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25 Jahre Troika: Dreifaches Jubiläum gebührend gefeiert

Für das Unternehmen Troika gab es in diesem Jahr gleich drei gute Gründe, die Sektkorken knallen zu lassen: das 25-jährige Firmenjubiläum, das 10-jährige Bestehen des Headquarters und den 50. Geburtstag von Creative Director Liudger Böll. Grund genug für eine ausgiebige Geburtstagsfeier mit Kunden, Geschäftspartnern, Designern und Freunden im Unternehmenssitz in Müschenbach.

Gut gelaunt und mit einem breiten Lächeln blickt Liudger Böll über das Firmengelände. An den weißen Tischen wird es plötzlich still, gespannt ruhen die Blicke der geladenen Gäste auf ihm. „Ich erinnere mich noch genau an die Anfänge“, beginnt Böll seine Ansprache und wirft einen Blick zurück auf die letzten 25 Jahre, erzählt von Anekdoten und Wendepunkten in der Firmenhistorie. Erste Erfahrungen sammelte Geschäftsmann Böll z.B. mit einer portugiesischen Firma für Keramik-Teesets: „Wir haben die Kannen an einen deutschen Supermarkt verkauft. Drei Wochen später rief der Supermarkt bei uns an und beschwerte sich darüber, dass der Tee aus der Kanne lief. Die portugiesische Antwort darauf: ‚Trinkt den Tee schneller!’ Spätestens da haben wir gelernt, wie wichtig Qualitätskontrolle ist.“ Nicht die einzige Begebenheit, die Böll an diesem Abend mit seinen Gästen teilt. „Wir haben immer gedacht, wir bräuchten keine Transportversicherung. Auch als ein Kollege uns Fotos von einem brennenden Containerschiff im Golf von Suez zeigte. Zwei Tage später meldete sich dann jedoch unsere Spedition: ‚Einer eurer Container befindet sich auf dem Schiff’. Leider waren die Artikel zur Weltmeisterschaft 2006 an Bord“, so Böll. Es spricht für den Unternehmer Liudger Böll, aus solchen Missgeschicken die richtigen Lehren gezogen zu haben und heute zu den Pannen von damals zu stehen: Erfolg macht eben souverän.

Männergeschenke und mehr

Als Böll 1987 den Gründer von Troika, Peter Osborne, auf der Frankfurter Frühjahrsmesse begegnete, hätte er sich wohl nie ausgemalt, dass er 1992 die Firma kaufen und den Sitz nach Deutschland in den Westerwald verlegen würde. „Osborne wollte damals ein Maßband in einer Messinghülle bei einem indischen Hersteller fertigen lassen. Troika war zu dieser Zeit spezialisiert auf kleine Männergeschenke, teilweise mit filigraner Technik oder überraschenden Innovationen. Es gab in England wirtschaftliche Probleme, die wirtschaftliche Basis in Deutschland war stärker“, erklärt er. Vor dem Einstieg Bölls ließ Troika hauptsächlich Produkte aus Sterlingsilber, Zinn und Leder in England fertigen. „Nach dem Kauf haben wir mit jungen Designern den Entwicklungsprozess umgestellt und fertigen jetzt auf eigenen Werkzeugen in Asien“, so Böll. In Deutschland war das Unternehmen zuerst in einem Dorf namens Hattert ansässig, 2001 konnten die Mitarbeiter dann in Müschenbach die Einweihung feiern. 2003 meldete das Unternehmen Insolvenz an. Trotz der harten Zeit kann Böll der Krise auch etwas Positives abgewinnen: „Alles Schlechte hat auch etwas Gutes, schließlich kam so mein Partner Frank Oehmke zu uns, der jetzt als Finanz Direktor für Troika zuständig ist.“ Troika steht heute für Innovation und Design. Dabei konzentriert sich die Marke auf zwei Dinge: Männer- und Geschenkartikel. Troika kreiert Produkte, die auf dem Markt neu sind und in ihrem Bereich eine Vorreiterfunktion haben. Zum Sortiment zählen neben Schreibtischobjekten, Schlüsselanhängern, Leder- und Reiseartikeln auch Schokoboxen, Outdoor-, Wein- und Tischprodukte. „Wir haben unsere Marktlücke gefunden. Die Akzeptanz der Marke Troika ist uns gut gelungen, unsere Kompetenz ist mit den Aufgaben gewachsen. Als wir das Unternehmen damals übernommen haben, war Troika bereits auf Männeraccessoires wie z.B. Manschettenknöpfe ausgerichtet. Wir haben die Artikel dann modernisiert und weiterentwickelt. Männeraccessoires sollten auch auf Frauen ansprechend wirken, da sie meistens von dieser Zielgruppe gekauft werden“, konstatiert Liudger Böll. Troika arbeitet bei der Gestaltung der Produkte mit 20 Designern zusammen, doch auch die Ideen und Vorschläge der Mitarbeiter werden geprüft. Böll erläutert: „Wir haben dazu ein sogenanntes Innovationsmodul. Jeder Mitarbeiter kann dort seine Ideen aufschreiben. Anschließend werden die anonymen Vorschläge bewertet. Dann geht es in die Produktentwicklung.“ Die Affinität für modernes Design spiegelt sich auch in der Architektur des Troika-Gebäudes wider: zahlreiche Glasflächen, offene Kommunikationszonen zwischen den Büros und viel Licht schaffen ein freundliches Ambiente.

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