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Die REACH-Verordnung

Die EU-Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) soll die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien regeln. Ihr Ziel ist es, das zuvor gültige Chemikalienrecht zu harmonisieren und zu vereinfachen – und die Industrie dazu zu bringen, vermehrt auf gesundheits- und umweltfreundliche Stoffe zu setzen. Nach dem Prinzip „Keine Daten – kein Markt“ dürfen nur noch solche Substanzen in der EU in Verkehr gebracht werden, die bei der Europäischen Agentur für chemische Stoffe (ECHA) in Helsinki registriert worden sind. Von der Verordnung betroffen sind Hersteller oder Importeure von Stoffen, die diese in einer Menge über 1t/Jahr in Verkehr bringen – zum Teil auch Unternehmen im Werbeartikelmarkt.
In dem umfangreichen Gesetzestext dreht sich alles um die drei Begriffe Stoff, Zubereitung und Erzeugnis. Eine Registrierungspflicht besteht in jedem Falle für Stoffe und Stoffe in Zubereitungen. Hersteller und Importeure von Zubereitungen müssen prüfen, was darin enthalten ist. Von der Verordnung ausgenommen sind in Erzeugnissen (z.B. Computern, Schuhen, Möbeln) enthaltene Stoffe und Zubereitungen – mit zwei Ausnahmen: Stoffe in Erzeugnissen, die als besonders besorgniserregend eingestuft wurden, müssen ab einer Menge von insgesamt mehr als 1 t/Jahr notifiziert werden. Zudem müssen Stoffe und Zubereitungen in Erzeugnissen registriert werden, die „unter normalen oder vernünftigerweise vorhersehbaren Verwendungsbedingungen freigesetzt werden“ sollen. Aus dieser schwammigen Formulierung ergeben sich etliche Detailfragen: So müssen etwa Schreibgeräte oder Minen unter bestimmten Bedingungen registriert werden, weil die Tinte dazu bestimmt ist, freigesetzt zu werden. Rückstände von Klebstoff, die bei der Entfernung von Klebestreifen entstehen, oder Farbüberschüsse, die aus Textilien ausgewaschen werden, sind jedoch keine „beabsichtigten Freisetzungen“. Nur für den Fall, dass besonders besorgniserregende Stoffe in hoher Konzentration enthalten sind, kann eine Registrierung notwendig werden. Seifenblasen-Spielzeug, Feuchtwischtücher, Duftlampen oder -kerzen sind weitere Beispiele, mit denen die Liste keinesfalls komplett ist.
Von der Registrierung ausgeschlossen sind darüber hinaus Polymere – dazu gehören quasi sämtliche Kunststoffe, etwa PE, PP, PVC und Polyester –, oder Polymere in Erzeugnissen. Nicht jeder Importeur allerdings weiß jederzeit, welcher Kunststoff genau verwendet wurde. Es ist unter Umständen denkbar, dass das verwendete Material besorgniserregende Substanzen enthält, die registriert werden müssen. Und die Menge einer Jahrestonne ist bei einem gewissen Importvolumen schnell überschritten – wer im Jahr Dutzende von Containern importiert, liegt oft über dem Grenzwert, selbst wenn ein entsprechender Stoff in einem Einzelartikel in verschwindend geringer Menge enthalten ist.

Nützliche Links

ECHA
Die Europäische Agentur für chemische Stoffe (ECHA) ist für die Umsetzung von REACH zuständig und zentrale Anlaufstelle für den Zugang zu Informationen. Auf der Website der Behörde finden sich allgemeine Informationen über die Verordnung, ein Navigator-Tool mit Informationen über die Pflichten der verschiedenen Akteure sowie Leitfäden mit praktischen Ratschlägen.
www.echa.europa.eu/

REACH-Helpdesk der Bundesbehörden
Die Auskunftsstelle der Bundesbehörden für Hersteller, Importeure und Anwender chemischer Stoffe liefert Informationen und Orientierungshilfe bei der Umsetzung von REACH und Unterstützung bei Fragen zur Registrierung, Bewertung und Zulassung. Der Helpdesk setzt sich aus einem Expertennetzwerk der Bundesbehörden zusammen, die mit spezifischen Informationen und Expertenwissen bereitstehen.
www.reach-helpdesk.de

IHK Köln
Auch die Kölner Industrie- und Handelskammer hat Expertenwissen und eine hilfreiche Sammlung von Links und Ansprechpartnern zusammengestellt.
www.ihk-koeln.de

Bundesverband der Werbeartikel-Großhändler (bwg)
Eine sehr genaue, aber dennoch leicht zu verstehende Broschüre zum Thema REACH bietet der bwg auf seiner Website. Herausgeber ist der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA).
www.bbw-online.de

 

 

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2011-10-06T09:24:33+00:0023. September 2011|