Das norddeutsche Start-up Flaschenflagge hat sich auf innovative und auffällige Werbeideen spezialisiert, die sich an Getränken aller Art befestigen lassen. Ob Werbeaktionen in der Eckkneipe oder im Businesshotel, Kampagnen am POS oder auf Messen – die bedruckten Flaggen bieten jede Menge Potenzial für unterschiedliche Einsatzbereiche.

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Die Flaschenflagge und der Loopy lassen sich vollflächig veredeln.

Wer sich etwas auf die Fahne schreibt, ist von einer Sache überzeugt und setzt sich für ein bestimmtes Ziel ein. Die Redewendung rührt vermutlich daher, dass früher häufig Inschriften und Symbole auf Fahnen gestickt wurden, die für alle sichtbar etwas über den Träger oder den Ort, an dem sie angebracht waren, verrieten. Ein besonderes Zeichen, das der Zielgruppe auf Augenhöhe begegnet, setzen auch Unternehmen, die mit den Produkten des Start-ups Flaschenflagge werben. Die aus Papier oder PVC gefertigten Werbeträger werden an Flaschenhälsen, Glasstielen oder Trinkhalmen befestigt und bleiben bis zum letzten Tropfen im Blickfeld. Die Anbringung ist auf zweierlei Weise möglich: Die bedruckten Flaggen verfügen entweder über einen Klebestreifen, mit dem sich die beiden Enden miteinander verbinden lassen oder werden vorkonfektioniert mit einer stabilen Verschweißung geliefert. Der Vorteil: So können die auffälligen Werbebotschafter auch bei Promotionaktionen eingesetzt werden, die eine längere Lagerzeit der beflaggten Getränke erfordern, und bei großen Stückzahlen geht die Befestigung schneller von der Hand, da die Flaggen einfach über den Flaschenhals gestülpt werden. „Noch effektiver wäre eine maschinelle Anbringung“, erklärt Fabian Nest, Geschäftsführer von Flaschenflagge, der das Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau Anna Nest im September 2012 gründete. „Hier sind wir aktuell noch auf der Suche nach einem Kooperationspartner.“

Ihre Produktideen  haben sich die beiden Start-up-Gründer Anna und Fabian Nest international schützen lassen.

Ihre Produktideen haben sich die beiden Start-up-Gründer Anna und Fabian Nest international schützen lassen.

In den Bereichen Druck, Verschweißung und Anbringung des Klebestreifens sowie Design haben sich die beiden Jungunternehmer bereits für ausgewählte Partner entschieden. Anna Nest: „Es war uns wichtig, mit regionalen Betrieben zusammenzuarbeiten, die in Deutschland produzieren. Die Wege sind kurz, wir konnten uns vorab vor Ort ein genaues Bild machen und die Inhaber persönlich kennenlernen.“ Die Aufbringung der Klebestreifen erfolgt in Zusammenarbeit mit Behindertenwerkstätten. Benötigen Kunden Hilfe bei Designs und Formaten, arbeitet das Ehepaar mit einer freiberuflichen Designerin zusammen. Zudem plant das Start-up, seine Flaggen zukünftig auch in Neuseeland und Australien zu hissen und hat sich hierbei Unterstützung aus dem Freundeskreis geholt.

Enge Freunde waren es auch, die die Produkte erstmals zu Gesicht bekamen. „Auf unserer Hochzeit im November letzten Jahres haben wir unsere Glasflaggen verwendet, die wir mit den Namen unserer Gäste versehen haben. Dadurch hatten wir einerseits innovative Platzkärtchen, andererseits war eine Verwechslung der Gläser ausgeschlossen. Damals standen wir noch ganz am Anfang und haben die Fähnchen sogar noch einzeln mit der Nagelschere ausgeschnitten“, erinnern sich Anna und Fabian Nest zurück. „Später haben wir dann weitere Feldversuche gestartet und mit Eigenwerbung versehene Flaggen bei öffentlichen Events an Flaschen, Gläsern oder sogar an schmalen Hälsen von Blumenvasen angebracht. Es war spannend zu beobachten, wie unsere Produkte die Neugierde und den Spieltrieb der Besucher geweckt haben. Die positiven Resonanzen haben uns Mut gemacht und uns in unserer Geschäftsidee bestärkt.“

Zwischenablage01Flagge zeigen

Schon während ihres Studiums stellten die Politikwissenschaftlerin und der Jurist fest, dass ein klassischer Bürojob für sie nicht infrage käme und suchten einen Weg in die Selbstständigkeit. Schließlich stießen sie auf ein Konzept aus den USA, bei dem Namensetiketten auf Flaschenhälse geklebt wurden. Fabian Nest: „Wir haben die Idee als Anstoß genommen und für den deutschen Markt weiterentwickelt. Das Markenrecht in Deutschland ist z.B. viel strenger, sodass ein einfaches Überkleben der vorhandenen Etiketten nicht möglich ist. Wegen des deutschen Mehrwegsystems müssen sich die Werbeträger zudem leicht wieder entfernen lassen.“

Zunächst entwickelten die beiden Geschäftsgründer die Flaschenflagge Standard mit den Maßen 22,1 x 3,25 cm. Noch auffälliger in Szene gesetzt werden Logos und Slogans auf der Flaschenflagge XL mit 22,1 x 4,5 cm. Neben Kreis, Stern, Herz und Co. sind auch individuelle Formate umsetzbar. Hier entsteht durch die Anfertigung der entsprechenden Eisenstanzen ein einmaliger Zusatzbeitrag. Die filigranen Glasflaggen lassen sich in der Standardausführung auf einer Fläche von 14,3 x 3,35 cm veredeln, und wer seine Werbekampagne wirkungsvoll abrunden möchte, greift auf Loopy zurück: Das kreisförmige Getränkeaccessoire ist am Flaschenhals platzierbar und verhakt sich unter dem Mundstück. Als Getränkeuntersetzer macht er dem klassischen Bierdeckel Konkurrenz.

Dreifacher Nutzen: Der Trinkhalm-Loopy dient nicht nur der Platzierung von Werbebotschaften am Glas, sondern hält darüber hinaus Insekten fern und schützt in Diskotheken und Clubs davor, dass Dritte unbemerkt Pillen in die Gläser der Gäste werfen.

Dreifacher Nutzen: Der Trinkhalm-Loopy dient nicht nur der Platzierung von Werbebotschaften am Glas, sondern hält darüber hinaus Insekten fern und schützt in Diskotheken und Clubs davor, dass Dritte unbemerkt Pillen in die Gläser der Gäste werfen.

Als äußerst vielfältig erweisen sich auch die Einsatzmöglichkeiten: Barbesitzer, Restaurantbetreiber und Hotelinhaber nutzen die Werbefläche, um beispielsweise auf bestimmte Angebote ihres Hauses aufmerksam zu machen. Getränkehersteller verwandeln die innovativen Flaggen für Promotionaktionen am POS in Gewinnspiellose oder Gutscheine, und auf Sportveranstaltungen und Events werden die angebotenen Erfrischungen mit den Logos der jeweiligen Sponsoren versehen. U.a. kamen die Produkte von Flaschenflagge beim OMClub-Event in der Kölner Lanxess Arena anlässlich der Fachmesse dmexco zum Einsatz. Flagge zeigen werbende Unternehmen außerdem, wenn sie Getränke auf Messen, Tagungen und Konferenzen mit den Produkten des Start-ups bestücken. „Aktuell arbeiten wir an einem neuen Artikel, der sich für Getränkedosen eignet“, verrät Fabian Nest. Aber selbst wenn die beiden Jungunternehmer für alle gängigen Getränkebehältnisse eine pfiffige Werbeidee erfunden haben – das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht.

www.flaschenflagge.de

www.bottleflag.com