Schließen [x]

https://www.suesse-werbung.de/de/neuheiten.html?___store=de
www.stickereimerkel.de
www.pfconcept.com
www.europeansourcing.com/free
www.uma-pen.com
www.wv-versand.de
http://www.reeko.com/_shop2017/index.php?language=de
http://www.senator.com/de_de/
www.print-tattoo.com

Michael Freter, PSI: „Wir haben eine Aufbruchstimmung erzeugt“

Als Managing Director verkörpert Michael Freter das Gesicht des PSI. Im Gespräch mit den WA Nachrichten zieht er sein persönliches Fazit zur 52. PSI Düsseldorf, beschreibt den neuen „Look & Feel“ der Messe und äußert den Wunsch nach einem geschlossenen Gesamtauftritt der Werbeartikelbranche.

Herr Freter, wie zufrieden sind Sie mit dem Verlauf der diesjährigen PSI-Messe?
Michael Freter:
Es gibt immer das ein oder andere Detail zu verbessern, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Schon im Vorfeld war ich glücklich über die Veränderungen, die wir Freter portrait werbeartikel nachrichten wa media eppi magazineangestoßen haben, aber der Erfolg einer Messe misst sich nun mal auch in Zahlen. Insofern stimmt mich gerade der Blick auf die Besucherzahlen positiv. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren in den letzten Jahren für die ganze Branche nicht einfach, und darunter hat auch die Messe gelitten. Nun befinden wir uns zwar nicht in einer Boomphase, aber wir haben die Talsohle eindeutig durchschritten.

Sie haben bei den Besucherzahlen ein Plus von 18% gegenüber dem Vorjahr und somit wieder das Level von 2012 erreicht. Worauf führen Sie den Anstieg bei den Besuchern zurück?
Michael Freter: Da gibt es zum einen externe Gründe, die uns zugespielt haben. Die Rahmenbedingungen verändern sich zum Positiven. Bereits im letzten Quartal 2013 hat europaweit die Werbeartikelkonjunktur angezogen, gerade auch in den Krisenmärkten Südeuropas. Wir führen auf der Messe auch Erhebungen zur Konjunktureinschätzung durch: Die Stimmung in den südeuropäischen Märkten hat sich ganz signifikant verbessert und liegt bei einer positiven Konjunkturerwartung von 50% nun auf dem Niveau der mitteleuropäischen Länder. Zum anderen ist das Besucherwachstum auf unsere internen Anstrengungen zurückzuführen. Dazu zählen unsere Initiativen von „PSI First“ über „Gusto“, „Catwalk“, erweitertes Technologiezentrum und das„Lunch & Learn“-Programm bis zum weiterentwickelten „Halle13“-Konzept mit den Erfindern und Start-ups. Sie alle sind von Ausstellern und Besuchern gleichermaßen gut angenommen worden und haben schon im Vorfeld die Neugierde auf die PSIMesse geweckt und somit auch mehr Besucher angelockt.

Nicht zuletzt hat das PSI die Einlasspolitik dahingehend geändert, dass Werbeartikelhändler nach Einladung durch einen Aussteller kostenlos die PSI-Messe besuchen konnten. Auch dann, wenn sie bis dato noch kein PSI-Mitglied waren, jedoch den Kriterien für eine Aufnahme entsprechen. Wie hat sich das ausgewirkt?
Michael Freter: In der Vergangenheit haben die Aussteller relativ wenig eigene Marketingaktivitäten entwickelt. Um den Motivationsfaktor für die Lieferanten zu erhöhen, ihre Kunden auf die PSI-Messe einzuladen, haben wir diese Maßnahmen ergriffen. Das war für uns sehr aufwendig und hat Ende des letzten Jahres viele Ressourcen gebunden, da jeder einzelne Besucher manuell geprüft wurde, aber es hat sich gelohnt: Wir haben knapp 1.900 Tickets an Händler ausgegeben, die bislang nicht PSI-Mitglied waren. Ein weiterer von mehreren positiven Effekten: Viele Unternehmen sind mit mehr Mitarbeitern als zuletzt auf die Messe gekommen. Das ist eine gute Tendenz, denn die Aussteller wollen vor allem mit den Vertriebsmitarbeitern sprechen, nicht allein mit den Geschäftsführern. Wegen der guten Erfahrungen werden wir an diesem Einlass-Konzept auch für 2015 festhalten.

Sie haben mit zahlreichen Neuerungen vom Eingangsbereich „The Mall“ bis zur Werbeartikel- Modenschau „PSI Catwalk“ versucht, die Messe zusätzlich zu attraktivieren und als Lifestyle-Messe zu verorten. Welche Initiativen sind aus Ihrer Sicht besonders gelungen, wo sehen Sie Verbesserungsbedarf?
Michael Freter: Alle diese Innovationen sind Teil der Imagekampagne, die für hohe Aufmerksamkeit gesorgt hat. Mit „PSI First“ z.B. wollten wir der PSI-Messe wieder den Charakter einer Premierenmesse verleihen. Das ist in der Branche so gut angekommen, dass wir den ursprünglichen vorgesehenen Kreis von „PSI First“-Teilnehmern auf Ausstellerseite von 20 auf 50 erhöhen mussten. Wir haben die Idee von „PSI First“ auf der Messe konsequent umgesetzt, die Aussteller waren mit Feuer und Flamme dabei, und die Besucher haben gezielt nach den entsprechend gekennzeichneten Neuheiten Ausschau gehalten, sodass wir das auf jeden Fall weiter fortführen werden. „Catwalk“ und „Gusto“ haben ebenfalls positive Resonanz erzielt und bereits Anfragen fürs nächste Jahr nach sich gezogen – in beiden Fällen werden wir jedoch über die jeweilige Positionierung in der Halle noch einmal neu nachdenken.

Wie ist das Vortragsprogramm „Lunch & Learn“ angenommen worden?
Michael Freter: Das ist ein Projekt, das sich weiter etablieren muss, aber bereits jetzt von Jahr zu Jahr besser wird. Insbesondere die Vorträge zu den Themen Design, Marketing und Vertrieb stießen auf großes Interesse. Hier hat unser Kooperationspartner, die Schweizer Agentur Promofacts, gut besuchte Vorträge gehalten.

Ein Get-Together an den ersten beiden Messeabenden im Foyer der Messe löste die PSI Club Night als Networking-Veranstaltung ab. Wie sind Ihre Erfahrungen mit dieser Neuerung?
Michael Freter: Die After Work-Party in „The Mall“ ist im Gesamtkontext all unserer Initiativen zu sehen und hatte das Ziel, die Branche auf der Messe zu halten. Das Konzept ist aufgegangen. Die Hallen blieben bis in die Abendstunden gut gefüllt, und für Händler und Lieferanten bot sich eine tolle Möglichkeit zu netzwerken, die offensichtlich gut genutzt wurde: Am Mittwoch Abend waren zwischenzeitlich schätzungsweise rund 3.000 Personen anwesend.

In einem insgesamt attraktiven Ausstellungsmix fehlten einige namhafte Anbieter. Auch die Gesamtzahl der Aussteller verringerte sich gegenüber dem Vorjahr. Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um die PSI-Messe auch für diejenigen Lieferanten wieder attraktiver zu machen, die dieses Jahr nicht dabei waren?
Michael Freter: Die Messe spricht für sich. Einige Aussteller, die in den letzten ein oder zwei Jahren nicht dabei waren, sind ja auch zurückgekommen. Und mit insgesamt 852 Ausstellern muss man sich sicher nicht verstecken. Die Nicht-Aussteller waren größtenteils als Besucher anwesend und konnten sich davon überzeugen, dass die PSI-Messe nach wie vor die größte und wichtigste Plattform Europas ist. Dazu noch ein Statement, was uns viele Aussteller und Besucher gegeben haben: Die meisten würden sich freuen, wenn diejenigen, die in diesem Jahr nicht ausgestellt haben, im nächsten Jahr wieder mit an Bord wären. Denn nur so kann man auf der Messe ein Gesamtbild der Branche widerspiegeln, der zunehmenden Fragmentierung entgegenwirken und Geschlossenheit demonstrieren. Darauf werden wir hinarbeiten, und ich bin zuversichtlich, dass uns das auch gelingt, sofern es keine gravierenden wirtschaftlichen Probleme geben wird.

Nach der Türkei waren dieses Jahr die Niederlande Partnerland der PSI-Messe. Wie bewerten Sie die Kooperation?
Michael Freter: Rundweg positiv. Wir pflegen ein freundschaftliches Verhältnis zu den Vertretern der niederländischen Werbeartikelwirtschaft. Die Niederlande sind hinter Deutschland das Land mit dem größten Aussteller- und Besucheraufkommen und bestreiten den größten Länderpavillon auf der PSI-Messe. Es waren auch mehrere hochrangige politische Vertreter vor Ort, die sich beeindruckt von der Professionalität und Leistungsfähigkeit unserer Branche zeigten.

Sie sprachen in der Pressekonferenz davon, die „Sexyness des Werbeartikels“ erfahrbar machen zu wollen. Wie würden Sie den Spirit der diesjährigen PSI-Messe beschreiben?
Michael Freter: Wir wollten der Branche, aber auch den Medien, die sonst weniger mit dem Werbeartikel zu tun haben, zeigen, dass wir in einer Branche arbeiten, die trendy ist, die der Mode folgt, die farbig ist. Das ist uns mit unserer Kampagne und den verschiedenen Bausteinen auf der Messe gut gelungen. Wir haben damit auch eine Aufbruchstimmung fürs Gattungsmarketing der Werbeartikelbranche erzeugen können. Ich bin stolz, dass wir diese Richtung erfolgreich eingeschlagen haben.

Print Friendly, PDF & Email
2016-10-21T11:34:19+00:0004. Februar 2014|