gww jhv 19 580x250 - GWW-Jahreshauptversammlung: Gesetze, Steuern, Projekte

Im Zuge der GWW-Newsweek in Wuppertal veranstaltete der Gesamtverband der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW) am 20. Februar 2019 seine diesjährige Jahreshauptversammlung. Bereits am Vortag hatte der GWW Stephan Pult, Referent der Kommunikation der ZSVR (Zentrale Stelle Verpackungsregister), und Dipl.-Wirtschaftsingenieur Sebastian Siebert vom Dienstleister take-e-way gebeten, die Mitglieder in zwei Vorträgen über die wichtigsten Neuerungen des Verpackungsgesetzes zu informieren, das zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist. In einer anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass noch viel Klärungsbedarf besteht. Insbesondere für Händler ist der Aufwand einer korrekten Mengenangabe der unterschiedlichen Verpackungen kaum zu leisten. Probleme bereitet zudem die Tatsache, dass Industriekunden, die die Haftung im Sinne des ProdSG übernehmen und singulär auf der Verpackung stehen möchten, sich zukünftig auch im Verpackungsregister (LUCID) anmelden müssen.

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GWW-Präsident Frank Dangmann eröffnete die Jahreshauptversammlung und resümierte die Aktivitäten des Vorstands im zurückliegenden Jahr.

Der Tag schloss mit einem Get-together, bevor GWW-Präsident Frank Dangmann am nächsten Morgen die Jahreshauptversammlung eröffnete. Mit Blick auf den Werbeartikel-Monitor und die Werbewirkungsstudie, die der GWW 2018 erneut hatte durchführen lassen, sagte Dangmann, es sei erfreulich, dass der Einsatz von haptischen Werbeträgern in den meisten Unternehmen stabil sei. Eine wichtige Aufgabe für 2019 sei es, Belege für die Wirksamkeit haptischer Werbung intensiv in Richtung Anwender zu tragen. Es folgte ein Überblick über die umfangreiche Lobbyarbeit, die der GWW 2018 geleistet hat, darunter Gespräche mit Finanzausschussmitgliedern und -ministerien auf Bundes- und Landesebene. Auch habe man mit dem ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft) und weiteren Verbänden erwirkt, dass die Europäische Kommission ein angedachtes Werbeverbot für zuckerhaltige Nahrungsmittel nicht weiter verfolge. Im Bereich der Pressearbeit habe man im letzten Jahr mehr als 300 Veröffentlichungen in einschlägigen Medien erzielt. Wie Manfred Schlösser, Edit Line, stellvertretend für den Arbeitskreis Pro Werbeartikel referierte, soll die PR- und Pressearbeit zudem massiv vorangetrieben werden. Sein Budget für Werbung und Lobbyarbeit will der Verband 2019 deutlich erhöhen, ein entsprechendes Mandat wurde dem Vorstand einstimmig erteilt, die Entlastung des Vorstands und der Geschäftsführung nach Vorlage des Jahres- und Wirtschaftsberichts erfolgte ebenfalls ohne Gegenstimmen.

Viel Zustimmung erhielt Daniel Jeschonowski als Vertreter des Arbeitskreises Digitalisierung: Der Senator-Geschäftsführer präsentierte ein Konzept für eine einheitliche XML-Schnittstelle – „*.gww“ –, um den Datenaustausch zwischen den Mitgliedsunternehmen zu optimieren.

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Daniel Jeschonowski, Senator, skizzierte den Entwurf eines einheitlichen XML-Standards für alle GWW-Mitglieder.

Über den Status quo der steuerlichen Reformbestrebungen berichtete anschließend die Steuerexpertin Dr. Janine von Wolfersdorff (IFSt), bevor der Vorstand den Entwurf zu einer Neuordnung der Beitragsstruktur zur Abstimmung brachte: Demnach könnten Kleinstunternehmen mit bis zu drei Mitarbeitern künftig einen Jahresbeitrag i.H.v. 500 Euro anstelle der aktuellen 1.000 Euro zahlen und dafür auf ihr Stimmrecht verzichten. Gleichzeitig sollten Mitglieder mit mehr als 25 Mitarbeitern im Werbeartikelsegment künftig 1.500 Euro jährlich zahlen. Ein Vorschlag, der v.a. auf die Gewinnung neuer Mitglieder abzielte, der jedoch nicht die nötige Mehrheit fand.

Ein ausführlicher Bericht folgt in den Werbeartikel Nachrichten Nr. 384 (29. März 2019).

// Till Barth

www.gww.de

Fotos: Till Barth, © WA Media

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