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PSI-Messe 2014: Spürbare Erholung bei den Besucherzahlen

Mit einem Besucherplus von 18% gegenüber dem Vorjahr ging die diesjährige PSI-Messe in Düsseldorf zu Ende. Erfreulich auch die gestiegene Nachfrage aus Süd- und Westeuropa – Anzeichen einer sich erholenden Konjunktur in diesen Märkten. Demgegenüber stehen eine Verringerung bei den Ausstellerzahlen und das Fehlen einiger namhafter Branchengrößen. Mit einigen Neuerungen wartete der Veranstalter auf, um der Messe ein anderes “Look and Feel” zu geben.

PSI_Messe

Schon im Vorfeld der 52. PSI-Messe vom 8. bis zum 10. Januar 2014 in den Hallen 9 bis 12 der Messe Düsseldorf hatte PSIChef Michael Freter mehrfach betont, dass es vor allem darauf ankomme, eine Trendwende bei den Besucherzahlen zu erreichen. Zuletzt war die PSI-Messe im Jahr 2013 auf 13.722 Besucher abgerutscht – das schlechteste Ergebnis der letzten Dekade.
An diesen Vorgaben gemessen kann der Veranstalter, Reed Exhibitions Deutschland, die diesjährige Ausgabe als Erfolg verbuchen. Die von der FKM (Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen) geprüften, offiziell ermittelten Besucherzahlen – gezählt werden Eintritte von Personen (allerdings ohne Stand- und Hallenpersonal sowie Medienvertreter), aber maximal ein Eintritt pro Besuchstag – weisen ein deutliches Plus von fast 18% gegenüber dem Vorjahr auf. Mit 16.228 Besuchern lag die Messe wieder ziemlich exakt auf dem Level von 2012 (16.167 Besucher), wenn auch (noch) nicht wieder auf dem Niveau der Rekordjahre von 2007 bis 2009, wo die Messe regelmäßig mindestens 18.500 Besucher anlockte. „Wir sind in keiner Boomphase, aber wir haben die Talsohle durchschritten“, kommentierte Michael Freter anschließend sichtlich erleichtert und zufrieden mit dem Verlauf der drei Tage in Düsseldorf.

Belebung in Europa

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PSI First: 50 Aussteller hatten sich dazu verpflichtet, mindestens eine ihrer Neuheiten dem Handel exklusiv zunächst auf der PSI-Messe zu zeigen.

Als größte Werbeartikelmesse Europas und traditioneller Saisonauftakt der gesamten Branche gilt die PSI-Messe immer auch als eine Art Seismograph für die Befindlichkeiten der Märkte. Allerdings einer, der in einer immer volatiler werdenden Wirtschaftslage nicht allzu zuverlässig ist – 2009, als die Finanzkrise die Märkte teilweise heftig erschütterte, erzielte die PSI-Messe das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte. Dennoch: Insbesondere der konstant hohe Anteil internationaler Besucher bei steigenden Besucherzahlen gibt Anlass zur Hoffnung, dass sich die Konjunktur auch in den süd-und westeuropäischen Krisenländern langsam erholt. Gestützt wird diese These durch eine Erhebung, die das PSI auf der Messe durchgeführt hat. Demnach werden die Konjunkturaussichten auch in Spanien, Italien, Portugal oder Großbritannien weit optimistischer eingeschätzt als noch vor Jahresfrist.

Veränderte Einlasspolitik

Mehr als die Hälfte der PSI-Besucher kam aus dem Ausland, jeder zehnte aus Übersee. Und jeweils ein Drittel der internationalen Besucher kam erstmals oder nach einer Messe-Pause wieder nach Düsseldorf. Letzteres ist ein Beleg nicht nur dafür, dass es europaweit aufwärts geht, sondern auch dafür, dass die veränderte Einlasspolitik des PSI ihre Früchte getragen hat. Was viele Werbeartikelhändler noch vor kurzem für undenkbar gehalten hätten, wurde Wirklichkeit: Sie konnten kostenlos auf die PSI-Messe nach Düsseldorf kommen. Bedingung: Die Händler wurden dazu von einem Aussteller eingeladen und sind entweder PSI-Mitglied oder entsprechen in ihrer Unternehmensstruktur den Kriterien für die Aufnahme in das PSI.
Mit dieser – kostenintensiven – Maßnahme verfolgte das PSI zwei Ziele: Zum einen sollte Nicht-Mitgliedern über die Teilnahme an der Messe die Vorzüge einer Mitgliedschaft nahegebracht werden – wer nicht Mitglied wird, darf 2015 nicht erneut auf die Messe kommen. Knapp 1.900 Tickets (s. auch das Interview mit Michael Freter ab S. 116) wurden an Nicht-Mitglieder verkauft, sodass die Aussteller eine relativ hohe Zahl von Neukunden begrüßen konnten. Befürchtungen, die neuen PSIBesucher könnten weniger professionell arbeiten als langjährige Mitglieder, bestätigten sich ersten Eindrücken zufolge nicht.
Zum anderen wollten die PSI-Verantwortlichen die Aussteller dazu motivieren, ihre Marketingaktivitäten rund um ihren PSI-Auftritt zu erhöhen. Offenbar folgten die Lieferanten diesem Aufruf in großer Zahl – viele Werbeartikelhändler sahen sich im Vorfeld der Messe einer wahren Flut an Einladungsmails ausgesetzt.

Zufriedene Aussteller

Das Ziel, mehr Besucher auf die Messe zu locken, hat das PSI jedenfalls erreicht. Viele Händler reisten mit großen Teilen ihrer Belegschaft an. Manche Werbeartikelagenturen schickten mehr als 40 Mitarbeiter auf Neuheitensuche durch die Hallen. Eine positive Tendenz, wie viele Aussteller bestätigen, deren wichtigste Ansprechpartner im Handel selten die Geschäftsführer, sondern vielmehr die Sales Teams sind, da diese die Produkte des Lieferanten beim Anwender vorstellen müssen.

So waren die meisten Aussteller mit der Besuchsfrequenz an ihren Ständen durchaus zufrieden. Das ganz große Gedränge in den Gängen stellte sich jedoch nicht ein – nicht zuletzt auch aufgrund der klaren Besucherführung mit zwei Eingängen und breiten Hauptwegen. Fürs reibungslose Business ist das zweifellos eine gute Entwicklung – positiv wirkt sich in diesem Zusammenhang auch aus, dass in Zeiten des mobilen elektronischen Datentransfers via Tablet, Smartphone & Co. die Zahl der mit Katalogen überladenen Trolleys abgenommen zu haben scheint. Während man früher häufig wertvolle Zeit beim Stolpern und Hasten durch die Massen verlor, kommt man mittlerweile bequem voran und pünktlich zum Termin an den Stand. Dass dadurch allerdings auch das Gefühl geschäftigen Treibens etwas verloren geht, ist jedoch die Kehrseite der Medaille. Viele Besucher empfanden dann auch den Auftakt am Mittwoch als etwas ruhig. Der Donnerstag dagegen wirkte belebter, und auch am Freitag wurden – anders als in den Vorjahren – noch bis kurz vor Messeschluss viele Gespräche an den Ständen geführt.

Attraktive Inszenierungen

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LM Accessoires begeisterte mit einer von Fantastic 5 (bekannt aus dem RTL-“Supertalent”) in Szene gesetzten Produktshow.

Wie immer wurden unter den Besuchern auch mehrere Industriekunden gesichtet – ein sensibles Thema gerade angesichts des für 2013 geplanten und dann wieder abgesagten „Tag des Werbeartikels“, an dem eine begrenzte Zahl von Industriekunden kontrollierten Zugang zur PSI-Messe erhalten sollte. Vielen Händlern scheint es so, als bekäme der Veranstalter die Industriekundenproblematik nicht in den Griff. Wie auch, wenn Händlerkollegen ihre Kunden als Mitarbeiter getarnt mit auf die PSI-Messe nehmen?

Nicht nur Hüter der Branchenstrukturen sehen das keineswegs als Kavaliersdelikt an. Ein kleiner Trost mag da nur sein, dass sich ganz sicher niemand für den Auftritt der Branche zu schämen braucht. Im Gegenteil: Auch politische Honoratioren oder Gäste wie Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), zeigten sich schwer beeindruckt von der Professionalität und Kreativität der Standinszenierungen.
Einige Highlights: Lediberg hatte sein Standkonzept komplett relauncht und überzeugte mit neuer Offenheit. Lensen Toppoint stellte seine Serviceleistungen in den Mittelpunkt des Messeauftritts und lud die Besucher per Augmented Reality zur virtuellen Betriebsführung. LM Accessoires begeisterte trotz verkleinerter Standfläche mit einer von Fantastic 5 (bekannt aus dem RTL-„Supertalent“) in Szene gesetzten Produktshow – einer Mischung aus Tanzperformance und audiovisuellem Bühnenbild. Samsonite und Polaroid setzten als bekannte Marken mit entsprechend großzügigen Auftritten Akzente. Andere Aussteller wie die JCK-Gruppe oder elasto form zeigten in gewohnter Größe und mit bewährten Standkonzepten Flagge.

Ausstellerrückgang

Allerdings fehlten auch einige bekannte Namen im Ausstellungsportfolio, die in der Vergangenheit mit großen Auftritten „Landmarken“ innerhalb der Messeoptik darstellten: u.a. die drei Schreibgerätegrößen Klio, Prodir und Senator. Bei den Textilern vermisste man ebenfalls einige der Big Player – hier treten allerdings einige Lieferanten nur im Zweijahresrhythmus alternierend zur Tecstyle Visions in Stuttgart in Düsseldorf auf. Und auch die großen Importeure wie Macma, Mid Ocean oder PF Concept waren nach ihrer Abstinenz im letzten Jahr nicht in den Reigen der Aussteller zurückgekehrt. Viele Händler bedauern das Fernbleiben dieser „Biggies“, und auch im Lieferantenkreis sieht man die Wettbewerber lieber auf der Messe, da sie in der Regel auch Publikumsmagnete sind.
Es waren nicht nur die Großen, die der diesjährigen PSI-Messe ferngeblieben sind: 852 Aussteller aus 33 Nationen präsentierten ihre aktuellen Sortimente, das sind 110 Aussteller (also rund 11%) weniger als in 2013. Trotz der Komprimierung auf vier statt auf fünf Hallen taten sich in der Gesamtoptik daher immer wieder leere Flächen auf, die nur notdürftig kaschiert worden waren, zumal auch ein deutlicher Trend zur Verkleinerung der Standgrößen zu beobachten ist.

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Hochwertige Standinszenierung: Lediberg.

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Produkte edel präsentiert: Xindao.

Angesagte Elektronik

Trotz des Ausstellerrückgangs bleibt die PSI-Messe die mit weitem Abstand größte Werbeartikelmesse Europas und liefert wie keine andere Veranstaltung einen umfassenden Überblick über das Angebot an haptischer Werbung, ist daher auch eine wahre Fundgrube für Trendscouts. Dass elektronische Artikel, Power Banks sowie Smartphone- und Tablet-Zubehör angesagt sind, sieht auch das weniger geschulte Auge. „Made in Germany“ wird vom Markt immer häufiger nachgefragt – an vielen Ständen wurde mit solchen Artikeln geworben, wobei es deutliche Unterschiede im Hinblick auf die Frage gibt, wieviel Prozent der Wertschöpfungskette tatsächlich in Deutschland gefertigt werden. Der Hype um sogenannte „grüne Produkte“ scheint eher abzuebben – mit dem Vorteil, dass nicht jedes Produkt direkt als umweltfreundlich etikettiert wird, nur weil seine Inhaltsstoffe auch in Teilen recycelt werden könnten. Es scheint, als ginge man seriöser mit dem Thema um. Auffallend war in diesem Zusammenhang die XD Design-Standfläche des niederländischen Importeurs Xindao, die neben einigen Highlights aus dem Sortiment umweltfreundlicher Produkte auch die Vorzüge alternativer Materialien erläuterte. Die Fußball-WM in Brasilien war, außer bei den Ball-Spezialisten, eher ein Thema am Rande. Dafür standen kulinarische Werbeartikel hoch im Kurs.

Style your Business

Um letztgenannter Entwicklung Rechnung zu tragen, hatte das PSI einen eigenen Bereich namens PSI Gusto in Halle 9 integriert, wo Anbieter kulinarischer Werbeartikel an einer Theke den Besuchern ihre Spezialitäten – vom Fruchtgummi mit Chili- Geschmack bis zum hochwertigen Olivenöl – kredenzen konnten. Gute Idee, die in der Umsetzung noch etwas haperte, da der Bereich anfangs mit einem Vorhang abgetrennt wurde und von vielen Besuchern zunächst als Kaffee-Bar wahrgenommen wurde.

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Neue Area: PSI Gusto.

Gusto war eine der Neuerungen, die das PSI initiiert hatte, um der Messe mehr Pepp und Lifestyle zu verleihen. „Style your Business“: Unter diesem Motto hatte das PSI eine Imagekampagne lanciert, deren Key Visuals – mit Werbeartikeln behangene Ladys, Beaus, aber auch Möpse – auch auf der Messe selbst überall zu sehen waren. Sie fanden sich auf Bannern, Teppichen oder in Form entsprechend gekleideter Messehostessen.
Der Eingangsbereich war in „The Mall“ umgetauft worden. Croissants und Kaffee wurde den Besuchern gereicht, und ein „moderner Hofnarr“ trieb seine Späße mit dem Publikum. In Halle 10 zeigte der PSI Catwalk in einer Modenschau Fashionprodukte aus den Programmen der Aussteller – auch hier ein Kritikpunkt: Für die Zuschauer war nicht erkennbar, von welchem Unternehmen die jeweils vorgeführten Modelle stammten. Und mit PSI First sollte auch das Thema Neuheiten wieder stärker in den Fokus rücken: 50 Aussteller hatten sich dazu verpflichtet, mindestens eine ihrer Neuheiten dem Handel exklusiv zunächst auf der PSI-Messe zu zeigen.
Eine Neuerung gab es zudem im Rahmenprogramm der Messe. Eine PSI After Work Party, die an den beiden ersten Messetagen ab 18 Uhr im Eingangsbereich der Messe stattfand, löste die PSI Club Night ab. Die Veranstalter wollten damit zum einen die Besucher auf der Messe halten, zum anderen eine unkomplizierte Gelegenheit zum Networking und Austausch unter Kollegen, Wettbewerbern und Geschäftspartnern schaffen. Die Idee veranlasste auch mehrere Lieferanten dazu, ihre Kundenpartys an den Ständen selbst anstatt in der Düsseldorfer Altstadt abzuhalten, dadurch wurde die Branche mehr an einem Ort zusammengehalten.

All diese Initiativen hatten zum Ziel, die Messe dahingehend neu zu positionieren, dass sie den Lifestylecharakter des Werbeartikels herausstreicht. Nun ist Lifestyle immer auch eine Frage des Geschmacks, und daher trafen die Neuerungen auch auf ein geteiltes Echo. In jedem Fall ist zu konstatieren, dass das PSI für Bewegung gesorgt hat.

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Betonte den Lifestylecharakter der Messe: der PSI Catwalk.

Mehr Kreativität

Andere Bereiche der Messe waren erfolgreich ausgebaut worden. Die Aussteller im Technologiepark z.B. präsentierten anschaulich einige angesagte Individualisierungstechniken. Nicht zuletzt die Fabbster 3D-Drucker von Sintermask weckten das Interesse vieler Besucher.
Das als Halle13-Konzept bekannte Areal der Start-ups und Erfinder behielt zwar – etwas verwirrend – den vertrauten Namen, wurde aber in Halle 12 untergebracht. Hier warteten kreative Jungunternehmer mit jeder Menge frischer und unverbrauchter Ideen auf. Trotz der sehr kleinen und mitunter unübersichtlichen Stände gehört dieser Bereich zu den am besten frequentierten der ganzen Messe. Nicht jede der hier präsentierten Ideen wird sich als markttauglich erweisen, aber die mitunter überbordende Kreativität, die wie im Falle von Swiss CowGold-Schöpfer Walter Wolf Windisch buchstäblich aus (Kuh-)Scheiße Gold(schmuck) macht, hatte etwas Ansteckendes und verlieh der Veranstaltung einen Spirit, von dem sie durchaus noch einiges mehr vertragen könnte.

www.psi-messe.com

 

Messe-Impressionen 2014:

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Pressekonferenz 2014:

 

Get-together:

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2016-10-21T11:34:19+00:0003. Februar 2014|