüller im Promotionbereich erfüllten ein Mindestmaß an Qualität, Funktionalität und Optik. Sehr stark in den Fokus gerückt wurde das Thema Nachhaltigkeit. Viele Unternehmen warben mit großflächiger Darstellung ihrer Zertifizierungen für die Umwelt- und Sozialverträglichkeit der angebotenen Produkte oder konzipierten ihren Messeauftritt sogar ganz unter dem Leitthema Nachhaltigkeit.

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Produkte aus recycelten und natürlichen Materialien konnten an vielen Ständen entdeckt werden, ob Jacken aus PET-Flaschen, Tischtennisplatten aus Pappe, Taschen aus Kork oder Geschirr aus Bambus. Auch im Standdesign spiegelte sich die Renaissance der Natürlichkeit wider. Braun-, Beige- und Grüntöne dominierten, vielfach wurden die Neuheiten auf Holz oder Papier in Szene gesetzt. Puristisch, schlicht und elegant war der vorherrschende Eindruck der Messeoptik: Viele Stände waren in Weiß gehalten, knallig-bunte Farben dagegen zeigten sich eher in der Produktrange denn im Standdesign. Insgesamt legte die Branche in Düsseldorf einmal mehr einen sehr professionellen Auftritt hin, der dem Wunsch vieler Lieferanten, die PSI-Messe solle sich doch zumindest an einem Tag für Besucher der Industrie öffnen, neue Nahrung verlieh: Es liegt nahe, den ansprechenden und ambitionierten Eindruck der PSI Düsseldorf auch dem Anwender vermitteln zu wollen.

Diverse Programmpunkte

Ein Schwerpunkt der PSI 2015 lag auf dem Bereich Textilien. Die Textile Area in Halle 10 gab vielen kleineren Unternehmen mit textilen Werbeträgern die Chance, sich kostengünstig zu platzieren. Der PSI Catwalk wurde ins Zentrum der Halle 10 verlegt und erwies sich als Publikumsmagnet. Auf der halbstündigen Modenschau wurden Produkte einiger Aussteller von mehreren Models präsentiert – die Performance war zwar nicht jedermanns Sache, doch es bildete sich alle zwei Stunden ein Ring von Interessierten um den Laufsteg. Des einen Freud, des anderen Leid: Aussteller im Umfeld des Catwalks waren nicht gerade begeistert, da die Beschallung während der Modenschauen keine Verkaufsgespräche zuließ.

Aktionen wie den Catwalk auf der Messe zu implementieren, hat sich das PSI seit letztem Jahr auf die Fahnen geschrieben: „Wir haben die Lifestyle-Elemente der PSI im Vergleich zu 2014 noch weiter ausgebaut, das zeigt, dass wir ihnen eine große Bedeutung beimessen. Messen müssen erlebbarer werden, den Besuchern auch mehr Entertainment bieten. Wir wollen die Händler bewusst dazu animieren, nicht nur von einem Termin zum nächsten zu eilen, sondern auch mal stehenzubleiben und das Angebot der Aussteller auf sich wirken zu lassen“, so Freter.

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Professionelle Modenschauen auf dem PSI Catwalk – die diesjährige PSI widmete sich ausführlich dem Segment der Promotional Textiles.

Weitere Sonderflächen neben der Textile Area waren PSI Gusto – eine Verkostungsstation für lukullische Werbeartikel –, die Packstation des Logistikdienstleisters ztv sowie das etablierte Technology Forum, in dem Veredelungsspezialisten neue Druck- und Individualisierungstechniken präsentierten. Für Informationsinput sorgte das Lunch & Learn-Forum, auf dem sich Besucher insgesamt sechs jeweils einstündige Vorträge anhören konnten, und zwar zu Themen wie dem Produktsicherheitsgesetz, der neuen Textilkollektion von XD Design oder der „Macht des Werbeartikels“. Um den Charakter der Neuheitenmesse zu unterstreichen, hatte das PSI zudem wieder wie im vergangenen Jahr den exklusiven PSI First Club ins Leben gerufen. 50 Lieferanten hatten sich verpflichtet, jeweils mindestens eine Neuheit ihrer Kollektion erstmalig auf der PSI-Messe dem Publikum zu präsentieren. Neben Teppichen auf dem Boden wies auch eine Route im Hallenplan auf die PSI First-Aussteller hin. Zudem wurden erneut die PSI First Awards vergeben, womit einer offiziellen Mitteilung des PSI zufolge die „drei Besten unter den 50 Neuesten“ gekürt werden sollten. Eine Aneinanderreihung von Superlativen, die ein wenig übertrieben scheint – schließlich gab es auch an den 823 Ständen der Nicht-PSI-First-Teilnehmer jede Menge interessanter Innovationen zu entdecken. Die Preisverleihung für die PSI First Awards – es gewannen mood rooms mit dem akustischen Glasverstärker Urania von Holmegaard, Macma mit einem biegsamen Handyhalter und Prinopa mit dem Bizstix® Wandkalender Deluxe 4, dessen Kalenderblätter sich ohne Perforation ablösen lassen – fand am Abend des zweiten Messetags im Anschluss an eine Darbietung auf dem PSI Catwalk statt. Das war unglücklich gewählt, denn ohne einen festen Platz im Terminkalender der Messe ging diese Siegerehrung ebenso unter wie die unmittelbar vorher erfolgte zur PSI-Campaign of the Year, was mehrere Preisträger auch kritisch anmerkten. Gewinner der Campaign Gute Stimmung: Auf dem PSI After Work feierten die Besucher die Branche und einen gelungenen Auftakt ins neue Werbeartikeljahr. of the Year waren Bartenbach mit der Produkt- Einführung des Mainzer Energiekaufhauses, Präsenta Promotion mit dem Werbeartikelprogramm zur Vermarktung des Frauenromans Hummeln im Herzen und koziol mit der Tassimo Ideenwerkstatt.

Spektakulärer geriet dagegen das PSI After Work am zweiten Messeabend. Im prall gefüllten, abgetrennten Partyareal in Halle 9 ließen Aussteller und Besucher bei Flammkuchen, Currywurst und Cocktails nicht nur den erfolgreichen Messetag ausklingen, sondern feierten, ausgestattet mit Partyhüten und Hawaiiketten und animiert von DJ-Klängen und der Tanz-Performance der Catwalk-Models, einen durch und durch schwungvollen Auftakt ins neue Werbeartikeljahr.

www.psi-messe.de

 

Messe-Impressionen 2015:

Pressekonferenz 2015:

Get-together 2015:

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2016-10-21T11:33:18+00:0014. Januar 2015|