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Stephan Lesniak und Marc Wehning, Weles GmbH: „Qualität ist nicht verhandelbar“

Nicht nur mit ihren beiden Marken Blue Chili Promotions und Gartenfreude präsentiert die 2006 gegründete Weles GmbH ein breites Produktportfolio. Als Produzent, Importeur, Großhändler, Werbeartikelanbieter und seit kurzem auch Fullservice-Dienstleister beweist das Handelshaus in Sachen Unternehmensausrichtung ebenfalls eine große Spannweite. Stephan Lesniak und Marc Wehning über Aktivitäten in Fernost, Verkaufsförderung per Online-Tool und den Blue Chili 4-Punkte-Plan.

Stephan Lesniak (l) und Marc Wehning.

Stephan Lesniak (l) und Marc Wehning.

Mit Ihren Marken sind Sie sehr breit aufgestellt. Können Sie einen kurzen Überblick über die wichtigsten Aktivitäten geben?
Marc Wehning:
Es ist uns wichtig, unter dem Dach des Importeurs verschiedene Bereiche abzudecken, um bei Marktschwankungen auf sicheren Füßen zu stehen. Unter dem Markennamen Blue Chili bieten wir eine große Bandbreite an Werbeartikeln aus Fernost an. USB-Sticks aus Kunststoff, Metall, Holz, Leder, Soft-Touch-Silikon und anderen Materialien sind hier unser besonderes Steckenpferd. Zusätzlich vertreiben wir mit Gartenfreude Produkte rund um das Thema Gartenzubehör, die ebenfalls in Asien gefertigt werden und die wir an den Handel, Gewerbetreibende und private Endverbraucher liefern. Die Auswahl reicht von der Heckenschere bis zur kompletten Garten- und Balkonmöbelgarnitur. Trotz der unterschiedlichen Produkt- und Zielgruppen bestehen oft Anknüpfungspunkte zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen: Zeitschriften setzen z.B. Gartenwerkzeuge als Premiumpräsent beim Abschluss eines Abos ein. Unternehmen mit den Kerngebieten Haushalt, Garten und Natur ordern individualisiertes Zubehör wie Gießkannen in CI-gerechten Pantonefarben mit Logo-Aufdruck.

Neben einer Dependance in Ningbo sind Sie seit Februar 2013 mit einer Niederlassung in Hong Kong vertreten. Was veranlasste Sie zu diesem Schritt?
Marc Wehning:
Mit der neuen Niederlassung optimieren wir unser Qualitätsmanagement. Unsere Mitarbeiter kontrollieren regelmäßig – auch unangemeldet – die Arbeits- und Produktionsabläufe in den chinesischen Partnerunternehmen. Qualität ist nicht verhandelbar, dieses Credo lässt sich nur vor Ort konsequent vermitteln. Chinesische Marktteilnehmer nehmen bei günstig angebotener Ware meist Qualitätsverluste in Kauf – wir hingegen erwarten auch bei einem niedrigen Preis ein hochwertiges und einwandfreies Produkt. Das muss sich in den Köpfen unserer Partner in Fernost noch besser verankern. Wir sind außerdem Mitglied der BSCI (Business Social Compliance Initiative), eine europaweite Initiative von Einzelhandelsunternehmen und importierenden Produzenten, die sich für faire Arbeitsbedingungen und Sozialstandards in den Lieferländern einsetzt. Die Einhaltung dieser Anforderungen bedarf ebenfalls einer ständigen Kontrolle.

Stephan Lesniak: Als Importeur übernehmen wir oft Aufgaben im Bereich Sourcing, d.h. wir setzen schon einen Schritt vor dem Katalogsortiment an und gehen für Kunden als Beschaffungsexperten auf die Suche nach dem passenden Produkt. Mit einer Zweigstelle vor Ort sind wir einfach viel näher am Markt. Einige unserer internationalen Kunden lassen sich direkt über unsere Niederlassung in Hong Kong beraten und beliefern.

Liegen USB-Sticks als Werbemedium nach wie vor im Trend?
Stephan Lesniak: Die Nachfrage ist vor allem bei USB-Sicks mit einer Speicherkapazität von bis zu 4 GB ungebrochen hoch. Sticks mit mehr Speicherplatz werden weniger nachgefragt, hier schreckt die Gebührenerhöhung der GEMA ab. Was den Verkauf im Einzelhandel betrifft, stehen USB-Sticks zunehmend im Wettbewerb mit Cloudspeicherdiensten. Wie sich dieser Trend weiterentwickelt, bleibt aber abzuwarten, denn aktuell gibt es auch viele kritische Stimmen zum Cloudcomputing. Schließlich legt man seine Daten in die Hände unbekannter Dritter, und es besteht die Gefahr unberechtigter Zugriffe. Was die Werbeartikelbranche betrifft, sehe ich wenig Konkurrenz. Für die Verknüpfung von Offline- und Online-Kommunikation ist der USB-Stick ideal. Die Cloud mit einem gegenständlichen Werbeträger zu verbinden ist hingegen schwierig.

Um Kunden auf einen Blick die Veredelungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die USB-Sticks bieten, haben Sie einen 3DUSB- Stick-Designer entwickelt. Wie funktioniert dieses Online-Tool?
Marc Wehning: Im Gegensatz zu herkömmlichen USB-Designern, mit denen sich Firmenlogos meist nur auf der Vorderseite eines schematisch dargestellten Sticks platzieren lassen, wird der Artikel mit unserem Programm in einer 3D-Ansicht gezeigt. Das Objekt lässt sich um seine eigene Achse drehen und so nah heranzoomen, dass selbst Details gut erkennbar sind. Der User wählt mit wenigen Klicks sein Lieblingsmodell und die Farben für die verschiedenen Gehäuseteile aus, lädt sein Firmenlogo hoch und platziert es direkt auf dem Stick. Aktuell arbeiten wir an einem Textfeld, das weitere Designoptionen zulässt. Der einzige Haken: Über den Internet Explorer lässt sich das Tool aktuell nicht öffnen. Mit einem bald zu erwartendem Update des Browsers wird dieses Problem aber behoben sein.
Stephan Lesniak: Der 3D-USB-Stick- Designer ist äußerst anwenderfreundlich konzipiert und „muttigeprüft“ – er lässt sich also auch von weniger onlineaffinen Kunden leicht bedienen. Mit ein paar Klicks zeigt er die ganze Bandbreite an Individualisierungsmöglichkeiten auf, und der Kunde hat unverzüglich einen digitalen Wunsch- Stick vor Augen. Die Zusendung eines Ansichtsexemplars wird z.T. hinfällig. Zukünftig möchten wir das Tool auf weitere Produkte aus unserem Sortiment übertragen. Außerdem stellen wir Wiederverkäufern den 3D-Designer zur Verfügung – je nach Umfang der Umsätze, die wir mit diesen Partnern generieren, auch kostenfrei. Fünf Werbeartikelhändler nutzen den Designer bereits, bzw. wir arbeiten aktuell an der Freischaltung.

Sie sind sehr internetaffin und setzen neben dem 3D-Designer auf Online-Werbung und Suchmaschinenoptimierung. Welchen Stellenwert hat der Online-Werbeartikelmarkt?
Marc Wehning:
Neukunden generieren wir immer häufiger über das Internet. Wir haben mit separaten Webseiten zu einzelnen Produktgruppen auf diesen Trend reagiert, da potenzielle Kunden im Netz häufig nach Spezialisten suchen. Zusätzlich setzen wir auf Google AdWords. Für die einzelnen Dependancen haben wir Internetauftritte in der jeweiligen Landessprache erstellt. Das Internet erleichtert die Akquise, daran anknüpfende, ausführliche Beratungsgespräche sind in unserer Branche aber weiterhin unabdingbar.

Unter dem Begriff Blue Chili 4-Punkte- Plan haben Sie Ihr Geschäftsfeld strategisch neu ausgerichtet. Was können Ihre Kunden in Zukunft erwarten?
Marc Wehning:
Der Blue Chili 4-Punkte- Plan gliedert sich in die Bereiche Analyse, Beratung, Produktion und Fulfillment. Zunächst untersuchen wir das Marktumfeld sowie die Zielgruppe unseres Auftraggebers und wählen auf dieser Grundlage die passenden Werbeartikel aus. Anschließend übernehmen wir die komplette Produktion und logistische Abwicklung bis hin zur Lagerhaltung. Auf Wunsch bieten wir Webshop- Lösungen an und stehen den Unternehmen bei Pflege und Betreuung der Online-Shops zur Seite. Stephan Lesniak: Viele der im Vier-Punkte- Plan angesprochenen Dienstleistungen bieten wir schon länger an, wir haben sie bisher nur nie offensiv beworben. Dabei verfolgen wir eine klare Philosophie: Kunden von Wiederverkäufern, mit denen wir zusammenarbeiten, sind selbstverständlich tabu. Hier ziehen wir eine klare Trennlinie, was bislang immer gut funktioniert hat.

[box] Die Weles GmbH wurde 2006 von Marc Wehning und Stephan Lesniak gegründet. Zwei Jahre später stieß Olaf Werwie als dritter Gesellschafter zum Team, das sich aus 14 Mitarbeitern und mehreren externen Beratern zusammensetzt. Das auf den Import von Non-Food-Artikeln aus Fernost spezialisierte Unternehmen mit Hauptsitz in Mülheim a.d.R. legt unter den Markennamen Blue Chili und Gartenfreude den Fokus auf USB-, Werbe- und Aktionsartikel sowie Gartenartikel. Seit 2010 ist Weles mit einer Verkaufsrepräsentanz im chinesischen Ningbo aktiv, Anfang 2013 wurde das Vertriebsnetz in Fernost mit der Gründung der Niederlassung Hong Kong Ltd erweitert. In London und Istanbul bestehen zwei Dependancen im Joint-Venture-System, und aktuell ist ein weiterer Standortausbau in Polen und Italien geplant. Zum Kundenstamm des Handelshauses zählen u.a. Fairetrade Deutschland, Amazon und BMW.[/box]

www.blue-chili.com

 

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2016-10-21T11:34:26+00:0010. Dezember 2013|